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Welche Speicherkarten-Kapazität ist eigentlich die richtige?

Auf dem Markt für Speicherkarten sind mittlerweile nicht nur viele Anbieter, sondern auch viele verschiedene Typen an Karten und auch an Speichergrößen. Man hat die Qual der Wahl. Nimmt man nun 2GB, 4GB, 8GB, 16GB oder noch mehr? Letztens erst wurde ja die Speicherkarte mit der größten Kapazität vorgestellt: Eine Speicherkarte mit 1TB Speichergröße. Aber ist das überhaupt noch nötig für Fotografen und welche Kapazität ist die richtige?

Vorweg: Die Speicherkarte mit 1TB halte ich für Hobbyfotografen ziemlich unnötig. Sie ist einfach zu groß. Profis können hiermit schon mehr Anfangen, haben wahrscheinlich auch größere Sammlungen an Bildern, schießen mehr Fotos und die Bilder könnten auch ein Stück weit größer sein. Wenn ich mal schaue, dann schieße ich RAW-Bilder die nur 20MB haben – mit meiner Sony SLT-A58. Da komme ich so schnell nicht an die 1TB ran. Es ist ja schon ein Kunststück über die 10GB zu kommen. Deswegen nutze ich meistens die 16GB Karten in meiner Kamera. Für den Fall der Fälle.

Speicherkarten: Hier liegt eine große, ich hab aber auch kleinere
Speicherkarten: Hier liegt eine große, ich hab aber auch kleinere

Was ist die perfekte Speicherkapazität für Hobby-Fotografen?

So genau kann ich das gar nicht beantworten. Und auch viele andere nicht. Eigentlich kann es niemand richtig beantworten, schließlich hängt es von vielen verschiedenen Faktoren ab, welche Kapazität eine Speicherkarte haben sollte oder was man mindestens braucht. Man darf eigentlich immer nur vom letzteren ausgehen, denn nach oben hin kann man ruhig genug haben. Sagen wir zum Beispiel, dass man eine 8GB-Karte besitzt, die aber niemals voll bekommt. Sagen wir noch dazu, dass man niemals über 3GB verbraucht, so könnte man jetzt denken dass eine 4GB-Karte perfekt wäre. Aber wieso? Ob man nun 1GB frei hat oder 5GB, ist doch eigentlich vollkommen egal.

Ich selber habe am häufigsten die 16GB Karten bei mir. Einfach weil ich bisher noch nicht mehr benötigt habe. Und hier muss ich auch sagen, dass das einzige mal, als ich über 10GB gekommen bin, ein Model-Shooting war bei dem ich Foto-Reihen geschossen habe. Es war also sehr viel Ausschuss dabei, der gar nicht gebraucht wurde oder unbrauchbar war. Auf meinen Urbex-Touren sieht es aber anders aus: Da schieße ich zwar auch mehr Fotos von einem Motiv, aber es sind dann nur 2-3 weitere Aufnahmen, ab und zu auch mal 5-6. Mehr aber auch nicht. Da habe ich dann hinterher meistens irgendwas mit 4-6GB auf der Karte.

Wovon es abhängt, wie groß deine Speicherkarte mindestens sein muss

  • Wie viele Fotos du Durchschnittlich schießt
  • Was du fotografierst
  • Was für eine Kamera hast du
  • Wie speicherst du deine Fotos (JPG oder RAW)
  • Machst du Belichtungsreihen?

Letztlich kommt es auf die Anzahl und auf die Größe der Bilder an. Hast du eine so hochauflösende Kamera, dass ihre RAW-Bilder riesig sind und du auch noch sehr viele Bilder schießt, dann brauchst du eine größere Speicherkarte. Schießt du weniger Fotos, kann die Karte auch kleiner gewählt werden. Kommt dazu noch dass die Bilder wirklich klein abgespeichert werden (vielleicht statt RAW sogar nur in JPG) dann kann sie nochmal kleiner gewählt werden.

RAW-Bilder sind größer als JPEG Bilder - Deswegen lieber eine größere Speicherkarte nehmen
RAW-Bilder sind größer als JPEG Bilder – Deswegen lieber eine größere Speicherkarte nehmen

Perfekt gibt es nicht – lieber zu groß als zu klein

Wie man schon raushören kann, gibt es die perfekte Größe nicht. Weder für Hobby-Fotografen, noch für professionelle Fotografen. Ich gehe dabei gerne nach der Devise „Lieber eine zu große Speicherkarte in der Kamera, statt eine zu kleine“. Ist ja auch logisch: Lieber habe ich Speicherplatz auf meiner Kamera übrig, statt keinen Speicherplatz mehr zu haben und sich dann zu ärgern dass man keine weiteren Fotos mehr schießen kann. Aus diesem Grund habe ich immer zwei Speichergrößen in meiner Kamera bzw. in meinem Rucksack:

  • 16 Gigabyte
  • 32 Gigabyte

Das sind die beiden Größen, die ich bisher nicht ein einziges mal voll ausschöpfen konnte. Und deswegen sind sie meiner Meinung nach auch für mich perfekt geeignet. Wenn ich dann irgendwann mal eine andere Kamera mein eigen nennen sollte, dann muss ich aber wieder aufs neue schauen ob ich damit auskomme. Denn die RAW Bilder einer DSLR-Kamera mit höhere Auflösung können dann schon wieder größer werden. Ob dann noch Platz bleibt? Mal sehen!

Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie - alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

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