3 Tipps zur Lost Place Fotografie

Ändere einfach mal den Blickwinkel auf Motive
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Es ist dunkel, es ist geheimnisvoll, es ist still – ein Lost Place. Ich bin ein großer Fan der Lost Place Fotografie und werde ab und zu gefragt, was ich für Tipps geben kann. Gerade durch meinen Blog und die dazugehörige Fanseite auf Facebook erreiche ich Menschen – aber die Menschen auch mich. Ich möchte hier 3 Tipps zur Lost Place Fotografie geben, die für mich extrem wichtig sind. 3 Tipps, die wichtig für jeden Lost Place Fotografen sein sollten.

Nein, ich gebe keine Tipps wie du dein Equipment transportierst oder wie du schöne Lost Places finden kannst. Ich möchte hier explizit auf die Lost Place Fotografie eingehen. Der Großteil der sogenannten Urbexer gehen in die verlassenen Gebäude rein um schöne Aufnahmen zu erhalten. Verfallene Gebäude, riesengroße leere Fabrikhallen und auch noch eingerichtete Villen. Das sind so die Umgebungen, wenn man an Lost Places denkt. Doch einfach reinzugehen, die Kamera sich vor das Gesicht halten und den Auslöser zu drücken ist zwar ein einfacher Weg Fotos von Lost Places zu bekommen, aber man möchte ja auch schöne Bilder haben, bei denen andere die Augenbrauen hochziehen und sagen: „Wow, ein wirklich schönes Foto“. Hier also meine 3 Lost Place Fotografie Tipps, die ich dir an die Hand geben möchte.

1) In der Ruhe liegt die Kraft

Oftmals ist es so, dass man ein riesiges Gebäude oder eine extrem große Fabrik vor sich hat. Die Tour könnte Stunden dauern. Und an jeder Ecke gibt es praktisch was zu entdecken. Man möchte eigentlich immer schnell weiter und das nächste Motiv suchen, in der Hoffnung „Das perfekte Foto“ zu schießen. Auch wenn es sich um einen Lost Place handelt, es vielleicht manchmal etwas unheimlich sein kann: Nimm dir Zeit. Mach die Augen auf. Schieß mehr als nur ein oder zwei Fotos pro Motiv. Und: Schau dich um. Manchmal übersieht man genau das, was vor einem liegt: Ein schöner Bildausschnitt, ein toller Hintergrund oder ein extrem spannendes Motiv.

Ändere einfach mal den Blickwinkel auf Motive
Ändere einfach mal den Blickwinkel auf Motive

Nimm dir also die Zeit, um nicht nur ein Foto zu machen, sondern gleich mehrere. Und schau auch dann direkt, ob du irgendwie mit dem Hintergrund spielen kannst. Fotografiere nicht nur aus einer Perspektive, sondern gleich aus mehreren. Versuche so viele Bilder wie nötig aus so vielen Perspektiven wie möglich einzufangen. Du wirst später am Computer in deiner Bearbeitungssoftware wie Lightroom erkennen, dass du schöne Bilder geschossen hast – aber eines wird dir dabei immer ins Auge springen.

2) Räume sind schön. Details sind schöner

Wer schonmal in einem Lost Place war, kennt den Anblick leerer Räume. Nehmen wir als Beispiel eine Fabrik: Die Firma hat nichts zurückgelassen, die Räume sind leer. Ich sehe immer wieder in sozialen Netzwerken Fotos von leeren Lagerhallen. Die gehören zwar dazu, sind aber bei weitem nicht die schönsten. Warum? Weil leere Räume gibt es in jedem Lost Place. Such dir ein Detail raus, Beispielsweise eine Wasserleitung, eine Gasleitung oder die Lüftung. Spiele ein wenig mit den Motiven herum. Geh mal näher an ein Motiv und stelle es in den Vordergrund.

Ein Ventil in einem leeren Raum: Ein Detail, welches man fotografieren kann
Ein Ventil in einem leeren Raum: Ein Detail, welches man fotografieren kann

Auch hier gilt: In der Ruhe liegt die Kraft. Einfach sich mal in Ruhe umsehen und nicht gleich einen leeren Raum sehen und sagen „Ein leerer Raum, schnell mittig aufstellen und den Raum in der kompletten Größe einfangen“. Versuche andere Bildausschnitte zu finden. Achte auf Details. Die Schönheit deiner Bilder wird es dir danken – und du dir auch.

3) Regen ist kein schlechtes Wetter

Wie oft hast du dir schon gesagt: „Es regnet, ich gehe heute nicht raus“? Bestimmt häufig oder? Klar: Man selbst wird nass und das Kamera-Equipment ebenfalls. Das Equipment ist ja auch teuer und soll nicht kaputt gehen. Aber hey: Es gibt Kleidung für dich, die dich trocken hält – genau so gibt es auch Zubehör, welches dein Kamera-Equipment trocken hält. Du musst es nur ordentlich schützen. Was ich sagen möchte: Regen ist kein schlechtes Wetter, besonders nicht für die Lost Place Fotografie. Du solltest zwar schon wissen, ob du im Lost Place selber trocken bist, aber eigentlich kannst du mit dem Regen auch in der Bildgestaltung rumspielen und den Regen so für dich nutzen.

Regen ist also kein schlechtes Wetter – ich bin auch schon bei Regen losgerannt und habe Fotos in verlassenen Gebäuden gemacht. In der Regel ist man drinnen sicher vor Regen – und selbst wenn es Pfützen gibt: Nutze sie doch einfach zur Bildgestaltung. Schieb deine Faulheit also nicht auf das schlechte Wetter, sondern auf andere Faktoren – dass du zum Beispiel einfach keine Lust hast. Regen sollte dich nicht daran hintern schöne Fotos von Lost Places zu machen.

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