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Sony Alpha a6300 Test: Kompakte Systemkamera mit APS-C Sensor

Die Sony Alpha a6300 – eine Systemkamera, mit der ich schon länger geliebäugelt habe. Seit einiger Zeit habe ich sie nun im Einsatz und konnte sie testen. Nicht nur in der Landschaftsfotografie, sondern auch schon in Lost Places. Nachdem ich über Jahre mit meiner Sony SLT-A58 unterwegs war, habe ich mich für etwas kompakteres entschieden und mich für die Sony Alpha a6300 entschieden. Sie ist kleiner, leichter und hat keinen Spiegel mehr. Eine Systemkamera aus dem Hause Sony, die schon von vielen anderen Fotografen gelobt wurde. Außerdem hat sie ordentliche Testbewertungen erhalten. Und als ich sie dann das erste mal in der Hand gehalten habe wusste ich, dass es meine nächste Kamera wird.

Doch warum eigentlich der Umstieg? Zuerst möchte ich sagen dass ich mit meiner Sony SLT-A58 sehr zufrieden war und auch noch bin. Für mich war es damals die beste Entscheidung, diese Kamera für den Wiedereinstieg in die Fotografie zu nehmen. Und natürlich gebe ich die Kamera nicht ab, sie bleibt weiter in meinem Besitz und wird mit Sicherheit auch hier und dort nochmal zum Einsatz kommen.

Allerdings wollte ich etwas kompakteres. Neben den Lost Places fotografiere ich auch Landschaften und Architektur. Außerdem bin ich ab und zu beruflich auf Reisen und möchte die Möglichkeit nutzen, andere Städte zu fotografieren. Aber: Ich hatte keine Lust ständig die recht dicke Spiegelreflexkamera mitzunehmen. Sie wiegt deutlich mehr als die A6300 und dazu würden ja auch noch 1-2-3 Objektive kommen. Also musste was kompakteres her. Und bei einem Kamerawechsel sollte auch gleich bessere Technik zum Einsatz kommen. Nach ein wenig Recherche habe ich mich dann für die Sony Alpha 6300 entschieden.

Die Sony Alpha a6300 im Test
Die Sony Alpha a6300 im Test

Sony Alpha 6300 Test: Erstmal das Sony Alpha 6300 Kit gekauft

Da die Umstellung auch ein neues Bajonett bedeutet, war für mich klar dass ich erstmal das Kit kauft. Im Kit enthalten war das Sony SELP1650 (Sony SEL Powerzoom 16-50mm FF3,5 – 5,6 OSS). Für mich war aber klar, dass schnell ein neues Objektiv her muss, denn Kit-Objektive haben in der Regel nicht die beste Qualität. Außerdem brauche ich für Lost Places einfach mehr Brennweite. Leider ließ sich mein Sigma 10-20mm F3.5 nicht mehr verwenden, da ich mit der A6300 einen E-Mount besitze und das Sigma einen A-Mount hat. Auf einen Adapter habe ich erstmal verzichtet.

Doch kaum war die Sony Alpha a6300 angekommen, musste ich sie ausprobieren. Aufgrund des schlechten Wetters leider erstmal zu Hause, aber das passt schon. Und im ersten Test hat sich die Kamera direkt von ihrer besten Seite gezeigt, auch wenn das Kit-Objektiv nicht gerade das beste war.

Technische Daten zur Sony Alpha a6300

Kommen wir aber erstmal zu den harten Fakten: Die technischen Daten. Ich möchte dir erstmal einen Überblick verschaffen, wie die a6300 ausgestattet ist und was sie alles auf dem Kasten hat. Und das ist wirklich eine Menge. Aber: Ich nenne jetzt nur die wichtigsten Kennzahlen und Funktionen, die in meinen Augen wichtig sind. Dinge wie WiFi, Apps und Co. lasse ich absichtlich außen vor, einfach weil es Dinge sind die mich nicht wirklich interessieren.

Sony Alpha a6300: Technische Daten

  • Abmessungen: 120 x 66.9 x 48.8mm
  • Gewicht: 404 Gramm
  • Auflösung: 24,2 Megapixel
  • Fokuspunkte: 425 Phasenvergleich + 169 Kontrastmessung
  • Schnellste Verschlusszeit: 1/4000 Sekunde
  • ISO-Empfindlichkeit: 100 – 51200
  • Bildstabilisator: Nein
  • Dateiformate: RAW, JPEG

Das waren für mich erstmal die wichtigsten Fakten. Die Sony Alpha a6300 ist recht kompakt, hat eine Auflösung von 24,2 Megapixel und kann Fotos in RAW speichern. Besonders das letzte ist für mich als Hobbyfotografen ein wichtiger Punkt. Leider besitzt die Sony a6300 keinen internen Bildstabilisator. Aber dafür gibt es eine Abhilfe: Beim Kauf von Objektiven einfach darauf achten dass das Objektiv das Kürzel „OSS“ besitzt. OSS steht für „Optical Steady Shot“ und ist eine Bildstabilisierung im Objektiv. Die brauche ich zum Glück nur selten, da ich in der Regel eh von einem Stativ fotografiere. Aber: Wenn ich mal aus der Hand fotografiere, ist die Bildstabilisierung schon ein wichtiger Punkt.

Die Sony Alpha a6300 liegt auch extrem gut in der Hand
Die Sony Alpha a6300 liegt auch extrem gut in der Hand

Der Wechsel zur Systemkamera mit der Sony Alpha a6300

Eigentlich ist der Wechsel keine große Sache, denn das System in der Kamera ist dem meiner alten SLT-A58 fast identisch. Das heißt, dass ich mich hier nicht umgewöhnen muss. Einzig ein paar Funktionen sind hinzugekommen, was aber auch schnell zu lernen war. Der Vorteil einer Systemkamera liegt darin, dass ich auf dem Sucher alles in Live sehe. Das kennt nicht jeder Nutzer, ich aber schon. Denn die SLT-A58 hat einen teildurchlässigen Spiegel, was heißt, dass ich auch im Sucher Live sehen konnte wie das Bild am Ende aussieht. Es wurde nicht über den Spiegel in den Sucher geleitet, sondern wie bei einer Systemkamera über den Sensor und dann elektronisch in den Sucher.

Jetzt fällt aber der Spiegel weg. Das heißt: Alles was auf den Sensor kommt, sehe ich auch im Live-View auf dem Monitor und im Sucher. Eine ziemlich praktische Sache, da man vorher schon sieht, wie das Bild am Ende aussieht.

Ansonsten hat sich nicht wirklich viel verändert, außer dass ich nun ein E-Bajonett habe. Das heißt: Es müssen neue Objektive her. Alle bisher gekauften und benutzten Objektive könnte ich nur mit einen Adapter an der A6300 verwenden. Diesen wollt ich bisher aber nicht kaufen. Auch für die Zukunft ist erstmal kein Adapter geplant. Ich nehme lieber neue Linsen, die jetzt auch ein wenig hochwertiger ausfallen werden. Ich möchte schließlich das Potenzial der Kamera nicht vergeuden.

Der Body ist ergonomisch und bietet einen sicheren Griff und eine komfortable Bedienung
Der Body ist ergonomisch und bietet einen sicheren Griff und eine komfortable Bedienung

Sony Alpha a6300 + Sony SEL1018F4

Das erste Objektiv welches ich mir für meine Sony Alpha a6300 Systemkamera gekauft habe war das Sony SEL1018F4 Objektiv. Ausgeschrieben ist es das Sony 10-18mm F4 OSS und hat mit einer geringsten Brennweite von 10mm einen enormen Weitwinkel, den ich bisher nicht in verlassenen Orten missen wollte. Ein logischer Schritt für mich dieses Objektiv zu kaufen. Mit diesem Objektiv habe ich auch die ersten „vorzeigbaren“ Fotos geschossen, da ich das Kit-Objektiv von der Systemkamera nicht wirklich benutzen wollte.

Beim ersten richtigen Shooting mit der Kamera habe ich dann gemerkt, was für eine Power diese doch recht kleine Kamera hat. Und genau das habe ich gesucht. Sie arbeitet wirklich sehr präzise und dank ihrer vielen Fokuspunkte (425 Stück) sind die Bilder auch alle Knackscharf. Hier spielt natürlich auch das Objektiv eine sehr wichtige Rolle. Aber ich denke mal, dass wir das alle wissen und beim Kauf von Objektiven auch darauf achten.

Das erste mal Outdoor habe ich die Kombination Sony Alpha 6300 + Sony SEL1018F4 im Theatre Jeusette benutzt. Die Kamera arbeitet wirklich präzise und schießt tolle Fotos. Die Bilder sind unglaublich scharf und dank einer Auflösung von 24,2 Megapixeln auch im Zoom noch sehr brauchbar. Doch Vorsicht: Man darf sich nicht einfach nur von Megapixeln blenden lassen. Mehr Megapixel bedeutet nicht immer dass eine Kamera bzw. der Sensor besser ist! Doch dazu irgendwann mal mehr.

Beispielbild der Sony Alpha a6300 aus dem Theatre Jeusette
Beispielbild der Sony Alpha a6300 aus dem Theatre Jeusette

Auch in dunklen Umgebungen macht die A6300 einen sehr guten Job und lässt mich nicht im Stich. So wie es sein sollte. Der Fokus arbeitet auch hier sehr gut und sehr schnell. Ein weiteres Beispielbild, welches ich mit der Sony Alpha a6300 geschossen habe, stammt aus dem Wangerland. Hier habe ich die Morgenstunden genutzt um Fotos zu schießen. Also rechtzeitig aufgestanden und zum Strand gefahren. Idealerweise war gerade Niedrigwasser (Ebbe). Die Sonne ging auf und schon waren einige schöne Bilder im Kasten. Und zu Hause war ich dann am staunen, wie gut die Qualität der Bilder ist, die die spiegellose Systemkamera aus dem Hause Sony schießt.

Beispielbild: Sony Alpha a6300 mit Sony SEL1018F4
Beispielbild: Sony Alpha a6300 mit Sony SEL1018F4

Dazu muss gesagt werden, dass ich das Bild natürlich nachbearbeitet habe. Das ist kein Bild „Out of the Kamera“! Aber: Man sieht klar und deutlich was alles mit einer solch kleinen Kamera möglich ist.

Manueller Fokus und Fokus-Peaking der Sony Alpha a6300

Eine Funktion, die ich gesondert hervorheben möchte ist das Fokus Peaking der Sony a6300. Der Autofokus der Kamera arbeitet zwar sehr gut, manchmal arbeite ich aber auch sehr gerne mit dem manuellen Fokus. Um dabei genau den richtigen Punkt zu treffen, hat die Sony Alpha 6300 eine Fokusvergrößerung. Damit zoomst du ins Livebild und kannst den Fokus anschließend sehr genau setzen. Dabei hilft übrigens auch die Kantenanhebungsstufe, welche dir zeigt, wo sich der Fokus derzeit befindet, bzw. ob die Kante scharf ist, die du gerne scharf (und somit anfokussiert) hättest. Eine wirklich geniale Sache!

Akkulaufzeit – Zusatzakkus werden zu einem wichtigen Zubehör

Da es sich um eine Systemkamera handelt, bei der alles elektronisch abläuft, ist auch die Akkulaufzeit geringer als bei einer DSLR. So wird zum Beispiel das Bild im Sucher elektronisch angezeigt. DSLRs haben wir hier einen Vorteil, da das Bild über den Spiegel in den Sucher gelangt. Aber: Bei einer Systemkamera wie der Sony Alpha a6300 sieht man das Bild im Sucher genau so, wie es hinterher fotografiert wird. Ändert man die Belichtung, sieht man die Auswirkungen auch im Sucher. Eine geniale Sache, leider auf Kosten der Akkulaufzeit – was aber nicht zu ändern ist.

Auch sonst hat die Sony einige Features, die die Akkulaufzeit belasten und beeinträchtigen. Wie zum Beispiel das Wi-Fi und die NFC-Verbindung. Es ist zwar nützlich dass man Bilder direkt von der Kamera auf das Smartphone schicken kann, um sie anschließend zum Beispiel auf Instagram zu veröffentlichen, allerdings brauchte ich diese Funktion bisher nicht. Aus diesem Grund hab ich den Flugzeugmodus in den Einstellungen aktiviert, damit kein WiFi aufgebaut wird. Das soll den Akku schonen und für eine längere Akkulaufzeit bei der Sony Alpha a6300 sorgen.

Sony selber gibt auf der Produktseite bekannt, dass bis zu 400 Bilder mit einem Akku geschossen werden können. Dabei handelt es sich allerdings um Bilder, die ohne Sucher, sondern über das Display geschossen werden. Fotografiert man durch den Sucher, kommt man auf bis zu 350 Aufnahmen.

Doch gerade bei solchen Angaben ist Vorsicht geboten, denn es sind Herstellerangaben. Leider habe ich keine Information darüber gefunden, unter welchen Umständen diese Tests durchgeführt wurden. Es können also auch deutlich weniger Fotos dabei herauskommen. Gerade wenn man unterwegs ist und die Kamera nicht ständig ausschaltet – zum Beispiel in Lost Places – kann es vorkommen dass einige Fotos weniger mit einer Akkuladung aufgenommen werden können.

Aus diesem Grund habe ich mir Zusatzakkus gekauft. Hier kann ich die RAVPower NP FW50 Akkus empfehlen, die baugleich mit den Originalen Akkus aus dem Hause Sony sind und bislang eine sehr gute Figur machen. Die Akkulaufzeit der Zubehör-Akkus entspricht die der Original-Akkus.

Mein Fazit zur Sony Alpha a6300

Eine unglaubliche Systemkamera. Dass Sony etwas von Kamerasensoren versteht, wusste ich ja schon länger. Und auch andere Kameras, wie zum Beispiel der Vorgänger die Alpha a6000 sind schon in den Genuss dieses Know Hows gekommen. Für mich hat sich der Kauf dieser APS-C Systemkamera als perfekt rausgestellt. Genau so wie sich die Kamera als perfekt für mich herausgestellt hat. Ich werde in Zukunft noch sehr viel Spaß mit diesem kompakten Wunder haben und viele schöne Bilder schießen. Gerade für Hobbyfotografen, die keine dicke DSLR kaufen möchten, ist die Sony Alpha a6300 eine sehr gute Alternative, die man auf dem Schirm haben muss.

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Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie – alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

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