Barcelona erleben: 3 Tage quer durch Barcelona

Sehenswürdigkeit in Barcelona: Der Park Güell von Antoni Gaudi
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Ich musste mal raus, das hatte ich angekündigt. Gesagt, getan: Also ging es für ein paar Tage nach Barcelona. 3 Tage um genau zu sein, am 4 Tag ging es dann wieder zurück – leider. Denn: Bei meiner Abreise aus Deutschland war das Wetter in Deutschland echt mies: Kalt und regen. Überhaupt nicht mein Fall. Und in Barcelona sollte es sich dann nicht großartig ändern, nur waren die Temperaturen ein wenig angenehmer. Laut Vorhersage sollte es viel regnen aber dafür sollten die Temperaturen durchschnittlich zwischen 16-20 Grad liegen. Und wärmer war es auch. Das Glück spielte mit und ich hab gar nicht mal so viel Regen abbekommen wie es vorhergesagt war.

Auf die Wettervorhersagen kann man sich also auch nicht mehr verlassen. Zum Glück! Denn es zwar angenehm warm, Regen gab es dafür meistens nur Nachts. Tagsüber war es öfters Trocken, auch wenn es bewölkt war und die Sonne sich nur ab und zu zeigte. Das war mir aber egal: Endlich in Barcelona, endlich eine andere Stadt, endlich mal ein kompletter Tapetenwechsel. Da ich die Stadt Barcelona erkunden wollte, habe ich mir ein Hotel ausgesucht, welches wirklich zentral gelegen war: Das Novotel Barcelona City. Wer ein wenig Fit ist, kann wirklich alles von diesem Hotel aus zu Fuß erreichen. Und das war auch mein Plan: Möglichst viel zu Fuß erreichen, die Stadt sehen, die Stadt erkunden. Und ich habe es durchgezogen: 2 Tage hintereinander 27 Kilometer gelaufen, der dritte Tag war mit 20 Kilometern auch nicht wenig.

Der erste Tag in Barcelona: Sagrada Familia & Strand

Nach der Landung am Airport Barcelona direkt ein Taxi geschnappt und zum Hotel gefahren. Leider musste ich hier feststellen dass mein Zimmer noch nicht fertig war, trotzdem konnte ich aber schon einchecken und mein Gepäck abgeben. Das Novotel Barcelona City ist wirklich eine Empfehlung. Es liegt wirklich gut, der Service ist ebenfalls gut, genau so wie die Qualität der Speisen (Frühstück + Room Service). Und wenn man Glück hat, hat man auch noch eine grandiose Aussicht über Barcelona – so wie ich. Ich durfte im 12. Stockwerk übernachten und konnte einfach mal über ganz Barcelona blicken.

Die bekannte Sagrada Familia in Barcelona
Die bekannte Sagrada Familia in Barcelona

Nachdem ich das Gepäck abgegeben hatte habe ich mich zur Sagrada Familia gemacht. Man konnte sie vom Hotel aus sehen, also habe ich spontan entschlossen zu ihr zu wandern. Weit war es auch nicht weg. Die Sagrada Familia ist eine römisch-katholische Basilika, die im Stil des Modernisme erbaut wurde. 1882 wurde ihr Bau begonnen, noch heute ist der Bau der Sagrada Familia unvollendet. Architekt war Antoni Gaudi, ein spanischer Architekt. Wenn man vor der Sagrada Familia steht, wirkt das Gebäude wirklich imposant. Es ist nicht nur riesig, sondern hat auch einen eigenen Stil. Wirklich großartig sie Live zu sehen.

Anschließend ging es wieder zurück zum Hotel, kurz das Zimmer anschauen, kurz frisch machen und direkt wieder raus. Das Wetter lies es ja zu. Und ich bin ja auch nicht nach Barcelona gereist um auf dem Hotelzimmer zu bleiben. Für mich ging es direkt zum Meer. Ich wollte den Strand und das Meer sehen – das zieht mich irgendwie immer magisch an. Also ab zum Meer, welches ich vom Hotelzimmer aus vorher sehen konnte – und mich dann ohne Karte auf dem Weg gemacht habe. Die braucht man in Barcelona aber auch nicht, da die Stadt wirklich einfach angeordnet ist.

Endlich mal wieder Meer sehen: Der Strand von Barcelona
Endlich mal wieder Meer sehen: Der Strand von Barcelona

Der zweite Tag in Barcelona: Port Vell, La Rambla & Tibidabo

Am zweiten Tag bin ich morgens wieder direkt in Richtung Meer, diesmal aber mit dem Ziel, den bekannten Port Vell zu sehen, einen Yachthafen von Barcelona. Port Vell ist aber nicht nur einfach ein Yachthafen, sondern handelt es sich bei diesem Hafen um den alten Hafen von Barcelona. Mittlerweile hat man einen deutlich größeren. Im Hafen befindet sich ein kleines Einkaufszentrum, wo man sich nicht nur stärken, sondern auch noch neu ausstatten kann. Es liegt auf einer kleinen Halbinsel, die man über eine Holzbrücke erreicht – die sogenannte Rambla del Mar.

Die Rambla del Mar - eine Holzbrücke im Port Vell
Die Rambla del Mar – eine Holzbrücke im Port Vell

Vom Port Vell ging es dann weiter für mich auf die La Rambla, die wohl bekannteste Flaniermeile von ganz Barcelona. Sie verläuft vom Hafen aus rund 1,2 Kilometer zum Placa de Catalunya. Auf der La Rambla findet man nicht nur viele „fliegende Händler“, sondern auch sehr viele Souvenir-Shops. Praktisch die ganze Meile entlang. Mir wurde gesagt, dass man auf der La Rambla nicht auf die scheinbar günstigen Essens-Angebote reinfallen soll. So ist das Essen zwar günstig, eine Cola kostet hier aber schnell mal 15 Euro und mehr. Also: Falls ihr in Barcelona seid, lieber die Finger weg vom Essen auf der La Rambla!

Anschließend ging es für mich zum Tibidabo. Eigentlich wollte ich hier mit der Standseilbahn fahren, die aber leider schon geschlossen hatte. Also bin ich mit dem Taxi hochgefahren. Ich bin froh dass ich mich nicht entschieden habe den Fußweg anzutreten, weil es schon wirklich eine enorme Strecke ist. Ich weiß nicht wie lange ich für den Aufstieg gebraucht hätte. Oben auf dem Tibidabo, welcher übrigens als „Hausberg von Barcelona“ bezeichnet wird, befindet sich ein kleiner Freizeitpark. So nenne ich ihn mal. Er nennt sich Parque d’Atraccions und bietet ein Mini-Riesenrad und ein paar weitere Attraktionen. Es ist schon lustig einen solch kleinen „Freizeitpark“ zu sehen – mitten auf einem Berg. Weiterhin steht eine Basilika auf dem Tibidabo. Die „Sagrada Corazón“ sieht so erhaben aus – und steht dann auch noch auf einem so hohen Berg mit einer so fantastischen Aussicht.. Das muss man einfach gesehen haben wenn man in Barcelona ist. Vom Tibidabo ist die Aussicht über Barcelona wirklich sensationell – wenn man nicht so ein Wetter hat wie ich. Ich hatte nämlich das große Glück, dass es sich während meiner Fahrt nach oben ziemlich zugezogen hat – und es somit ziemlich neblig war. Anschließend ging es zu Fuß den Berg runter. Ein schöner Fußmarsch, der nicht nur Kraft kostet, sondern auch viel Zeit. Aber das war mir egal, ich war ja nicht auf der Flucht. Und während des gesamten Fußmarsches hat man eine schöne Aussicht auf Barcelona.

Am ditten Tag ging es in den Park Güell und ins Barri Gotic

Der dritte Tag stand an. Als erstes machte ich mich auf den Weg zur La Rambla um sie runter in den Port Vell zu laufen. Ich wollte auf dem Weg Souvenirs für Familie und Freunde mitbringen. Nachdem das erledigt war, ging es dann mit dem Taxi zum Park Güell. Er wurde von Antoni Gaudi erschaffen (zwischen 1900-1914). Es gibt dort nicht nur eine tolle Aussicht über Barcelona, sondern ist der Park generell schön. Er bietet viel Platz zum spazieren gehen mit seiner Flora. Der Mittelpunkt wird vom Hauptplatz, auch „La Placa“ genannt. Er ist eigentlich auch die Hauptattraktion. Rings um den La Placa ist eine wellenförmige Begrenzung, die mit kleinen Keramiksteinen überzogen ist. Davon sieht man im Park Güell sowieso viel, auch die sogenannten „Zuckergusshäuschen“, die am Eingang vom Park Güell stehen. Der Eintritt in den Park selber ist Frei, wer aber auf den Hauptplatz und in wenige andere Bereiche des Parks kommen möchte, muss ein Ticket kaufen. Das liegt pro Person bei 8 Euro.

Sehenswürdigkeit in Barcelona: Der Park Güell von Antoni Gaudi
Sehenswürdigkeit in Barcelona: Der Park Güell von Antoni Gaudi

Nachdem ich den Park besichtigt habe, ging es dann für mich ins Barri Gotic, dem gotischem Viertel von Barcelona. Das stand noch als letzter Punkt auf meiner Liste, was ich gesehen haben muss. Viel Zeit blieb mir ja auch nicht mehr, am nächsten Tag sollte es ja auch schon wieder ins kalte Deutschland gehen. Also ab ins Barri Gotic, einem wirklich wunderschönen Viertel von Barcelona. Die „La Catedral“, also die gotische Kathedrale, ist hier scheinbar der beliebteste Ausgangspunkt. Denn dort fand man eigentlich die meisten Menschen. Aber eigentlich wollt ich das ganze Viertel sehen – und habe mich mal wieder zu Fuß aufgemacht und das Viertel entdeckt. Das schöne am Barri Gotic ist, dass es wirklich noch alt aussieht. Es ist übrigens das älteste Stadtviertel von Barcelona – was man auch direkt glaubt. Kleine Gassen, ältere Gebäude – genau so stellt man sich ein solches Viertel vor. 

Barcelona ist definitiv eine Reise wert

Ich find Barcelona schön. Das Wetter hätte deutlich besser sein können, aber man kann ja auch bekanntlich nicht alles haben. Ich fand es einfach mich dort zurecht zu finden, schwerer fand ich es Fotos zu schießen. Die Reisefotografie ist eine völlig neue Welt für mich, die mir aber sehr viel Spaß macht und ich auch weitere male reisen möchte um noch andere Städte zu entdecken und auf Bildern festzuhalten. Ein Erlebnis also, welches ich dringend wiederholen möchte.

[ngg_images source="galleries" container_ids="27" display_type="photocrati-nextgen_basic_imagebrowser" ajax_pagination="0" order_by="sortorder" order_direction="ASC" returns="included" maximum_entity_count="500"]Ich kann Barcelona wirklich nur empfehlen. Es ist eine wunderschöne Stadt mit verschiedenen Seiten: Moderne Architektur, Touristen-Attraktionen aber eben auch mit dem Barri Gotic ein Viertel welches dich eine Art Zeitreise machen lässt. Die 3 Tage haben sich wirklich gelohnt, wer mehr als die von mir aufgeführten Sehenswürdigkeiten sehen möchte, muss länger nach Barcelona fahren oder sich nicht so viel Zeit lassen wie ich. Aber abhetzen wollte ich mich ja auch nicht. Und es war bestimmt nicht das letzte mal dass ich in Barcelona war!

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