Der Fotorucksack und was daran wichtig sein sollte

Ein Fotorucksack transportiert deine Ausrüstung - spare niemals an ihm!
0 880

Ich besitze einen Fotorucksack und zwar den Lowepro Flipside 300 SLR-Kamerarucksack – mit dem ich eigentlich auch voll und ganz zufrieden bin. Schon früher hatte ich einen, aber das war ein recht billiger Fotorucksack mit schlechter Verarbeitung, schlechter Aufteilung und und und. Als ich dann wieder die Fotografie für mich entdeckt habe, war es wichtig für mich, einen Fotorucksack zu besitzen, in dem ich mein Equipment sicher transportieren kann, der nicht schwer ist und der einen guten Tragekomfort besitzt. Dann hatte ich mich für den Lowepro entschieden, da er auch recht Kompakt ist und ich gar nicht so viel Equipment besessen habe.

Jetzt stehe ich wieder vor der Entscheidung mir einen neuen zu kaufen. Nein, der Lowepro Flipside 300 ist nicht kaputt. Es geht viel mehr um den Platz, der mir mittlerweile fehlt um mein Equipment zu transportieren. Der fehlt mittlerweile. Schon bei der letzten Tour, zum Preventorium Dolhain und zur Caserne Major Cougniaux (Prison 11) habe ich gemerkt, dass der Platz eng wird. Ziemlich eng. Mit mühe und Not habe ich dann aber doch irgendwie alles noch unterbekommen. Jetzt habe ich aber noch ein zusätzliches Objektiv (das Sigma 10-20 mm F3,5 EX DC HSM) am Amazon PrimeDay gekauft und brauche nun für die nächste Tour – die leider noch nicht geplant ist – einen neuen Fotorucksack um alles transportieren und unterbringen zu können.

Was sollte an einem DSLR-Rucksack wichtig sein?

Es gibt eine riesige Auswahl an Kamerarucksäcken und Kamerataschen im Netz. Schon Amazon bietet eine riesige Auswahl an – geht man in andere Shops, findet man auch noch viele weitere Modelle zur Auswahl. Die Kaufentscheidung ist also nicht die einfachste, schließlich geht es hier um einen Kauf, der auch recht teuer werden kann. So ein Fotorucksack kann schnell mal 100 Euro, 200 Euro oder auch 300 Euro kosten. Und das ist mir dann so ein Rucksack auch Wert, schließlich schützt er meine Fotoausrüstung, die ja auch einen entsprechenden Wert hat. Das neue Sigma Objektiv alleine 309 Euro (100 Euro gespart am PrimeDay!). Da sollte man sich schon Zeit nehmen und den richtigen Auswählen. Außerdem soll er ja einen guten Tragekomfort und genug Platz bieten.

Mein derzeitiger Fotorucksack: Der Lowepro Flipside 300
Mein derzeitiger Fotorucksack: Der Lowepro Flipside 300

An erster Stelle steht für mich, dass er beliebig einzuteilen ist, also das Innenleben beliebig genutzt werden kann. Das bieten zum Glück die meisten Kamera-Rucksäcke. Es ist wichtig, weil ich nicht immer das gleiche Equipment mitnehme und dann vielleicht hier und dort Anpassungen vornehmen muss damit alles ordentlich im DSLR-Rucksack verstaut werden kann. Die Einsätze sollten darüber hinaus eine gute Qualität haben, damit sie die Touren auch überstehen und nicht irgendwann mein Equipment wild im Rucksack verteilt ist.

Der zweite Punkt, der für mich extrem wichtig ist wenn es um Kamerarucksäcke geht, ist dass er Robust ist. Immerhin nehme ich ihn mit auf meine Touren an verlassene Orte, kann hier und dort schonmal anecken. Er sollte nicht direkt wenn er mal mit einem Nagel in Berührung kommt aufreissen. Sowas muss er einfach aushalten. Es kommt ja auch mal vor dass ich den Rucksack auf den Boden lege, um den Rücken frei zu haben, wenn ich beispielsweise die Videos aufnehme. Dann ist es meistens auch einfacher das Equipment aus dem Rucksack zu holen.

Gerade für uns Urbexer sollte auch wichtig sein, dass das Innenleben gut geschützt ist. Sprich: Er sollte von der Wandstärke nicht zu dünn sein, damit wir eben auch mal unbewusst anecken können, ohne das die Kamera, die Objektive oder andere Dinge die im Rucksack sind, beschädigt werden. Da wir den Rucksack den ganzen Tag auf den Rücken haben und auch mal durch engere Gänge schleichen, kann es dabei schnell passieren dass wir irgendwo anecken. Das sollte also auch gegeben sein.

Mein Kamerarucksack muss groß genug sein – auch für die Zukunft

Ein weiterer Punkt nachdem ich momentan schaue ist, dass er groß genug ist. Ich will jetzt keinen riesigen Rucksack haben, aber er muss genug Platz bieten. Ich nehme aus irgendeinem Grund auch allerhand mit:

Das jetzt mal die Ausrüstung frei aus meinem Kopf, die ich auf eine Lost Place Tour mittlerweile mitnehme (bis auf das Sigma Objektiv). Beim letzten mal hat das alles schon ordentlich Platz weggenommen, besonders der Gimbal für meine GoPro. Der muss ja vorsichtig behandelt werden aufgrund der Motoren. Und somit wurde es auch schon recht eng im Rucksack. Das Sigma-Objektiv hätte keinen Platz mehr gefunden und ich hätte auf ein Objektiv verzichten müssen. Deswegen muss der nächste Kamerarucksack deutlich größer werden – aber auch, damit ich in Zukunft nicht wieder einen neuen Rucksack kaufen muss, wenn ein wenig mehr Zubehör dazugekommen ist. Denn das kann jederzeit passieren, dass man sich ein neues Objektiv kauft, eine neue Videoleuchte dazu kommt, vielleicht noch die ein oder andere GoPro dazu kommt, oder, oder, oder.

Ab sofort zu wenig Platz in meinem Kamerarucksack - Ich brauch mehr Platz!
Ab sofort zu wenig Platz in meinem Kamerarucksack – Ich brauch mehr Platz!

Und auch daran sollte man, wenn man sich einen Fotorucksack kaufen möchte, denken! Ich mein, wieso sollte man sich jetzt einen Fotorucksack für beispielsweise 150 Euro kaufen, wenn ich dann in 3-4 Monaten vielleicht wieder einen neuen brauche? Da kann man ruhig in die Zukunft denken und sparen, indem man einfach einen etwas größeren Rucksack nimmt.

Das Stativ – ebenfalls ein wichtiges Thema beim DSLR-Rucksack

Ich finde dass ein DSLR-Rucksack auch dafür da ist, das Stativ unterzubringen. Dass es nicht in den Rucksack passt ist klar. Dafür bieten einige Hersteller aber die Lösung an, das Stativ einfach außen anzubringen. Einige Hersteller pfeifen aber drauf – schwerer Fehler wie ich finde! Wenn ich auf Tour bin, möchte ich das Stativ auf dem Rücken haben um die Hände frei zu haben. Gerade bei einem Reisestativ wie das Manfrotto Befree Reisestativ bietet es sich an, da es kompakt und leicht ist. Sobald das Equipment dann erst einmal aufgebaut ist, hängt das Stativ eh nicht mehr außen dran, sondern habe ich es dann in der Hand.

Aber auf dem Weg zur Location zum Beispiel will ich es auf dem Rücken haben. Manchmal brauche ich beide Hände zum zum Beispiel klettern zu können. Manchmal gelangt man nicht anders in die Locations rein. Ich will ja nicht den Rucksack auf dem Rücken und ein Stativ in der Hand oder auf der Schulter haben. Das wäre überhaupt nichts für mich, zumal ich gleich zwei Taschen (wenn das Stativ eine Tasche hat) um mich hätte.

Was bei einem Kamerarucksack ebenfalls vom Vorteil ist – wenn es der richtige ist

Mein aktueller Rucksack bietet den Zugriff auf die Kamera und das Equipment von hinten, also vom Rückenteil aus. Das fand ich im ersten Moment etwas komisch, ist aber eigentlich ganz praktisch und eigentlich auch ein dicker Pluspunkt. Es dient der Sicherheit, dass in Menschenmengen niemand einfach den Rucksack öffnen und das Equipment entwenden kann. Gut, das könnt man von der Liste streichen, denn in Lost Places finden sich nur selten Menschenmengen.

Ein DSLR Rucksack muss mehr als nur ein Innenleben bieten
Ein DSLR Rucksack muss mehr als nur ein Innenleben bieten

Positiv daran ist, dass ich den Rucksack ruhig mal in den Dreck, also auf den Boden legen kann um das Equipment zu entnehmen. Könnt ich auch so, aber die Rückseite ist ja das, womit ich in Berührung komme – und was mich dann wieder dreckig machen würde. So lege ich den Rucksack einfach mit seinem Bauch auf den Boden, welcher ja sowieso dreckabweisender ist, und kann das Rückenfach entspannt öffnen und das Equipment entnehmen. Oder ich spanne den Hüftgurt um und ziehe den DSLR-Rucksack nach vorne – und habe ihn dann wie einen Bauchladen vor mir und kann das Rückenfach ebenfalls öffnen und das Equipment entnehmen – wenn es mal viel zu dreckig und zu nass ist auf dem Boden ist. Für mich ein dicker Pluspunkt und ein weiterer Punkt, den mein nächster Kamerarucksack haben sollte.

Eventuell wäre ein Daypack noch interessant für mich. Denn: Ich habe ja auch Kleinteile wie Akkus, Batterien und Speicherkarten auf Tour mit dabei. Diese könnt ich dann einfach in das Daypack packen, um die kleinen Teile nicht beim Kameraequipment einpacken zu müssen und sie hinterher suchen zu müssen. Das ist nämlich bei meinem jetzigen Lowepro Flipside 300 SLR-Kamerarucksack der Fall. Ich habe zwar eine kleine Seitentasche und ein Außennetz für eine Trinkflasche oder ähnliches, dennoch ist es so, dass die Seitentaschen nicht gerade groß genug sind. Akkus für die GoPro, für meine Sony SLT-A58, für den Rollei eGimbal G4 und für meine Videoleuchte brauchen ja doch ein kleines bisschen mehr Platz als ich Gedacht habe. Dazu kommt noch das Reinigungsequipment um das Objektiv „mal eben“ von Staub zu befreien. Also da muss schon eine bessere Lösung her, auch wenn mein Lowepro Flipside 300 SLR-Kamerarucksack im Innenraum eine kleine Tasche besitzt.

Zusammenfassung, was ein guter Fotorucksack bieten sollte

Genug der langen Texte, jetzt möchte ich noch in einer Liste aufzeigen, was für einen guten Kamerarucksack wichtig sein sollte. Was sollte er bieten und was ist für mich persönlich wichtig?

[tie_list type="thumbup"]

  • Er muss robust sein
  • Genug Platz muss er bieten
  • Zugriff auf das Equipment von hinten (über den Rücken)
  • Bequem zu tragen sein, auch bei längeren Touren (bequeme Polsterung mit entsprechender Belüftung)
  • Stativ-Befestigung außen, um freie Hände zu haben
  • Einen stabilen und gut gepolsterten Innenraum mit vielen Einsätzen
  • Wasserdicht bzw. geschützt vor Spritzwasser sollte er sein
  • Der Kamerarucksack sollte über ein Daypack verfügen
  • Eine ordentliche Polsterung des gesamten Rucksacks zum Schutz des Equipments

[/ti[/tie_list]

Und genau danach halte ich derzeit Ausschau. Das ein oder andere ist auch kein Muss, wäre aber Nice-to-have. Die Auswahl ist aber riesig und ich werde mir auf jeden Fall mal einen Nachmittag Zeit nehmen, um mich damit richtig auseinander zu setzen und die Shops abzuklappern. Die Zeit fehlte mir leider bisher, um mich richtig über alles zu informieren. Kennt ja jeder: Man braucht was, aber man findet keine Zeit sich damit auseinanderzusetzen, weil zu viele andere Dinge zu tun sind. Ich bin aber optimistisch, dass ich auf der nächsten Tour einen neuen Fotorucksack auf dem Rücken habe, welcher genügend Platz bietet.

Empfange ab sofort meinen Newsletter
Bekomme die neusten Lost Places direkt in dein Postfach!
Ich verschicke keinen Spam und gebe deine Daten nicht weiter. Außerdem kannst du dich jederzeit austragen.
Möchtest du noch mehr lesen?

Hinterlasse ein Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht