Sony Alpha a6300 Tipps & Tricks: Fokus-Peaking, Akkulaufzeit & mehr

Die Kantenanhebungsstufe von der Sony Alpha a6300 aktivierst du in den Einstellungen
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Seit einiger Zeit bin ich nun schon mit meiner Sony Alpha a6300 unterwegs und möchte sie auch gar nicht mehr missen. Das Upgrade von meiner Sony SLT-A58 war eine gute Entscheidung. Und das nicht nur wegen der Bildqualität von der Sony Alpha a6300, sondern auch wegen der zusätzlichen Funktionen. Falls du auch eine Sony Alpha a6300 besitzt, möchte dir dir einige Tipps zu dieser Kamera geben, die dir auf deinen Foto-Touren helfen werden!

Sony Alpha a6300: Tipps und Tricks

Als ich die Sony Alpha a6300 endlich in meinen Händen gehalten habe, wusste ich dass sie wirklich viele Funktionen hat. Das kann ein Fluch aber auch ein Segen sein. Ich möchte dir ein paar Tipps zu dieser Systemkamera nennen, die mir auf meinen Foto-Touren ständig helfen und auch den Umgang mit der Kamera angenehmer gestalten. Und vielleicht helfen dir die Tipps ja auch!

1. Mehr Akkulaufzeit benötigt? Schalte den Flugmodus ein!

Dass eine Systemkamera mehr Strom braucht, war mir von Anfang an klar. Denn hier geschieht alles digital. Auch der Sucher. Um eine längere Akkulaufzeit zu erhalten, gibt es die Möglichkeit den sogenannten „Flugmodus“ einzuschalten, den wir auch von unseren Smartphones kennen. Ist dieser eingeschaltet, werden Funkverbindungen wie NFC und WiFi gekappt.

Dann kannst du zwar nicht mehr die PlayMemories-App nutzen um Bilder direkt von deiner Sony Alpha a6300 auf dein Handy zu schieben, aber die Funkverbindungen verbrauchen auch keinen Strom mehr – und somit hält der Akku länger.

Den Flugzeugmodus aktivierst du über die Einstellungen. Hier wählst du im Menü das Funk-Symbol (das dritte) und kannst dort im ersten Reiter den Flugzeugmodus der Alpha a6300 aktivieren oder deaktivieren.

Mit eingeschaltetem Flugzeugmodus sparst du Akkulaufzeit
Mit eingeschaltetem Flugzeugmodus sparst du Akkulaufzeit

2. Noch mehr Akkulaufzeit? Schalte das Live-View auf dem Display aus!

Wer noch mehr Akkulaufzeit benötigt, der kann den Stromverbrauch seiner Kamera weiter senken. Und zwar indem du einfach nur das Live-View auf dem Display ausschaltest. Dieser Tipp ist aber nur dann Anwendbar, wenn du sowieso über den Sucher fotografierst, beispielsweise bei Porträts. Da ich Lost Places in der Regel über den Monitor fotografiere, habe ich den Live-View eingeschaltet. Auf Reisen allerdings schalte ich ihn meistens aus.

Das geht übrigens einfach indem du auf die Taste „DISP“ (am Steuerrad) drückst, bis du den Kameraeinstellungs-Bildschirm siehst, also die Kamereinstellungen mit denen du fotografierst. Dein Vorteil: Du hast alle Einstellungen auf einen Blick und sparst Akkulaufzeit.

Wenn du auf das Livebild des Displays verzichten kannst, sparst du auch Akkuleistung
Wenn du auf das Livebild des Displays verzichten kannst, sparst du auch Akkuleistung

3. Nutze das Fokus-Peaking beim manuellen fokussieren

Der manuelle Fokus liegt voll im Trend! Ich selber fokussiere auch mittlerweile sehr häufig manuell, einfach weil ich so deutlich einfacher den Fokus genau dahin legen möchte wo ich möchte. Damit mir das gelingt, nutze ich das sogenannte „Fokus-Peaking“. Auf Deutsch handelt es sich hier um die Kantenanhebung.

Wenn du sie eingeschaltet hast (geht einfach über die Einstellungen), dann zeigt sie dir an, wo der Fokus liegt. Und zwar hebt sie hierfür einfach die Kanten des Bereiches farblich an. Je stärker diese Kante nun sichtbar gemacht wird, desto schärfer ist auch dieser Bereich, da der Fokus hier liegt.

Die Kantenanhebungsstufe von der Sony Alpha a6300 aktivierst du in den Einstellungen
Die Kantenanhebung von der Sony Alpha a6300 aktivierst du in den Einstellungen

Die Kantenanhebung der Kamera lässt sich individualisieren. So lässt sich einstellen in welcher Farbe die Kanten hervorgehoben werden sollen und auch wie stark.

So gelangst du zu den Einstellungen: Um die Einstellungen für die Kantenanhebung zu verändern, einfach ins Menü, dann auf das Zahnrad und dort den Reiter 2 auswählen. Unten befinden sich die beiden Menüpunkte für das Fokus-Peaking.

4. Die Fokuslupe hilft dir, perfekt zu fokussieren

Egal ob du manuell oder automatisch fokussierst: Die Fokuslupe von der Sony Alpha a6300 hilft dir genau den Punkt zu treffen, den du gerne als Fokuspunkt haben möchtest. Das geniale an ihr ist, dass du vor dem schießen des Fotos die Fokuslupe nutzen kannst um den perfekten Fokus setzen zu können.

Besonders hilfreich ist diese Funktion wenn du manuell fokussierst. Zwar ist die Kantenanhebung eine sehr große Hilfe, aber wer es noch genauer mag, der sollte die Fokuslupe nutzen (oder am besten im Kombination mit der Kantenanhebung). Ich finde diese Funktion so nützlich dass ich sie mir sogar auf eine benutzerdefinierte Taste gelegt habe und so mit einem Tastendruck die Fokuslupe auf meiner Kamera aktivieren kann.

Mein Tipp: In den Einstellungen (Menü – Zahnrad – Reiter 1 – „Fokusvergrößerungszeit“ auf „unbegrenzt“ stellen. Dann springt die Kamera nicht automatisch aus der Vergrößerung, sondern erst auf deinen Knopfdruck oder beim auslösen.

5. Benutzerdefinierte Tasten festlegen und an deine Bedürfnisse anpassen

Eines der Features, welches ich nicht mehr missen möchte bei dieser Kamera ist die Möglichkeit, Tasten selber zu belegen. Die Sony Alpha a6300 hat nämlich einige Tasten, die man frei belegen kann. Das heißt: Auf Knopfdruck wird die Funktion ausgeführt, die du festgelegt hast.

Ich habe zum Beispiel auf der Taste „C1“ (neben dem Auslöser) die Fokuslupe gelegt, damit ich vor dem Auslösen mit einem Tastendruck die Fokuslupe aufrufen/benutzen kann. Das funktioniert natürlich auch mit vielen anderen Funktionen.

Mit Benutzerdefinierten Tasten kannst du auf einfache Weise die Sony Alpha 6300 so anpassen wie du sie haben willst
Mit Benutzerdefinierten Tasten kannst du auf einfache Weise die Sony Alpha 6300 so anpassen wie du sie haben willst

Jetzt fragst du dich mit Sicherheit, welche Funktionen sich alles auf die frei belegbaren Tasten C1 und C2 legen lassen. Nun, dass ist eigentlich ganz einfach. Ich habe dir mal einen Auszug aus der Liste der Funktionen gemacht. Ich nenne nicht alle, da die Liste wirklich sehr lang ist – und somit ist deine Kamera entsprechend flexibel.

Mögliche Nutzung für die benutzerdefinierten Tasten C1+C2

  • Bildfolgemodus
  • Blitzmodus
  • Fokusmodus
  • Fokusfeld
  • Belichtungskorrektur
  • ISO
  • Weißabgleich
  • SteadyShot
  • Fokusvergrößerung (Fokuslupe)
  • Monitor deaktivieren
  • Gitterlinie
  • Kantenanhebungsstufe + Kantenanhebungsfarbe
  • Geräuschlose Aufnahme

Was ich besonders genial an der Sony Alpha a6300 finde ist, dass man auch viele andere Tasten abändern kann. So kannst du zum Beispiel die Nutzung der Richtungstasten deines Steuerrads ändern und die Funktionen dir so legen wie du sie brauchst.

Hier findest du die Einstellungen für die benutzerdefinierten Tasten:

Um die benutzerdefinierten Tasten mit Funktionen belegen zu können, einfach ins Menü gehen, dann das Zahnrad anwählen, dort auf den Reiter 7 und den Punkt „BenutzerKey (Aufn.) auswählen. Dort belegst du die Tasten wie es dir passt im Aufnahmemodus zurecht.

Fazit

Die Sony Alpha a6300 ist nicht nur mein treuer Begleiter, sondern auch mit extrem vielen Funktionen vollgestopft. Allerdings braucht man vieles meiner Meinung nach gar nicht. Ich zum Beispiel habe nicht einmal bisher eine WiFi-Verbindung oder NFC gebraucht, da ich die Bilder später lieber von der Speicherkarte auf den Computer schiebe, statt sie mir aufs Smartphone zu ziehen. Ist vielleicht auf Reisen eine nützliche Funktion, für mich allerdings eher weniger brauchbar. Daher schalte ich den Flugzeugmodus ein, um mehr Akkulaufzeit zu bekommen. Die Fokuslupe dagegen ist eine Funktion, die ich bei der Kamera nicht mehr missen möchte.

Wie siehts mit dir aus? Hast du noch ein paar Tipps für die Sony Alpha 6300 (oder die Geschwistermodelle 6000 und 6500) auf Lager? Schreib sie mir in die Kommentare und hilf anderen Fotografen, ihre Kamera besser kennenlernen und nutzen zu können!

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