Villa Woodstock in Wuppertal

Die Villa Woodstock war eine der schönsten Villen die ich besucht habe
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Seit mehreren Jahren im Dornröschenschlaf befindet sich diese schöne Villa, welche mitten in Wuppertal, umgeben von einem großen Garten und weiteren dazugehörigen Bauwerken steht. Im Garten mit einem prächtigen Springbrunnen lädt sie praktisch ein. Doch Pläne, was mit ihr gemacht werden soll, gibt es auch schon. Ihr Zustand ist wirklich gut und auch von innen lässt sie sich nicht lumpen.

Die Villa Woodstock, die eigentlich den Namen „Villa Amalia“ trägt, steht mitten in Wuppertal, Nordrhein-Westfalen. Ihr Name „Villa Woodstock“ kommt durch diverse Urbexer zustande. Wieso kann aber niemand so wirklich erklären – vielleicht wegen der Farben im Innenraum dieser verlassenen Villa, vielleicht aber auch wegen dem Piano, auf dem der Schriftzug „Woodstock, Canada“ zu finden ist. Man darf also ein wenig Rätseln.

Verlassene Villa in NRW: Die Villa Amalia
Verlassene Villa in NRW: Die Villa Amalia

Gebaut wurde die Villa von zwei Berliner Architekten im von 1883 bis 1884 für den Politiker Albert Neuhaus, welcher 1948 in Wuppertal verstarb. Er war in Schottland geboren, war ein deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker. Der Name der Villa, „Amalia“ kommt durch den Vornamen der Gattin zustande, sie trug diesen Vornamen. Im Jahre 1976 drohte der Abriss, allerdings wurde die heute verlassene Villa unter Denkmalschutz gesetzt. Ab dem Jahre 1980 nutzte man die Villa als Pflegeeinrichtung. 1991 war dann schon wieder Schluss.

Piano in der Villa Woodstock in Wuppertal
Lang nicht mehr gespielt: Das Piano in der Villa Woodstock

1990 gehörte die Villa einem Seniorendienst, welcher dort eine Senioren-Einrichtung und eine diakonische Einrichtung stationierte. 2012 wurde bekannt, dass der Seniorendienst insolvent ist. Die Villa verließ man und ließ sie zurück. Erst 2015, drei Jahren nach der letzten Nutzung, kaufte eine Aachener Immobilienfirma das Grundstück inklusive der Villa und veröffentlichte Pläne, wie man die Villa und das Grundstück in Zukunft nutzen möchte: Man plant eine denkmalgerechte Sanierung sowie die Nutzung als Sitz einer Agentur oder Kanzlei. Auch eine Praxisgemeinschaft könne man sich vorstellen. Der Anbau der Kapelle soll bei den Sanierungsarbeiten zurückgebaut werden.

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7 Kommentare
  1. Jonas schreibt:

    Sehr tolle Seite und Bilder, weiter so.

    Gruß Jonas

  2. Manuela schreibt:

    Wer 30 Sekunden googelt findet die Pianofabrik in Woodstock, Kanada… ggg. Schade dass die Location schon so ausgelutscht ist.
    (Warum gibt man eigentlich die Ausrüstung an? Sämtliche Fotos auf der Page sind mit jeder Mittelklassekamera locker machbar. Ein seltsamer Trend…)

  3. Leon schreibt:

    Ist es verboten dieses Grundstück zu betreten ?

    1. Christian schreibt:

      Jep, nennt sich „Landfriedensbruch“.

      1. M. schreibt:

        Juristischer Hinweis:
        Es handelt sich um nicht um Landfriedensbruch, sondern um Hausfriedensbruch (selbst wenn kein Haus, sondern „nur“ ein fremdes Gelände betreten wird). Landfriedensbruch ist eine Straftat, die die öffentliche Sicherheit gefährdet und aus einer Menschenmenge heraus begangen wird (z.B. Steinewerfen auf Demonstrationen und ähnliches).

  4. unGi schreibt:

    Inzwischen sind doch da Büros drin, oder? Die Villa soll wohl vermietet sein.

    1. Christian schreibt:

      Ob Büros oder Praxen: Es ist der Plan dass dort etwas neuen entstehen soll. Die Bauarbeiter sind meines Wissens täglich vor Ort 🙂

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