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Manfrotto Befree (MKBFRA4-BH): Kompaktes Reisestativ im Test

Vor einiger Zeit hatte ich zugeschlagen und mir ein neues Stativ geholt. Ich hatte einfach gemerkt, dass das Amazon Dreibeinstativ ausgedient hatte und ein neues her musste. Ich war zwar zu 100% zufrieden mit dem Stativ aus dem Hause Amazon, doch ich wollte mal wieder ein neues ausprobieren. Ein noch kompakteres. Und vielleicht noch ein wenig leichter. Denn: Wenn ich auf Tour bin, habe ich das Stativ oft in der Hand, laufe damit herum. Oder habe es auf dem Rücken geschnallt. Da sollte es nicht zu viel wiegen. Also musste ein Reisestativ her, so heißen nämlich die kleineren und leichteren Stative. Gesagt getan! Ein paar Tage später kam dann das bestellte Manfrotto Befree (MKBFRA4-BH) an.

Es hat etwas gedauert bis ich das Reisestativ aus dem Hause Manfrotto testen konnte. Ich hatte es zwar in Barcelona dabei, doch es kam nicht zum Einsatz. Außerdem wollte ich es in gewohnter Umgebung testen: In einem Lost Place, damit die Testbedingungen auch zu meinem größtem Hobby passen. Nun hatte ich es mittlerweile schon mehrfach im Einsatz, unter anderem im verlassenem RAF Hospital sowie in der verlassenen Diabetis-Klinik in der Lüneburger Heide.

Das Manfrotto Befree MKBFRA4-BH Reisestativ

Manfrotto Befree (MKBFRA4-BH) Reisestativ im Test

Zuerst einmal muss ich sagen, dass es drei verschiedene Ausführungen des Befree-Reisestativs von Manfrotto gibt: Das Befree One, das Befree Alu und das Befree Carbon. Ich habe mir die Ausführung aus Alu geholt. Es ist zwar etwas schwerer als das Befree One und auch etwas größer im geschlossenem Zustand, aber es ist auch etwas höher im komplett ausgefahrenem Zustand. Für die Carbon-Variante wollt ich mich des Preises nicht wegen entscheiden. Rund 100 Euro mehr waren mir dann doch zu viel.

Um dir einen kleinen Überblick zu geben, welche Maße das Manfrotto Befree aus Alu hat, habe ich dir eine Liste mit den wichtigsten Daten zusammengefasst. Die Werte kannst du folgend entnehmen.

  • Gewicht: 1,4 Kilogramm
  • Höhe (geschlossene Größe): 40 Zentimeter
  • Maximalhöhe (Mittelsäule unten): 123 Zentimeter
  • Maximalhöhe (Mittelsäule oben): 144 Zentimeter
  • Stativkopf: Kugelkopf
  • Material: Aluminium
  • Zuladung: 4 Kilogramm

Es ist also schon ein leichtes und kleines Stativ. Bei mir hat das Manfrotto Befree Reisestativ auch locker in meinen Handgepäck-Koffer gepasst als ich nach Barcelona geflogen bin. Den hatte ich zwar abgegeben weil ich meinen Fotorucksack in der Kabine haben wollte, aber es hatte problemlos gepasst. Hier kommt es aber auch auf die Maße des Koffers an. Ich finde eine Maximalgröße von 123cm bei nicht ausgefahrener Mittelsäule auch ganz ordentlich. Man darf nicht vergessen dass wir von einem Reisestativ sprechen.

Die Beine und Beinsperren vom Manfrotto Befree Stativ

Die Stativbeine lassen sich einzeln bewegen und ausfahren. Sie sind also nicht miteinander verbunden wie man es von einigen wenigen Dreibeinstativen kennt. Das war für mich wichtig, denn so kann ich das Reisestativ mit der Kennungsnummer MKBFRA4-BH komplett flexibel anwenden. Die Stativbeine werden über Winkel „fixiert“. Diese Winkel dreht man einfach in die gewünschte Stellung, dort rasten sie dann ein. Anschließend kann man die Beine in die gewünschte Position bringen. Das hatte ich so bisher noch nicht gekannt, ist aber ein einfaches System. Allerdings muss man sich schon ein wenig dran gewöhnen dass Stativ so handzuhaben. Geht aber sehr schnell. Ich selber finde diese Winkel eine gute Sache, denn so kann man das Stativ recht schnell „bedienen“ und so einstellen wie man es gerne hätte.

Der Kugelkopf auf dem Manfrotto Befree (MKBFRA4-BH)

Das Manfrotto Befree Alu-Reisestativ wird mit einem Kugelkopf ausgeliefert. Dieser Kugelkopf hat sich bei mir im Test als sehr gut bewiesen. Er ist nicht nur Stabil, sondern auch fest. Meine Kamera (Sony SLT-A58) hat er inklusive Objektiv (Sigma 10-20 F3.5) sehr gut gehalten. Es gab keine Wackler. Der Kugelkopf ist durch einen Feststellknebel einfach und schnell zu lösen und festzuziehen. Und das funktioniert super. Wer möchte, kann das Reisestativ aber auch einfach mit einem anderem Kopf verwenden, da Manfrotto das Befree mit einer 3/8″ Schraube ausgestattet hat, welches den Kopf trägt und festhält. Und das ist ja praktisch ein Standard geworden, so dass sich auch problemlos andere Köpfe auf dieses Stativ schrauben lassen.

Kugelkopf: Er sitzt fest und bietet perfekten halt

Der generelle Neigungswinkel beträgt 45°. Es gibt aber auch eine Aussparung am Stativkopf, welche einen Neigungswinkel von 90° zulässt und man so auch ohne Probleme hochkantige Fotos schießen kann. Leider hat Manfrotto bei diesem Stativ auf eine Libelle verzichtet. Aber: Es wird eine Schnellwechselplatte mitgeliefert, die auch bei anderen Manfrotto-Stativköpfen zum Einsatz kommt. Sie hat die Bezeichnung „200PK“ und ist somit auch auf anderen Köpfen mit der gleichen Bezeichnung einsetzbar. Die Schnellwechselplatte hat eine 1/4″ Schraube und lässt sich somit unter Kameras mit passender Mutter schrauben. Und weil dies ja der Standard ist, sollte die Platte unter jede gängige Kamera passen. Was ich schade finde: Es fehlt eine Panorama-Fixierung. Man kann die Kugel vom Stativkopf also nicht separat festziehen und dann den Kopf in dieser Stellung um die eigene Achse drehen.

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Die Beine vom Manfrotto Befree Alu bestehen aus drei ausziehbaren Elementen. Weil sie einfach per Umschalthebel gefestigt sind, lässt sich das Stativ nicht nur schnell ausfahren, sondern auch schnell wieder einfahren. Das finde ich besonders in Lost Places praktisch, weil ich mich nicht unbedingt großartig mit dem Stativ beschäftigen möchte, sondern die Location erkunden und auf Kamera festhalten möchte. Die Beine haben Gummifüße.

Kompakt und leicht: Das Manfrotto Befree MKBFRA4-BH Reisestativ

Mitgeliefert wurde eine Betriebsanleitung, eine Umhängetasche und ein Torx-Schlüssel. Die Umhängetasche ist genau so kompakt wie das Stativ und bietet dir die Möglichkeit das Manfrotto Stativ einfach und bequem zu transportieren. Mit dem Torx-Schlüssel lassen sich Schrauben am Stativ lösen und festziehen. Bisher brauchte ich ihn aber nicht.

Fazit zum Manfrotto Befree (MKBFRA4-BH)

Meine bisherigen Touren waren sehr erfolgreich und das Stativ aus dem Hause Manfrotto hat sich bewährt. Ja, mit einer Preisempfehlung von 200 Euro ist es schon ein wenig teurer als das ein oder andere Stativ, dennoch finde ich, dass man bei Stativen nicht unbedingt sparen sollte. Immerhin tragen sie unsere Kameras und ich bin in Locations unterwegs, die nicht alltäglich sind. Da braucht man schon ein robustes Stativ, welches auch Stabil ist und einiges aushält.

Test bestanden: Mein neues Lieblingsstativ wird das Manfrotto Befree

Ich finde die kompakte Größe sehr gut, so kann ich es auch schnell mal irgendwo mit hinnehmen. Es ist mit 1,4 Kilogramm extrem leicht und stört auch nicht großartig auf dem Rücken, wenn ich es an meinem Kamerarucksack geschnallt habe. Es fällt eigentlich kaum auf. Dank der Schnellwechselplatte habe ich die Kamera auch recht flott vom Stativ gelöst und kann frei aus der Hand fotografieren. Alles in allem hat das Manfrotto Befree Alu im Test eine gute Figur gemacht und den Kauf beruhe ich nicht. Zumal es auf Amazon und Co. sowieso schon deutlich unter der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers zu haben ist.

Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie - alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

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