Wenig bis kein rauschen in der Fotografie: So geht’s!

Starkes Bildrauschen: Sieht unangenehm aus - hätte besser sein können
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Die Fotografie ist ein umfangreiches Thema und immer wieder sehe ich Bilder, die einfach schnell geschossen wurden. Natürlich ist das kein Problem, allerdings sollte man sich, wenn man Spaß an der Fotografie hat, auch mit der Thematik auseinandersetzen. Ein Thema ist zum Beispiel das Bildrauschen. Das kennen wir alle: Eine dunkle Umgebung, schnell den ISO-Wert hochdrehen und schon gibt hat man ein ordentliches Bild, oder? Falsch. Denn dann kommt das ISO-Rauschen.

Wir stören uns alle am ISO-Rauschen, auch als Bildrauschen bekannt. Wir wollen klare scharfe Fotos. Knackig. Mit tollen Farben. Aber das muss man erst einmal können. Das Rauschen ist gerade bei Anfängern ein Problem – auch ich hatte das Problem, habe mich mit der Materie auseinandergesetzt und weiß nun, wie ich es schaffe, Fotos zu schießen ohne dass ich ein Rauschen auf bzw. in den Bildern habe.

Je höher der ISO-Wert, desto mehr Rauschen bekommst du

Du solltest dir generell merken, dass du mehr rauschen im Bild bekommst, wenn du den ISO-Wert hoch drehst. Aus diesem Grund fotografiere ich Grundsätzlich mit ISO 100. Leider fängt meine Sony SLT-A58 recht schnell an zu rauschen, weswegen ich den ISO-Wert eigentlich immer auf 100 lasse. Das führt zwar zu einer längeren Belichtungszeit, aber damit habe ich wirklich gar kein Problem. Ich habe ja schließlich ein Stativ immer bei mir, mit dem ich Problemlos längere Belichtungen fahren kann, ohne ein verwackeltes Bild zu bekommen. Gerade in schlecht beleuchteten Umgebungen wie Lost Places ist ein Stativ Gold wert.

Jede Kamera ist aber unterschiedlich und du solltest einfach mal schauen, ab wann deine Kamera mit dem Rauschen anfängt. Es gibt Kameras, die locker einen ISO-Wert von 3200 aushalten ohne zu rauschen. Bestimmt gibt es auch Kameras, die darüber hinaus auch keine Probleme haben. Wer allerdings so wie ich ein Einsteiger-Modell hat, der hat meistens das Problem, dass schon bei deutlich geringeren ISO-Werten das Bildrauschen anfängt.

Hier kann man auch recht schnell wieder auf den Automatik-Modus einer jeden Kamera zu sprechen kommen. Eigentlich ist er ja erst einmal nichts schlechtes, denn die Kamera ist immer Bereit zum fotografieren. Einstellen muss ich nichts. Also auch nicht nachdenken. Das Problem: Ist die Umgebung zu dunkel, stellt die Kamera automatisch den ISO-Wert höher um den Sensor der Kamera empfindlicher für Licht zu machen. Und wie wir gerade schon gelernt haben: Je höher der ISO-Wert, desto mehr nimmt das rauschen auch zu. Es empfiehlt sich also, sich einfach mal hinzusetzen und die Kameraautomatik abzuschalten – stattdessen lieber in den automatischen Modus zu schalten und sich an den einzelnen Werten zu orientieren. Du wirst sehen: Mit ein wenig Übung wird die Qualität deiner Fotos immer besser.

Starkes Bildrauschen: Sieht unangenehm aus - hätte besser sein können
Starkes Bildrauschen: Sieht unangenehm aus – hätte besser sein können

Lieber ein Bild haben als kein Bild haben

Eine tolle Fotografen-Weisheit wie ich finde. Stell dir mal vor, du bist gezwungen, den ISO höher zu stellen um überhaupt ein Bild schießen zu können. Du hast kein Kamerastativ dabei, heißt auf eine Langzeitbelichtung kannst du auch nicht setzen. Aber vor dir macht sich das krasseste Motiv auf was du je gesehen hast. Was dann? Lieber kein Foto schießen weil du ja Bildrauschen haben könntest? Falsch! Stell den ISO ruhig höher. Denn: Lieber ein Bild haben als kein Bild haben!

Eigentlich ist das ISO-Rauschen (oder auch „Bildrauschen“) nichts schlimmes. Es stört nur ein wenig. Aber wenn man keine andere Möglichkeit hat, dann nutzt man das halt. Ich finde es nicht weiter schlimm. Ich schaue mir tausendmal lieber ein Foto mit ISO-Rauschen an, statt ein verwackeltes und unscharfes Bild, welches zustande gekommen ist weil man den ISO-Wert nicht hochdrehen wollte, stattdessen die Belichtung zu hoch eingestellt hat und ein unscharfes Bild in Kauf genommen hat.

Ein Lichtstarkes Objektiv kann helfen!

Helfen kann dir auch ein Lichtstarkes Objektiv. Gehen wir mal davon aus, dass du mit einem Kit-Objektiv fotografierst. Diese haben meistens eine Blende die maximal geöffnet bei 3,5 liegt. Das ist kein schlechter Wert, aber natürlich geht es noch besser. Ein Festbrennweiten-Objektiv ist oftmals gar nicht teuer und bietet oft auch eine sehr weit geöffnete Blende. Beispiel: Von Sony gibt es eins für rund 150 Euro, 1,8er Blende, 50mm Festbrennweite.

Da die Blende extrem geöffnet ist, kann auch mehr Licht auf den Sensor gelangen. Heißt: Der ISO kann ruhig weit unten bleiben, die Verschlusszeit verkürzt sich im Vergleich zu einem Objektiv mit 3,5er Blende. Weil ja eben mehr Licht auf den Sensor gelangen kann. Falls du dir also mal ein neues Objektiv zulegen willst, empfehle ich ein Festbrennweiten-Objektiv mit einer möglichst weit geöffneten Blende. Da wirst du auf deinen Lost Places-Touren definitiv sehr viel Spaß mit haben!

Bildrauschen nachträglich entfernen?

Es gibt unzählige Programme und auch viele Plugins für Photoshop oder Lightroom, die sich damit beschäftigen das ISO-Rauschen nachträglich zu entfernen. Dadurch dass das Bild ja schon geschossen wurde und der Sensor ja auch entsprechend Eingestellt war, geht das nur begrenzt. Selbst wenn wir in RAW fotografieren, bedeutet dass ja nicht, dass wir alle Einstellungen noch ändern können. Das Foto ist ja bereits im Kasten. Ich werde bei Zeiten mal die ein oder andere Software ausprobieren und hier im Blog vorstellen, wie man das Rauschen noch nachträglich aus Bildern entfernen kann.

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