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Spiegelreflexkameras & Systemkameras für Einsteiger

Fotografie-Einsteiger haben es nicht gerade leicht: Es gibt so viele Kameras und Objektive auf dem Markt. Was ist denn genau das richtige? Soll es lieber eine Spiegelreflexkamera (DSLR) oder eine Systemkamera (CSC) werden? Und welche ist denn für Einsteiger und Anfänger empfehlenswert? Welcher Sensor? All solche Fragen kommen auf Fotografie-Einsteiger zu – und nur in wenigen Shops wird wirklich geholfen.

Wer sich für das fotografieren interessiert, der möchte wirklich einsteigen und nicht mehr mit einer Kompaktkamera knipsen. Der möchte auch gerne Objektive wechseln und mehr Freiheiten genießen. Aber: Die Auswahl an Kameras ist groß! Sehr groß sogar. Schon fast im Monatstakt kommt gefühlt eine neue Kamera auf den Markt und erweitert das Sortiment der Hersteller wie Sony, Canon, Panasonic, Fujifilm und Nikon.

Mit diesem Artikel möchte dir dir einen kleinen Ratgeber bieten, worauf es beim Kauf einer Spiegelreflexkamera für Einsteiger ankommt. Aber dabei möchte ich nicht nur auf die Spiegelreflexkameras eingehen, sondern auch auf die Systemkameras, also die spiegellosen Kameras, von denen ich auch eine besitze (die Sony Alpha a6300).

 

Ganz am Anfang: DSLR- oder MSC-Kamera?

Am Anfang steht erstmal die Frage ob man sich eine DSLR (Digitale Spiegelreflexkamera) oder eine MSC (Mirrorless System Camera) kaufen soll. An dieser Stelle musst du dich selber entscheiden. Während eine DSLR recht klobig und groß wirkt, strahlt sie auch für viele Menschen Professionalität aus. Das heißt: Viele Menschen, die sich mit der Fotografie nicht auseinandersetzen, sind der Meinung dass eine große Kamera auch meistens tolle Bilder schießt.

Eine spiegellose Systemkamera mit Wechselobjektiv ist kompakter und wirkt auf die meisten Menschen daher weniger professionell. Was aber natürlich quatsch ist, denn beide haben eine Daseinsberechtigung und können auch sehr gute Fotos schießen. Ein sehr gutes Beispiel ist an dieser Stelle die Sony Alpha 7, welche für ihre ausgesprochen gute Qualität steht und einer Spiegelreflexkamera in nichts nachsteht.

Allerdings hat eine spiegellose Systemkamera auch ihre Nachteile. So ist die Akkulaufzeit meistens ein wenig geringer, da der Sucher sein Bild nicht mehr über den Spiegel bekommt, sondern alles digital anzeigt. Im Sucher steckt ein Bildschirm, der das wiedergibt was auf den Sensor trifft. Das kostet natürlich auch Akkuleistung. Viel größere Nachteile gibt es eigentlich nicht, weshalb die Entscheidung, ob du dir als Einsteiger lieber eine Spiegelreflexkamera oder eine spiegellose Systemkamera kaufen möchtest, eher eine Entscheidung über persönliche Empfinden ist. So meine Meinung.

Meine zweite Kamera ist die Sony Alpha a6300
Meine zweite Kamera ist die Sony Alpha a6300

Spiegelreflexkamera und Systemkamera für Einsteiger: Darauf solltest du achten

Es gibt einige Dinge auf die man achten sollte wenn man sich entschieden hat, eine Kamera zu kaufen. Erstmal eins Vorweg: Die Angebote aus dem Elektronikmarkt sind meistens nicht die schlechtesten. Gerade für Anfänger, die erst noch am Anfang stehen und alles rund um die Fotografie lernen möchten.

Besonders wenn es um eine Einsteiger-Kamera geht, ist es wichtig ein paar Dinge zu wissen. Zum Beispiel sind Megapixel nicht alles. Dir bringt der höchste Wert an Megapixeln nichts, wenn der Sensor zu klein ist. Dir bringt aber auch kein riesiger Sensor etwas, wenn du ihn nicht ausnutzen kannst.

Deshalb empfehle ich immer: Schau nicht nur auf die Megapixel zahlen! Ein Sensor mit 16 Megapixeln reicht schon vollkommen aus. 20 Megapixel sind schon echt super und machen einen guten Job. Besonders am Anfang. Denn: Mehr Megapixel machen deine Bilder auch nicht besser.

Der APS-C Sensor reicht für Einsteiger völlig aus
Der APS-C Sensor reicht für Einsteiger völlig aus

Meine Empfehlung: Der APS-C Sensor

Ich möchte dich als Einsteiger gar nicht groß mit Foto-Technik nerven oder dir Dinge um die Ohren werfen mit denen du dich nicht auskennst. Deshalb nur ganz kurz: Es gibt verschiedene Sensorgrößen die in der Kamera stecken und für die Bildaufnahme verantwortlich sind. Die beiden gängigsten sind der APS-C Sensor und der Vollformat-Sensor. Der APS-C Sensor steckt in den meisten Einsteiger-Kameras drin und ist in der Regel auch günstiger. Er reicht für den Einstieg völlig aus!

Selbst ich fotografiere heute noch mit einem APS-C Sensor und habe mir noch immer keine Kamera mit Vollformat-Sensor gekauft. Ich weiß einfach, dass eine Kamera mit Vollformat-Sensor sich derzeit noch gar nicht für mich lohnen würde. Außerdem sind Objektive für den großen Sensor auch um einiges teurer.

Der APS-C Sensor ist im Vergleich zum Vollformat-Sensor kleiner und somit auch in der Regel günstiger. Perfekt also für jeden Fotografie Einsteiger. Es gibt zwar noch andere Sensor-Formate (wie den Mittelformat-Sensor), aber damit möchte ich jetzt gerade nicht Anfangen – und wäre für einen Einsteiger auch viel zu überdimensioniert.

Die Marke ist als Einsteiger egal!

Es ist ein Mythos, dass eine Marke die beste ist. Natürlich kann man im Profibereich bei bestimmten Vorteilen reden – je nach Einsatzgebiet – aber wenn es um eine Spiegelreflex für Einsteiger geht, ist die Marke erstmal völlig egal. Denn: Die Digitalen Spiegelreflexkameras sind allesamt mittlerweile auf einem sehr hohen Niveau und unterscheiden sich nur kaum.

Es ist also egal ob du eine Canon, Sony, Panasonic, Nikon oder Fujifilm kaufst: Die Hauptsache ist, dass du zufrieden mit der Wahl bist, die Kamera mal in der Hand gehalten hat und sich für dich gut anfühlt.

Marke egal: Einsteiger Kameras sind mittlerweile alle auf einem hohem Niveau
Marke egal: Einsteiger Kameras sind mittlerweile alle auf einem hohem Niveau

Kameras bis 500 Euro: Ein guter Deal im Elektronikmarkt!

Wenn man durch Elektromärkte wie Saturn oder MediaMarkt geht, sieht man oftmals Angebote in den Fotografie-Abteilungen. Hierbei handelt es sich um sogenannte Sets bzw. „Kits“. Neben dem Kamerabody findet man hier auch meistens ein Standard-Zoom Objektiv, eine kleine Tasche, eine Speicherkarte und einen Kameragurt. Eigentlich ein guter Deal wenn es zu einem fairen Preis angeboten wird, oder?

Ich würde sagen ja! Denn: Du kannst direkt loslegen, musst dir erstmal nichts neues kaufen. Du hast direkt alles in einer Box und dabei sogar noch eine praktische Tragetasche, in der du deine brandneue Kamera packen und transportieren kannst.

Ich selber habe meine erste Kamera (die Sony SLT-A58) bei MediaMarkt in einem Kit gekauft. Mit dabei war das typische Kit-Objektiv (Sony 18-55mm), eine Speicherkarte, ein Kameragurt und auch eine Kameratasche. Ich konnte also auch sofort loslegen und auf Fototour gehen. Ich musste mir um nichts einen Kopf machen und konnte das Fotografieren nun sofort Schritt für Schritt lernen.

Und genau diesen Schritt empfehle ich dir auch. Es gibt sehr oft Deals bei Saturn und MediaMarkt, die bis 500 Euro gehen. Das heißt, dass du eine Spiegelreflexkamera inklusive Objektiv und weiteren Zubehör für rund 500 Euro oder sogar weniger bekommst.

Irgendwie habe ich auch das Gefühl dass die Marken dieser Aktionen oft rotieren. Es ist also nicht immer die gleiche Marke am Start. Wenn du aber noch nie eine Kamera genutzt hast, ist die Marke eh egal – wie schon beschrieben. Sie sind alle auf einem hohem Niveau.

Auch bei Amazon gibt es einige Einsteiger-DSLRs im Kit direkt zum kaufen. So musst du nichtmal vors Haus, sondern kannst dir die DSLR deiner Lieblingsmarke direkt nach Hause bestellen.

Eine Kamera für Einsteiger ist schnell gefunden
Eine Kamera für Einsteiger ist schnell gefunden

Die beliebtesten Spiegelreflexkameras für Einsteiger

Es gibt im Internet einige Listen mit den beliebtesten Spiegelreflexkameras für Einsteiger. Ich habe mich dort umgeschaut und möchte dir nun ein paar Kameras nennen, die sich meiner Meinung nach gut für Fotografie-Anfänger eignen. Natürlich gibt es in der Liste auch unterschiedliche Marken.

Beliebte Einsteiger Kameras für unter 600 Euro

  • Canon EOS 1300D (rund 380 Euro)
  • Canon EOS 750D (rund 580 Euro)
  • Nikon D3400 (rund 420 Euro)
  • Sony SLT-A68 (rund 500 Euro)
  • Nikon D3300 (rund 450 Euro)
  • Canon EOS 700D (rund 580 Euro)

Wie du siehst, ist die Auswahl nicht nur mal eben einfach so. Und glaub mir: Die Liste hätte ich noch weiter fortführen können. Ich habe lediglich sehr beliebte Modelle in die Liste gepackt, damit es nicht zu unübersichtlich wird. Wer mag, kann sich ja einfach mal im Fotofachgeschäft seiner Wahl beraten lassen.

Günstige Spiegelreflexkameras und Systemkameras gibt es bei Amazon und vielen anderen Shops
Günstige Spiegelreflexkameras und Systemkameras gibt es bei Amazon und vielen anderen Shops

Weiteres wichtiges Zubehör für DSLR Einsteiger

Ja, mit einem Kamera-Body, einem Kit-Objektiv und einer Speicherkarte ist es nicht getan. Gerade in der Fotografie kann man ordentlich shoppen gehen – und auch kräftig Geld ausgeben. Aber: Das muss nicht immer sein. Denn selbst wenn du jedes kaufbare Zubehör hast, bist du dadurch noch kein besserer Fotograf.

Allerdings gibt es einige Zubehöre, die man braucht und auf die man ein Auge werfen sollte – gerade wenn man wirklich am Ball bleiben und weiter fotografieren möchte.

Ein Stativ ist eines der wichtigsten Zubehöre

Das erste was ich mir damals gekauft habe war ein Stativ – und ich empfehle jedem das gleiche zu tun. Denn: Nur aus der Hand zu fotografieren wird nicht klappen. Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen wird es schwierig. Da kann ich dir als Lost Place Fotograf ein Lied von singen.

Irgendwann wird auch der Punkt „Langzeitbelichtung“ kommen. Es gehört nämlich zur Fotografie und eigentlich sind mehr Bilder länger belichtet worden, als man überhaupt denken mag. Und spätestens bei der Langzeitbelichtung wird ein Stativ Pflicht. Für mich war es also der erste Kauf der nach der Kamera getätigt wurde, auch wenn es nicht gleich ein Stativ einer namenhaften Marke war: Stativ ist Stativ – zumindest am Anfang.

Speicherkarten

Am Anfang mag man noch denken: Es passt doch eh nur eine Speicherkarte in die Kamera, wieso also mehrere kaufen? Glaub mir, so denkt man nur am Anfang. Ich weiß gar nicht wie viele Speicherkarten in meinem Besitz sind. Allerdings kann ich dir sagen: Es sind mehr als 10 Stück. Speicherkarten kosten nicht mehr die Welt und nehmen auch keinen wirklichen Platz weg.

Doch warum eigentlich mehrere Speicherkarten? Ganz einfach: Ich bin zum Beispiel manchmal auf Tagestour und besuche mehrere Lost Places. Dann nehme ich für jeden verlassenen Ort eine neue Speicherkarte. Sollte mir nämlich auf der Tour eine Karte kaputt gehen, sind die vorher geschossenen Bilder nicht in Gefahr.

Außerdem nehme ich eigentlich immer Videos an verlassenen Orten auf. Und bei Videos kommen ein paar mehr Daten zusammen als in der Fotografie. Und damit mir der Speicher nicht ausgeht, gehe ich lieber auf Nummer sicher.

Kamerarucksack oder Kameratasche

Je mehr Zubehör man besitzt, desto schwerer wird es auch alles zu transportieren. Ein Fotorucksack oder eine Fototasche kann hier Abhilfe schaffen. Man kann die Kamera inklusive Wechselobjektive und Zubehör einfach tragen und hat die Hände frei. Besonders dann vom Vorteil, wenn man in verlassenen Orten ist und klettern muss!

Ein Kamerarucksack (ich habe am liebsten einen Rucksack statt einer Tasche!) schützt außerdem dein Foto-Equipment vor Stößen und somit auch vor Beschädigungen. Das tut eine Tasche natürlich ebenfalls!

Wechselobjektive

Ja, mit der Zeit wird das Kit-Objektiv langweilig und man schaut sich nach Alternativen um. Nicht selten haben Fotografen die Krankheit, ständig nach neuen Objektiven (und auch neuem Zubehör) zu schauen und davon zu träumen. Mir gehts genau so.

Aber: Das Kit-Objektiv hat in den meisten Fällen keine geile Qualität. Das ist einem Einsteiger, der sich gerade eine DSLR gekauft hat, völlig schnuppe – und das ist auch gut so. Erst wenn er mehr Übung im fotografieren hat, wird er merken dass ein neues Objektiv her muss.

Hier gilt es in erster Linie darauf zu achten, dass der Anschluss, das „Bajonett“ passt. Ansonsten bekommt ihr das Objektiv nicht an eure Kamera. Wichtiger ist es jedoch zu wissen, welche Brennweite ihr benötigt. Das entscheidet sich in der Regel nach dem Einsatzgebiet. Ein Porträtfotograf braucht eher kein Weitwinkel, sondern ist mit mittleren Brennweiten zwischen 50-100mm sehr gut bedient. Ein Landschaftsfotograf wird aber ein Weitwinkel-Objektiv benötigen um einfach mehr aufs Bild zu bekommen.

Hier musst du also entscheiden, welche Brennweite und welche Art von Objektiv du brauchst. Ein Tipp von mir: Nicht direkt nach dem Kauf einer Einsteiger-DSLR oder Einsteiger-Systemkamera ein Objektiv kaufen, sondern erstmal mit dem Kit-Objektiv üben, üben, üben!

Fazit: Spiegelreflex für Einsteiger

Wie du nun gesehen hast, sage ich dir nicht dass eine bestimmte Kamera die beste Einsteigerkamera ist. Ich empfehle dir hier einfach nur die gängigen Spiegelreflexkameras. Warum? Weil ich selber nicht alle getestet habe. Ich habe mir damals meine Sony gekauft und war sehr zufrieden damit (und bin es auch noch heute). Aber: Alle Kameras selber zu testen wäre für mich unmöglich.

Am Anfang kommt es nicht auf die Marke an, sondern dass man sich entscheidet eine Kamera zu holen. Denn die beste Kamera ist die, die du besitzt. Ohne Kamera kann man nicht beginnen sich praktisch mit der Fotografie auseinanderzusetzen. Deshalb: Geh los und kaufe dir deine Kamera.

Ich habe dir zur Hilfe ein paar Dinge gegeben, auf die man achten sollte. Zum Beispiel auf den Sensor. Ich finde dass ein Vollformat-Sensor viel zu überdimensioniert für einen Einsteiger ist. Daher tut es der APS-C Sensor, mit dem ich heute auch noch unterwegs bin, allemal. Und es gibt einige Profi-Fotografen, die ebenfalls mit einem APS-C Sensor unterwegs sind.

Auch die Anzahl der Megapixel ist nicht das wichtigste. Wichtiger ist die Qualität der Pixel. Dir bringt ein Sensor, der mit 50 Megapixel ausgestattet und vollgestopft ist nichts – denn die Pixel können nur noch einen kleinen Teil des Lichts aufnehmen. Ich finde, dass eine Einsteiger-DSLR und Einsteiger-Systemkamera nicht mehr als zwischen 12 Megapixel und 16 Megapixel brauchen. 20 Megapixel sind auch noch okay, dann wird es aber auch schon wieder zu viel!

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem kleinem Ratgeber-Artikel helfen und hoffe dass du dann bald der glückliche Besitzer einer neuen DSLR oder spiegellosen Systemkamera bist! Und dass du am Ball bleibst und schöne Fotos schießt!

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Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie – alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

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