Reisestativ

Willkommen im Reisestativ-Ratgeber, in dem ich dir alles wissenswerte über die kompakten Reisestative erkläre! Ich möchte dir aber nicht nur das wichtigste über die Reisestative erklären, sondern dir auch ein paar von diesen vorstellen und miteinander vergleichen. Denn: Reisestativ ist nicht gleich Reisestativ! Was es alles zu beachten gibt, welches Reisestativ ich empfehle und wie du das perfekte Stativ für deine Reisen und für dich findest, erfährst du auf dieser Seite!

Auf was kommt es bei einem Reisestativ an?

Es gibt die unterschiedlichsten Kamerastative auf dem Markt, die allesamt das gleiche tun: Deine Kamera halten damit sie feste und ruhig steht. Allerdings haben die unterschiedlichen Anwendungszwecke auch ihre unterschiedlichsten Anforderungen an ein Stativ, wie auch ein Reisestativ, welches du (wie es der Name schon verrät) mit auf deine Reisen nimmst. Es ist also dafür konzipiert, dass du es problemlos auf deine Reisen mitnehmen kannst, es nicht großartig auffällt und nicht all zu schwer ist. Doch welche Anforderungen hat man an ein ordentliches Reisestativ, welches dir auf deinen Erkundungstouren dabei hilft, wunderschöne Fotos zu schießen?

Darauf kommt es bei einem Reisestativ an

[tie_list type=“checklist“]

  • Geringes Gesamtgewicht
  • Kompaktes Packmaß
  • Ordentliche maximale Höhe
  • Verwendetes Material

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Insgesamt stehen also 4 Punkte im Vordergrund, die wichtig für ein Reisestativ sind. Und in diesem vier Punkten unterschiedet sich das Stativ auch von vielen anderen Stativen. Zudem müssen wir im Vergleich zu anderen Stativen aber auch Kompromisse eingehen, da man nicht immer alles haben kann was man möchte.

Für Reisen quer durch die Welt ist ein geringes Gesamtgewicht des Stativs eines der wichtigsten Punkte, denn wer möchte schon ein zusätzliches, schweres Gepäck auf dem Rücken haben wenn er die Städte und Wälder dieser Welt erkundet? Wer möchte schon den ganzen Tag mehrere Kilogramm in der Hand oder auf dem Rücken haben? Aus diesem Grund werden die Reisestative mit einem sehr geringen Gewicht gebaut, was auf das Material zurückzuführen ist. Hier wird in der Regel Aluminium oder Carbon verwendet da es trotz eines geringen Gewichts immer noch einen perfekten Halt gibt. Ein Reisestativ wiegt im Durchschnitt 1,2 Kilo. Es gibt einige Produkte die ein wenig mehr wiegen, aber es gibt auch einige Geräte die unter den 1200 Gramm liegen.

Reisestativ: Mein Manfrotto BeFree
Reisestativ: Mein Manfrotto BeFree

Das Packmaß ist auch eine entscheidende Sache bei einem Reisestativ: Die Hersteller versuchen das Zubehör so klein wie möglich zu konstruieren – allerdings nur im komplett zusammengefahrenen Zustand! Je kleiner das Stativ ist, desto einfacher ist es nämlich das Reisestativ einzupacken und damit zu reisen. Du solltest immer bedenken dass du ja auch erst zum Zielort musst. Und da ich selber mein Stativ auf Reisen im Koffer mitnehmen, finde ich die kleinen Reisestative schon perfekt gemacht, weil sie dort reinpassen und nicht viel Platz wegnehmen.

Im Gegensatz dazu sollte das Reisestativ aber auch eine ordentliche maximale Höhe haben. Denn damit fotografiere ich! Mit der maximalen Höhe ist die Höhe gemeint, die das Reisestativ im ausgeklappten Zustand erreichen kann. In der Regel auch mit ausgefahrener Mittelsäule, welche ich aber nie benutze. Es sollte trotzdem kein Ministativ sein, sondern über eine ordentliche Höhe verfügen mit der man gut fotografieren kann.

Reisestative im Vergleich: Welches ist das beste Reisestativ?

Eine pauschale Aussage, welches das beste Reisestativ ist, kann man nicht sagen. Es gibt mittlerweile so viele am Markt, dass man schon alle getestet haben müsste, was fast schon unmöglich ist. Außerdem ist es ja auch so, dass jeder Fotograf bzw. Reisefotograf, eigene Anforderungen an ein Reisestativ stellt und man so gar nicht auf die Idee kommen kann zu sagen: Dieses ist nun das beste! Eine Reisestativ Bestenliste würde also gar keinen Sinn ergeben, sondern kann man eher einen Vergleich starten und sich mal die wohl beliebtesten Reisestative genauer anschauen.

Rollei Compact Traveler No. 1: Reisestativ aus Carbon und Aluminium

Rollei hat mit dem „Compact Traveler No.1“ ein Reisestativ auf den Markt gebracht, welches in zwei verschiedenen Varianten verfügbar ist: Einmal das Stativ aus Carbon und einmal das Stativ aus Aluminium. Zwischen den beiden Varianten gibt es kleine Unterschiede, insgesamt kann man aber sagen, dass die „Compact Traveler No.1„-Serie sehr beliebt und ist und einen sehr guten Job macht.

Die Aluminum-Variante vom „Rollei Compact Traveler No 1“ hat ein Gesamtgewicht von 1200 Gramm (inklusive Kugelkopf!) und ein Packmaß von nur 32 Zentimetern. Damit es ist nicht nur leicht, sondern auch sehr kompakt. Das sind zwei Gründe weshalb dieses Reisestativ aus dem Hause Rollei so beliebt ist und überall gelobt wird. Aber auch die Verarbeitung ist super: Es ist super Robust und trägt immerhin bis zu 5 Kilo! Das heißt also, dass deine Kombination aus Kamera, Stativ und Zubehör, welches vom Stativ gehalten werden muss, 5 Kilogramm betragen darf. Das ist schon eine Ansage! Außerdem kommt es mit einem Kugelkopf, Schnellwechselplatte und Schnellklemmen an den Beinen, die dir erlauben das Stativ in kürzester Zeit aufzubauen und abzubauen! Die maximale Höhe des Stativs liegt bei 134 Zentimeter.

Die Carbon-Variante vom „Rollei Compact Traveler No 1“ dagegen ist ein wenig teurer, trägt dafür aber insgesamt 8 Kilogramm Traglast. Außerdem ist das Gewicht mit 980 Gramm inklusive Kugelkopf deutlich leichter. Es liegt unter einem Kilo und ist somit echt ein Leichtgewicht! Das Packmaß liegt bei 32 Zentimeter und ist nur einen Zentimeter größer als die der Alu-Variante vom „Rollei Compact Traveler No 1“. Übrigens: Die maximale Höhe ist auch höher: Mit 142 Zentimetern hat sich die Höhe um insgesamt 8 Zentimeter vergrößert, was jedem Fotografen zugute kommt. Auch die Carbon-Ausführung kommt mit einem Kugelkopf, Schnellwechselplatte und den Schnellklemmen an den Beinen!

Manfrotto BeFree Reisestativ: Robustes Reisestativ für Reisen & Outdoor

Ich selber besitze und nutze das Manfrotto BeFree Reisestativ und bin völlig begeistert. Für mich ist es ideal und macht einen sehr guten Job. Es wiegt zwar mit 1,41 Kilo (inklusive Kugelkopf!) mehr als die Rollei-Reisestative, bietet mit somit aber auch etwas mehr halt und Sicherheit dass die Kamera nicht verwackelt. Da ich gerne Landschaften und verlassene Orte fotografiere, kann es schnell mal zu kleinen Wacklern kommen – die ich nicht haben möchte. Daher habe ich mich also für eine schwerere Ausführung eines Reisestativs entschieden, dessen Entscheidung ich nicht bereue.

Das Packmaß beträgt 32 Zentimeter und ist somit ebenso klein wie die meisten der Reisestative. Es passt auch wunderbar in meinen kleinen Handgepäck-Koffer und lässt sich so auch für schnelle Wochenendtrips, an denen man keinen riesigen Koffer braucht, gut verstauen. Meine Ausführung ist aus Aluminium und wiegt 1,41 Kilo. Es verfügt über einen Kugelkopf und hat eine maximale Höhe von 130 Zentimetern. Ist die Mittelsäule unten, ist die Höhe 113 Zentimeter. Das reicht mir, obwohl ich hier und dort gerne schon ein größeres Stativ hätte. Das kommt aber selten vor, da ich nur selten die komplette Höhe benötige.

Alles in allem ist das Manfrotto BeFree ein wirklich toller Begleiter. Das Stativ ist mein derzeitiges „Immer-dabei“-Stativ und begleitet mich auf meinen Fototouren. Und ganz ehrlich: Die 1,4 Kilo merke ich auf dem Rucksack auch nicht so extrem.

Reisestative mit Kugelkopf bieten dir Freiheit pur!
Reisestative mit Kugelkopf bieten dir Freiheit pur!

Was du über Reisestative wissen solltest – und was nicht so wichtig ist!

Reisestative sind ganz normale Stative die ein wenig kleiner und leichter als herkömmliche Stative sind. Aus diesem Grund haben sie auch meist eine geringere Traglast als größeren und schwerere Stative. Das ist aber kein Problem, denn du nimmst auf deine Reisen ja auch nicht die dicksten und schwersten Objektive mit – denn auch die willst du nicht tagelang auf deinem Rücken im Fotorucksack tragen. Gerade Reisefotografen versuchen immer recht leichtes Zubehör wie Objektive mitzunehmen um das Gewicht ihres Fotorucksacks gering zu halten. In der Regel haben Reisefotografen daher oft nur wenige Objektive wie ein Weitwinkel-Objektiv und ein Tele-Zoom dabei. Man muss sich vor der Reise genau überlegen was man einpackt um das Gewicht gering zu halten – das gilt eben auch für das Stativ!

Reisestativ für DSLR oder Systemkamera: Völlig egal! Stativ ist Stativ!

Oftmals fragen sich Fotografie-Anfänger ob es einen Unterschied zwischen Stativen für DSLR-Kameras und Stativen für Systemkameras gibt. Ich sag ihn dir: Es gibt keinen. Denn: Ein Stativ ist ein Stativ! Es gibt keine speziellen Stative für gewisse Kameraarten, da die Schrauben, die an den Schnellwechselplatten der Stativen sind, genormt sind. Es handelt sich dabei um eine Schraube mit 1/4 Zoll. Und die Schraubenöffnungen an den Kameras sind eben genau auf diese Norm zugeschnitten und betragen auch 1/4 Zoll. So passt fast jede Kamera auf fast jedes Stativ – egal ob du nun ein eine DSLR-Kamera oder eine Systemkamera hast.

Das einzige wo du genauer hinsehen musst, ist die Traglast. Wenn du vorhast mit einer schweren Kamera und einem schweren Objektiv zu reisen oder auf Fototour zu gehen, solltest du dir die Traglast deines Reisestativs genau ansehen und schauen ob die Traglast für das Gesamtgewicht deiner Body-Objektiv-Kombi ausreicht. Manchmal möchte man ja nicht nur Landschaftsaufnahmen machen, sondern vielleicht auch Wildlife fotografieren – also Tiere. Und dazu braucht man oft schon eine längere Brennweite, die auch deutlich schwerer ist als viele andere Stative.

Es gibt kein Reisestativ nur für DSLRs oder Systemkameras
Es gibt kein Reisestativ nur für DSLRs oder Systemkameras

Carbon oder Aluminium – Was ist besser für ein Reisestativ?

Wir kennen es von namenhaften Herstellern wie Rollei, Manfrotto, Cullmann, Sirui und vielen anderen: Es gibt Stative in Aluminium und in Carbon. Doch welche Materialzusammensetzung ist nun die bessere? Auch eine solche Frage kann man pauschal nicht beantworten. Ich selber mag beide, setze derzeit aber mit meinem Manfrotto BeFree auf die Aluminium-Variante weil sie ein wenig günstiger war als die Carbon-Ausführung.

Im Endeffekt ist es egal welches Material du nimmst, das spätere Gewicht ist dass einzige was sich in der Regel ändert und auch das wo die Unterschiede liegen. Man mag vielleicht denken dass Carbon vielleicht nicht so stabil ist wie ein Reisestativ aus Aluminium, aber das täuscht! Die Hersteller sind mittlerweile so weit in ihrer Entwicklung, dass die Carbon-Reisestative genau so belastbar und Robust sind wie die Alu-Stative.

Vorteile von Reisestativen für Reisefotografen und Landschaftsfotografen

Reisestative werden nicht nur von Reisefotografen eingesetzt, sondern auch von vielen anderen Fotografen. Ich selber bin zum Beispiel kein richtiger Reisefotograf, sondern eher ein Landschaftsfotograf und Urbexer. Manchmal reise ich zwar für meine Aufnahmen, allerdings möchte ich mich nicht als Reisefotograf bezeichnen. Ich versuche nämlich einfach nur schöne Landschaften und schöne verlassene Orte einzufangen. Und auch ich setze auf ein Reisestativ. Warum ich das mache und wo die Vorteile eines solchen Stativs liegen, das möchte ich euch kurz in einer Liste aufzeigen und dann in einer etwas ausführlicheren Beschreibung.

Vorteile von Reisestativen im Überblick

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  • Gewicht: Reisestative sind leichter
  • Kompakter: Reisestative haben ein geringeres Packmaß
  • Höhe: Trotzdem sind Reisestative nicht klein was die maximale Höhe angeht
  • Robust: Sie sind genau so widerstandsfähig wie andere Stative

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Reisestative sind leicht und lassen sich somit problemlos längere Zeit tragen

Wenn ich eine Fototour mache, egal ob durch eine Stadt oder durch einen verlassenen Ort, dann kann es vorkommen dass ich längere Zeit unterwegs bin und das Stativ entweder in der Hand trage oder auf dem Rucksack geschnallt habe. Aus diesem Grund habe ich mich für ein Reisestativ entschieden: Es ist leicht! Und weil es so leicht ist, kann man es auch problemlos über längere Zeit auf dem Rucksack oder auch in der Hand tragen ohne dass es extrem anstrengend wird. Natürlich bedeutet es zusätzliches Gewicht, aber ich versuche dieses so gering wie möglich zu halten. Man weiß ja nie wie lange man wirklich unterwegs ist, wie lange man das Stativ wirklich auf dem Fotorucksack gespannt hat und wann man das nächste Foto schießt.

Das geringere Packmaß eines Reisestativs eignet sich besser auf Touren und Reisen

Es kommt vor dass ich mich in einen Flieger setze um in den Urlaub zu fliegen oder Fotos von schönen Orten dieser Welt zu schießen. Auch wenn ich mich nicht als Reisefotograf sehe, sondern eher als Urbexer und Landschaftsfotograf, steigt man trotzdem ab und zu in ein Flugzeug. Da man Stative nicht mit in die Kabine nehmen darf, muss es im aufzugebenen Gepäck sein. Und wenn ich dann mal mit meinem kleinen Handgepäck-Koffer reise, sollte das Stativ dort hinein passen. Hier spielt der Größenvorteil vom Reisestativ eine entscheidende Rolle, denn es ist meistens so kompakt, dass es problemlos auch in kleinen Koffern passt und keinen wirklichen Platz wegnimmt.

Schnell aufgebaut, kompaktes Packmaß und geringes Gesamtgewicht: Reisestative bieten viele Vorteile
Schnell aufgebaut, kompaktes Packmaß und geringes Gesamtgewicht: Reisestative bieten viele Vorteile

Die maximale Höhe von Reisestativen kann sich sehen lassen

Trotz dass die Reisestative recht Kompakt sind und sich auf ein echt kleines Packmaß zusammenfalten lassen, ist die maximale Höhe von Reisestativen nicht wirklich klein. Ich selber fotografiere sowieso nur selten aus der Höhe der maximalen Höhe, sondern eher aus anderen Perspektiven. Meistens von niedrigeren Standpunkten aus. Wenn ich dann mal einen höheren Standpunkt wähle, kommt es nur ganz selten vor dass ich mir innerlich ein größeres Stativ wünsche. Ich wusste aber schon beim Kauf, dass ich Kompromisse eingehen muss. Und diesen gehe ich gerne ein!

Die Widerstandsfähigkeit unterscheidet sich nicht von anderen Stativen

Natürlich sind Reisestative von der Bauart kompakter als andere Stative und haben daher auch in der Regel schmalere bzw. dünnere Beine. Das tut dem ganzen aber keinen Abbruch, da die Widerstandsfähigkeit recht groß ist. Gerade als Urbexer und Landschaftsfotograf kommen schnell Macken an das Stativ. Ich gehe auch nicht gerade zimperlich mit meinem Stativ um – und es hält immer noch! Ich bin jetzt rund ein Jahr mit dem Manfrotto BeFree unterwegs und hatte es schon etliche male im Einsatz. Und es funktioniert noch immer so wunderbar wie am ersten Tag! Natürlich sind Kratzer und Macken zu sehen, die aber der Funktion des Stativs nicht im Weg stehen. Und außerdem erzählen Kratzer und Macken ja auch eigene Geschichten. Fakt ist: Die Widerstandsfähigkeit von Reisestativen steht anderen Stativen in nichts nach!