Start / Objekte / Industrie / Fabriken / Steinkohlebergwerk im Ruhrgebiet

Steinkohlebergwerk im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet steht für Industrie und wird häufig auch „Revier“, „Pott“ oder auch „Kohlenpott“ genannt. Kohlenpott daher, weil das Ruhrgebiet nicht nur für Industrie bekannt ist, sondern auch für den Steinkohle. Nirgends gab es so viele Bergwerke und Schächte wie im Ruhrgebiet – von denen heute kaum noch etwas übrig ist. Der Steinkohleabbau ist nicht mehr wirtschaftlich und auch die letzte Zeche wird in den kommenden Jahren schließen. Kein Wunder, dass so viele Zechen verlassen sind und Fotografen als Lost Places dienen.

Für mich war es der erste Ausflug in eine verlassene Zeche, wie die Steinkohlebergwerke auch genannt werden. Bei meinen Recherchen über die Bergwerke habe ich viele neue Dinge erfahren, wie zum Beispiel dass Steinkohle nicht nur Untertage, sondern auch im Tagebau abgebaut wird. Aber genug davon. Wer sich für den Abbau von Steinkohle interessiert, der kann ja selber mal im Internet recherchieren.

Für mich war es also der erste Ausflug und die erste Foto-Tour in einem verlassenem Bergwerk. Und das obwohl ich direkt am Ruhrgebiet wohne! Jetzt hatte es mich aber auch mal gelockt und ich musste mir endlich selber ein verlassenes Bergwerk ansehen. Untertage gelangt man nicht mehr, denn die Gruben und Schächte sind mit Kies gefüllt worden, was natürlich sicherer ist. Die verlassene Zeche die ich mir angesehen habe liegt mitten im Ruhrgebiet und war das letzte fördernde Steinkohlebergwerk in der Umgebung.

Die Zeche ging 1910 in Betrieb, 1912 wurde eine Kokerei in Betrieb genommen. Nach nur wenigen Jahren wurde eine jährliche Förderung von über 1 Millionen Tonnen Steinkohle überschritten und somit galt die Schachtanlage als wirtschaftlich und auch als vielversprechend. Später dann, nach dem zweiten Weltkrieg wurde dieser Schacht dann einer anderen Zeche angeschlossen und lief nicht mehr Eigenständig. Es wurde ein sogenannter Außenschacht und zählte somit zu einem anderen Steinkohlebergwerk mit einem anderen Besitzer. Und so ging er dann 1949 in Betrieb und man förderte weiterhin Steinkohle.

Dieses Bergwerk bzw. dieser Schacht wechselte über die Jahre mehrfach den Besitzer, doch tat immer das gleiche: Abbau von Gaskohle und Fettkohle, zwei Bestandteile von Steinkohle. Trotz dass es hieß dass diese Zeche im Ruhrgebiet wirtschaftlich ist, wurde die Zeche mit ihren Nebenzechen 2008 geschlossen. Dort wurde dann der letzte Wagen Kohle zutage gebracht. Heute ist die Zeche verlassen und wird langsam von der Natur wieder eingenommen. Es waren auch schon Vandalen vor Ort, die sich verewigt haben – traurig und schade. Leider ist das Bergwerk auch recht Dicht, so dass man nicht mehr in die Gebäude reinkommt teilweise. Und diejenigen die zugänglich sind, sind leider schon extrem runtergekommen und voll mit Graffiti.

Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie - alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

Schau mal hier

12 Lost Places auf Santorini: Verlassene Orte im Urlaubsparadies

Santorini ist eine tolle Urlaubsinsel, die nicht nur schöne Fotolocations in Form von blauen Kuppeln …

8 Kommentare

  1. Hallo Christian, könntest du evtl. verraten wo sich dieser Lost Place befindet? Lg Jan

  2. gottesfrau71@gmx.de

    hallo Christian
    das ist schade mache grade mit einer Freundin Fotos und suchen Locations wo wie alleine wären
    lg Patricia

    • Hey Patricia,

      sorry, aber da musst du wohl weitersuchen 😉 Adressen habe ich nämlich noch nie rausgegeben 🙂

      Grüße,
      Christian

      • Und genau das macht dein Blog zu einer Seite die ich das erste und letzte mal besucht habe. Schade 🙁 Denn dein Blog ist eigentlich gut. Leicht egomanisches verhalten. ^^

        • Hey Zigeunerkind,

          schade dass du meinen Blog nicht mehr besuchst, aber was solls.
          Es gibt einen Urbexer-Codex, der besagt dass man Locations nicht rausgibt. Und das finde ich gut. Wenn du ihn nicht gut findest, dann ist das dein Ding. Mir aber Egomanie vorzuwerfen und mir somit vorzuwerfen ich würde mich in den Mittelpunkt stellen wollen, kann ich so nicht stehen lassen. Nur weil ich hier kein Verzeichnis anbiete, in dem du alle Adressen findest, ist das nicht egomanisch, sondern Szenen-Freundlich. Die Recherche von verlassenen Orten gehört genauso dazu wie das aufsuchen und das fotografieren. Wenn du keine eigenen Locations findest, ist das nicht mein Problem welches es zu lösen gilt.

          Einfach sich nur an den Adressen anderer bedienen zu wollen ist als Urbexer eine völlig falsche Einstellung.

          Gruß,
          Christian

          • Hallo Christian,

            im Gegensatz zum Zigeunerkind werde ich deinen Blog jetzt häufiger besuchen. Deine Einstellung gefällt mir, auch wenn das bei einzelnen wohl leider auf taube Ohren stößt.
            Unabhängig davon, dass das der Urbexer Kodex ist, wäre es sicherlich leichter, sich mehr Follower anzueignen, und die Adressen rauszugeben.

            Lass dich nicht unterkriegen – weiter so!

          • Hey Anton,

            danke für dein nettes Kommentar! 🙂 Die Follower-Zahlen interessieren mich gar nicht wirklich. Okay, man schaut schon gerne drauf und man freut sich auch über jeden einzelnen, aber wichtiger ist für mich das Hobby selber und dass ich mit meinem Blog zwei leidenschaftliche Hobbys miteinander verbinden kann 🙂

            Natürlich könnt ich durch das einfache rausgeben von Adressen meine Follower-Zahlen explodieren lassen, aber dann wäre ich weder ein richtiger Urbexer, noch ein verantwortungsvoller Mensch. Für mich steht das Hobby im Vordergrund, inklusive allem was dazu gehört, wie Recherche, Suche, etc.

            Grüße,
            Christian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

LOST-PLACE.ORG NEWSLETTER

Du stehst auf verlassene Gebäude und Fotografie? Abonniere meinen Newsletter und bleibe immer auf dem neusten Stand!

Ich verschicke keinen Spam und gebe deine Daten nicht an Dritte!