Preventorium Dolhain: Ein verlassenes Sanatorium

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Unsere Reise verschlägt uns in den Westen. Genauer gesagt nach Belgien, dort wo man sowieso schöne verlassene Orte findet. Auf unserer Tour stehen ein paar Locations, das verlassene Sanatorium Dolhain ist eines davon. Wir nähern uns dem Objekt und sehen schon von weitem, dass es deutlich bessere Tage gesehen hat: Eingeschlagene Scheiben, die Mauern sind vollgesprüht und an vielen Orten zeigt sich schon wieder die Natur, die versucht das Gebäude zu erobern.

Eigentlich schade, dass das verlassene Sanatorium Dolhain hat eine wirklich schöne Form. Es ist langgezogen und hat an einer Seite eine große Fensterfront, die viel Licht reinlässt. Generell gibt es viel Licht im Sanatorium Dolhain, welches unter verschiedenen Namen zu finden ist. Zum Beispiel als unter den Namen „Preventorium Dolhain“. Da es sich hierbei um ein Preventorium handelt, wurden keine erkrankten Menschen hier aufgenommen, sondern nur Menschen, die aus Familien kamen, in denen es bekannte TBC-Fälle gab, bei denen sich selber aber noch keine Symptome der Infektion gezeigt hatten. Sie wurden Präventiv aufgenommen, um die körpereigene Widerstandskraft zu erhöhen.

Heute erinnert nur noch wenig an den damals laufenden Betrieb. In den 1950ern wurde das Preventorium Dolhain erbaut. 1955 wurde der Betrieb aufgenommen, wurde aber in den 1980ern wieder beendet. Zu seinen besten Zeiten hatte der heute verlassene Ort insgesamt 150 Betten. Nachdem man das Preventorium in Dolhain geschlossen hatte, hatte man das Gebäude genutzt um es Künstlern als Atelier zur Verfügung zu stellen. Es wurde ebenfalls überlegt, ob man das Gebäude nicht wieder saniert und exklusive Loft-Wohnungen erschafft. Die Lage wäre Ideal meiner Meinung nach. Bislang wurden aber noch keine Pläne umgesetzt.

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Aber nicht nur innen ist es schön. Auch außerhalb – wenn man es so sagen kann. Als wir im Preventorium Dolhain waren, konnte man auch auf die ehemaligen Balkons des Gebäudes, sogar aufs Dach. Gerade bei schönem Wetter bekommt man hier eine wunderschöne Aussicht ins Grüne – denn das Sanatorium Dolhain (ein Preventorium ist eine Sonderform eines Sanatoriums, daher sind beide Bezeichnungen richtig), liegt inmitten einer grünen Idylle, abseits von Stress und Lärm!

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8 Kommentare
  1. Anna Behrend schreibt:

    Hey, deine Seite ist ja echt super, hättest du einen Tipp für mich, ich such verlassene Gebäude in der Nähe von Münster. Liebe Grüße

    1. Christian schreibt:

      Hey Anna,

      sorry, aber Locations gebe ich keine raus.

      Grüße,
      Christian

  2. Yann schreibt:

    Hey,

    ich komme aus Eupen, das liegt circa 10 Minuten mit dem Auto von Dolhain und plane momentan einen kleinen Schülerfilm. Das Preventorium wäre dafür perfekt und daher wollte ich mal fragen, ob man sich an eine Person wenden muss, um es betreten zu dürfen. Ich habe nämlich wirklich keine Lust da irgendwelche Probleme zu bekommen..

    Danke im Vorraus,
    Yann

    1. Christian schreibt:

      Hallo Yann,

      kann ich dir leider nicht sagen, weil ich es nicht weiß.

      Grüße,
      Christian

  3. Brini schreibt:

    Hallo Christian, ich finde deinen Blog so super !!! vor allem auch weil ich selber eine Sony Alpha 58 besitze 😉 im Sommer werde ich mal einen Ausflug nach Beelitz zu den Heilstätten starten und wollte fragen ob du vielleicht ein paar Fotografie-Tipps (Einstellungen an der Kamera….) für mich als Anfängerin hättest was das fotografieren in Räumen betrifft? Das wäre echt fein 😀 liebe Grüße aus Bayern

    1. Christian schreibt:

      Hey Brini,

      für Innenräume empfehle ich immer ein Weitwinkel-Objektiv. Ist zwar recht teuer für den Anfang, aber du bekommst in engen Räumen mehr aufs Bild. Ich benutze dafür das Sigma 10-20mm F3.5 und kann dieses Objektiv nur empfehlen. Der zweite Tipp wäre, ein Stativ zu benutzen. In Innenräumen ist die Lichtsituation meistens recht bescheiden, weshalb du entweder mit Offenblende oder langer Verschlusszeit arbeiten musst. Ich arbeite lieber mit einer längeren Verschlusszeit und habe dafür die volle Schärfe einer weiter geschlossenen Blende (Stichwort: Randunschärfe).

      Am besten versuchst du den manuellen Modus zu beherrschen, dann triffst du alle Einstellungen deiner Kamera manuell. Meine Tipp:
      – Blende ein wenig schließen (F8 eignet sich immer ganz gut!) wegen der Randunschärfe vieler Objektive
      – Verschlusszeit erhöhen (dank Stativ kein Problem!)
      – Weitwinkel-Objektiv benutzen

      Das war es eigentlich schon 🙂

      Grüße,
      Christian

      1. Brini schreibt:

        oh Dankeschön 🙂 !!!

        1. Christian schreibt:

          Hey Brini,

          nicht dafür 😉 Ich versuche alle Kommentare zu beantworten, so gut wie es geht 🙂

          Grüße,
          Christian

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