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Fabrikgebäude für Präzisionsteile aus Metall in Wuppertal

Einen gar nicht so kleinen Lost Place konnten wir in Wuppertal finden. Zwar recht groß, dafür recht unspektakulär. Aber so ist es eben manchmal. Hier war eine Firma, die leider heute nicht mehr existiert. Sie hat Präzisionsteile aus Metall hergestellt, geriet aber in finanzielle Schieflage und musste die Pforten schließen. Heute stehen die Gebäude leer. Wirklich leer. Und leider sieht man auch sehr viel Graffiti und sehr viel Müll in diesem Lost Place in Wuppertal.

Wuppertal, eigentlich eine schöne Stadt. Aber es gibt auch Ecken und Kanten. Das haben aber alle Städte. Eine dieser Ecken ist dieses leerstehende Gebäude bzw. dieses verlassene Gelände. Früher wurden hier von einer Firma Präzisionsteile aus Metall hergestellt, heute sind die Hallen leer. Das einzige was sich darin befindet ist Staub, Dreck, Müll, Graffiti und ein wenig Natur, denn so langsam aber sicher holt sich die Natur das Gelände zurück.

Auf den ersten Blick sah es eigentlich recht interessant aus, bei unserer Tour mussten wir dann leider feststellen dass dieser Lost Place in Wuppertal wirklich unspektakulär ist. Leere Hallen, wenig was man fotografieren könnte. Und leider zu viel Graffiti. Aber so ist das nunmal eben beim Urbexen: Manchmal hat man wirkliche Schmuckstücke dabei, manchmal bekommt man eben solche Lost Places.

Die Firma stelle wie schon erwähnt Präzisionsteile aus Metall her, geriet dann aber in eine Schieflage. Die Finanzen waren nicht mehr so prächtig. Man entließ Mitarbeiter und hat dann nur noch auf Sparflamme produziert. Auch Pläne, das Unternehmen zu retten und wieder besser dastehen zu lassen, scheiterten. Letztlich wurden Gebäude, Maschinen, Lagerbestände, Material und Mitarbeiter von einer anderen Firma übernommen, der es scheinbar finanziell deutlich besser ging – und die Produktion wurde erst einmal fortgeführt. Funktioniert hat das aber nicht wirklich lange. Dazu kam dann noch ein Streit zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung. Heute stehen die Hallen dieser Metallverarbeitungsfirma leer.

Als wir in diesem Gebäude waren, kam es uns vor als wären wir nicht alleine. Wir haben zuerst eine Begehung gemacht um zu schauen, ob wir alleine sind. Erst einmal umschauen – dass machen wir öfters. Gerade bei größeren Gebäuden kann es vom Vorteil sein, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen, bevor es dann auf Foto-Tour geht. In den oberen Etagen angekommen hörten wir von unten dumpfe und laute Geräusche. Schnell also alles wieder eingepackt und in Richtung runter gemacht. Vorzufinden war aber niemand. Letztlich haben wir die Geräusche häufiger gehört, konnten aber keine Quelle dafür finden. Ein wenig unheimlich, es könnten aber auch Geräusche aus der Umgebung gewesen sein, die einfach nur gehallt haben. Genau wissen tut man es nicht. Ich will jetzt nicht von Geistern oder so anfangen, an sowas glaube ich nicht. Aber eine Quelle haben wir eben nicht gefunden – und unser Equipment wurde drei mal aus- und wieder eingepackt. Nur so eine kleine Info von mir am Rande.

Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie - alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

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8 Kommentare

  1. kann man da noch hin?

  2. Meiner Meinung nach, ist dein Vorgehen ziemlich egoistisch, nicht jeder hat die Zeit, permanent nach lost places zu suchen, sondern geht z.B. einem Job nach.
    Da wäre es schon sehr hilfreich und solidarisch, mit anderen Menschen seine „Infos“ zu teilen. Zumal du wahrscheinlich auch nicht der einzige bist, der diesen Ort betreten darf.

    • Hey Sam,

      jaja, egoistisch. Mit Sicherheit nicht. Ich halte mich nur an den Urbexer-Codex, welcher besagt dass man keine Locations öffentlich im Internet preisgibt und auch nicht an fremde gibt. Weißt du warum man das macht? Aus einem einfachen Grund: Zum Schutz vor Vandalismus. Stell dir mal vor, ich würde alle Adressen von Lost Places hier auf meinem Blog veröffentlichen. Ich wüsste doch gar nicht wer die Adressen bekommt und was er dort anstellen will. Und dann kommt es auf kurz oder lang dazu, dass Spinner an die Adressen gelangen, die sich nur austoben möchten. Und Vandalismus ist mit Sicherheit nicht das, was ich fördern möchte.

      Also bitte, nenn mich nicht egoistisch, sondern sieh einfach den Fakten ins Auge, dass wenn man ein Hobby hat, dieses auch neben seinen Job nachgehen kann. Man muss ja keine 24 Stunden am Tag nach Lost Places suchen. Das ganze hat nichts mit egoistisch oder Solidarität zu tun.

      Gruß,
      Christian

      • Hey Christian…
        Also ich finde das Gut keine Adressen weiterzugeben …. bin zwar kein Urbexer aber ich kenne ein paar und habe dadurch auch schon einige Lost Places gesehen und dort Bilder gemacht … was man da teilweise an unsinniger zerstörung vorfindet spottet jeder Beschreibung ….. finde die Seite im übrigen klasse mach weiter so

        • Hey,

          danke für das Lob 🙂 Ja, ich werde genau so weitermachen wie bisher. Es sind zwar einige neue und coole Dinge geplant, aber die immer mit der Zeit 😉
          Und jep, ich halte mich an den Urbexer-Codex, auch wenn es für viele blöd klingt.

          Gruß,
          Christian

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