Start / Fotografie / Mehr Schärfe: Bildstabilisator beim fotografieren mit Stativ ausschalten!

Mehr Schärfe: Bildstabilisator beim fotografieren mit Stativ ausschalten!

Seit längerem fotografiere ich mit meiner Sony SLT-A58 und bin zufrieden. Doch hin und wieder schaue ich mir meine Bilder an und habe bemerkt, dass hier und dort Schärfe fehlt. Ich habe mich auf die Fehlersuche gemacht und einfach mal den Bildstabilisator ausgeschaltet. Eigentlich unlogisch, denn sollte er nicht eigentlich dafür sorgen dass mein Bild stabilisiert und somit auch schärfer wird? Eigentlich ja, doch das macht er nicht immer. In Handbüchern vom Kameras steht, dass wenn man von einem Stativ aus fotografiert, den Bildstabilisator ausschalten soll. Doch warum eigentlich – und bringt es mehr Schärfe?

Um die Bildqualität meiner Fotos zu verbessern habe ich schon immer nach Tipps gesucht. Ein stabileres Stativ, bessere Objektive, eine bessere Kamera – und und und. Alles Tipps, die man ständig im Internet findet. Doch ein Tipp wird nicht häufig gegeben: Wenn du von einem Stativ aus fotografierst, schalte einfach mal deinen Bildstabilisator ab. Eigentlich klingt das unlogisch, denn: Der Bildstabilisator einer DSLR-Kamera (oder auch SLTs und spiegellose Kameras) ist dafür da die leichten Bewegungen auszugleichen und das Bild knackscharf zu machen. Weshalb sollte man ihn dann ausschalten? Ganz einfach: Weil er sich selbst behindert.

Fotografie-Tipp: Schalte den Bildstabilisator deiner DSLR aus!

Mein Tipp gilt natürlich nur wenn du deine Spiegelreflexkamera (oder eben auch deine spiegellose Kamera) auf einem Stativ befestigt hast und von diesem aus fotografierst. Dann steht sich der Stabilisator nämlich nur selber im Weg und holt nicht alles aus der Qualität raus. Und ich sag es dir: Ich habe es selber getestet und ein unfassbares Ergebnis erzielt. Ein mehr als deutlich sichtbares. Ich zeige dir folgend mal ein Beispiel.

Im Schärfe-Vergleich: Mit Bildstabilisator und ohne
Im Schärfe-Vergleich: Mit Bildstabilisator und ohne

Man sieht einen deutlichen unterschied: Auf der linken Seite, das Bild welches mit Bildstabilisator aufgenommen wurde, wirkt leicht verschwommen. Das rechte, ohne Bildstabilisator, ist deutlich schärfer. Du solltest bedenken, dass dies nur ein Bildausschnitt ist und in das Bild reingezoomt wurde. Das heißt, es ist im originalen Bild auf dem ersten Blick nicht zu erkennen. Drucken wir das Bild allerdings in einer großen Größe aus, erkennt man mehr als deutlich die Unschärfe.

Was in der Kamera passiert

Der Bildstabilisator ist eigentlich eine feine Sache: Fotografierst du aus der Hand heraus, kannst du deinen Körper nicht so exakt stillhalten wie es ein Stativ kann. Es kommt zu kleinsten Bewegungen, die vom Stabilisator in deiner DSLR oder spiegellosen Kamera ausgeglichen werden. Soweit so gut. Doch wird die Kamera auf einem Stativ geschraubt, erkennt der Stabilisator keine Bewegungen mehr. Und nun greift das Problem, dass die kleinen Gyroskop-Sensoren immer noch feinste Bewegungen machen. Sogenannte „Signalschwankungen“. Und das obwohl die Kamera komplett ruhig steht.

Es ist eine Art „Idle-Zustand“ der nun herrscht. Die Sensoren bekommen keine Anweisungen und geben so kleine Bewegungen von sich, bis sie wieder zum Einsatz kommen. Und diese Bewegungen sehen wir hinterher in den Bildern – zumindest wenn man in das Bild zoomt und sich die Details mal genauer anschaut.

Also: Bildstabilisator aus wenn du mit einem Stativ fotografierst

Für mich gilt seit neustem also: Bildstabilisator aus wenn ich mit einem Stativ fotografiere. Das sollte es für dich auch, wenn du auf Details und auf Schärfe wert legst. Ich kann dir nur empfehlen: Befasse dich mit deiner Kamera. Die einen haben nämlich den Stabilisator in der Kamera (wie meine Sony SLT-A58) und einige nutzen die der Objektive. Schau nach, wie du die Stabilisation vor deiner nächsten Tour ausschaltest und hol noch mehr aus der Qualität deiner Fotos heraus!

Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie - alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

Schau mal hier

5 Dinge, die ich an der Fotografie liebe!

Es gibt tausende Gründe, warum man fotografiert und jeder Fotograf hat seine eigenen. Egal ob …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

LERNE BESSER ZU FOTOGRAFIEREN!

Abonniere meinen kostenlosen Newsletter und erhalte als Dankeschön ein eBook mit 8 wertvollen Tipps, wie du bessere Fotos machst!

Ich verschicke keinen Spam und gebe deine Daten nicht an Dritte!