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Sony SAL50F18: 50mm Festbrennweite von Sony im Test

Seit einigen Monaten besitze ich das Sony SAL50F18 Objektiv, ein Festbrennweiten-Objektiv mit 50 Millimetern Brennweite und einer maximal geöffneten Blende von F1.8. Eigentlich hatte ich es mir als Porträt-Objektiv gekauft, weil ich hier und dort ein wenig mit Menschen fotografieren wollte. Doch es kommt immer öfters auch bei Fototouren zum Einsatz. Ich möchte hier über meine Erfahrungen mit dem Sony 50mm Festbrennweiten-Objektiv schreiben und zeigen was die Linse kann.

Eigentlich hatte ich mir das Sony SAL50F18 Objektiv gekauft um meine ersten Schritte im Bereich der Model-Shootings meistern zu können. Da wollt ich mich auch unbedingt mal probieren, ich finde nämlich die Fotografie mit Menschen stark. Aber es ist schwerer als Gedacht. Aber das Sony SAL50F18 macht sich auch sonst auf meiner Kamera gut, denn es ist nicht nur für Menschen bzw. für Porträts gedacht.

Der Hauptgrund für ein solches Objektiv war klar: Eine extrem hohe Lichtleistung dank einer maximal geöffneten Blende von F1.8 und somit auch ein weiches Bokeh, also ein sanfter, unscharfer Hintergrund. Das kann man auch Fototouren gebrauchen, wenn man zum Beispiel etwas hervorheben möchte. Mich hat das Sony 50mm F1.8 Objektiv schon auf verschiedene Fototouren begleitet: Einmal durch Wuppertal, einmal durch Barcelona und einmal durch Hamburg. Dabei kam es immer wieder zum Einsatz, auch wenn es nicht meine „Immerdrauf-Linse“ ist.

Sony SAL50F18 im Test: Mit der Festbrennweite durch die Stadt

Ich möchte hier keine Bilder aus meinen ersten Model-Shootings veröffentlichen. Einmal, weil ich nicht zu 100% zufrieden mit meinen Bildern bin und einmal weil ich keine schriftliche Erlaubnis vorliegen habe. Es stand aber auch nie zur Debatte, dass diese Fotos jemals veröffentlicht werden. Deswegen möchte ich über meine Erfahrungen mit dem Sony SAL50F18, die ich während meiner Fototouren gemacht habe, schreiben und dir berichten. Ein kleiner Testbericht wenn man so mag.

Gerade wenn ich in der Stadt bin, möchte ich nicht immer mit meinem Weitwinkel-Objektiv von Sigma (10-20 F3.5) fotografieren, sondern auch mal Dinge hervorheben. Dafür eignet sich dann das Festbrennweiten-Objektiv von Sony mit einer Brennweite von 50mm sehr gut. Denn dank der offenen Blende von F1.8 bekommt man einen schönen weichen Hintergrund hin und hat sein Motiv schön scharf.

Mit dem Sony SAL50F18 durch Barcelona
Mit dem Sony SAL50F18 durch Barcelona

Als ich in Barcelona unterwegs war, hatte ich das Sony SAL50F18 recht häufig drauf. Einfach weil ich auch Detailaufnahmen machen wollte. Und das ist mir an einigen Stellen gelungen. Das obige Bild zeigt ein kleines Strandcafe am Strand von Barcelona – bzw. die Schilder des Strandcafes, die auf Holzkisten gemalt wurden. Das fand ich nicht nur originell, sondern auch schön. Man erkennt, dass der Schärfebereich auch bei F2.8 (mit dieser Blende habe ich das Bild aufgenommen) noch recht klein ist und das Schilder die nebenan stehen, auch schon leicht unscharf sind. Das Bokeh ist schön weich, der Übergang fließend – so wie man es sich bei einem solchen Objektiv vorstellt.

Auch Abends und in der Nacht macht das SAL 50mm F1.8 eine gute Figur

Und dann gab es noch meine Fototour durch Hamburg, die ich jetzt insgesamt zweimal gemacht habe. Und mit Sicherheit kommen noch einige Touren dazu. Denn Hamburg bietet nicht nur viel zu entdecken, sondern gibt es viele Hamburger Fotolocations, die ich noch nicht besucht und abgelichtet habe. Aber kommen wir wieder zurück zum Erfahrungsbericht vom Sony SAL 50mm F1.8 Objektiv. Ich hab es auch in Hamburg genutzt. Dort an der Poggenmühlenbrücke angekommen wollt ich das Wasserschloss in der Speicherstadt erneut fotografieren. Habe ich zwar schon gemacht, aber damals mit meinem Weitwinkel, jetzt wollte ich es etwas größer ablichten.

Also kam das SAL50F18 auf meine Sony SLT-A58 und es ging los. Mit 50 Millimetern Brennweite kam man schon deutlich näher an das Wasserschloss als mit 10 Millimetern Brennweite. Es ergab sich ein völlig neuer Look, welcher mir sehr gefällt.

Das Wasserschloss in Hamburg, Fotografiert mit der 50mm Festbrennweite von Sony
Das Wasserschloss in Hamburg, Fotografiert mit der 50mm Festbrennweite von Sony

Auf dem Bild erkennt man, dass das SAL 50mm F1.8 trotz seines Preises von rund 150 Euro eine gute Schärfe hat. Aufgenommen wurde das Bild mit Blende F8, ISO100 und einer Belichtungszeit von 30 Sekunden. Ich finde: Knackscharf, oder? Hierbei ging es mir nichts um das Bokeh, weswegen ich auch eine recht geschlossene Blende genutzt habe. Es ging mir um die Schärfe und darum, das gesamte Bild für sich sprechen zu lassen – und nicht nur einen Teil.

Und dann gibts da noch ein Foto, welches ich ebenfalls auf der Poggenmühlenbrücke aufgenommen habe. Der Brücke, von der man das Wasserschloss sieht. Allerdings habe ich dabei das Wasserschloss im Hintergrund gehalten, interessant war für mich etwas anderes.

Die Poggenmühlenbrücke - Fotografiert mit dem Sony SAL50F18
Die Poggenmühlenbrücke – Fotografiert mit dem Sony SAL50F18

Fotografiert mit F1.8 bei ISO 800 und einer Belichtungszeit von 1/13 Sekunden. Okay, das Rauschen liegt am ISO-Wert. Aber: Trotzdem eine schöne Qualität. An diesem Bild erkennst du das Bokeh des Sony SAL50F18! Es ist schön weich, so wie man es sich vorstellt, wenn man etwas auf einem Foto in den Vordergrund stellen möchte. Und das Dank schön offener Blende.

Das Sony 50mm Festbrennweiten-Objektiv mit Blende F1.8
Das Sony 50mm Festbrennweiten-Objektiv mit Blende F1.8

Ein paar Fakten zum Sony 50mm F1.8 Festbrennweiten-Objektiv

Okay, ich hatte nicht mit dem besten Objektiv gerechnet, sondern hab mir dieses Objektiv gekauft gehabt, weil ich meine ersten Schritte beim Model-Shooting hinbekommen wollte. Da muss ein weiches Bokeh einfach dabei sein. Das Objektiv kostet rund 150 Euro – erwarten darf man dafür kein Weltwunder. Aber: Man bekommt gute Qualität, so wie man sie von Sony gewohnt ist. Das Objektiv ist zwar aus Plastik gefertigt und fühlt sich leider nicht wirklich hochwertig an, aber es kann meiner Meinung nach ordentlich etwas. Ich bin zumindest rundum zufrieden.

  • Brennweite: 50 Millimeter (Festbrennweite)
  • Größte Blende: F1.8
  • Kleinste Blende: F22
  • Blendenlamellen: 7
  • Mindestfokussierabstand: 0,34 Meter
  • Gewicht: 170 Gramm
  • Filterdurchmesser: 49 Millimeter
  • Smooth-Autofocus-Motor (SAM-Autofocus)

Ich finde, dass 170 Gramm für ein Objektiv fast gar nichts sind. Im Rucksack nimmt es deswegen nur ein wenig Platz weg, denn das Gewicht merkt man nicht wirklich. Das SAL50F18 von Sony ist aber auch nicht groß, dass heißt, dass es auch keinen großen Platz wegnimmt.

Für APS-C Sensoren: DT 1.8 / 50 SAM
Für APS-C Sensoren: DT 1.8 / 50 SAM

Fazit meines Sony SAL50F18 Tests

Ich hatte das Objektiv nun schon mehrfach im Einsatz und bin sehr begeistert davon. Natürlich bekommt man hier keine Zeis-Linse, aber für rund 150 Euro bekommt man ein sehr gute Objektiv mit einer tollen Detailtreue. Ich mein, 150 Euro für ein Festbrennweiten-Objektiv kann man schonmal machen, ich finde nämlich nicht, dass es extrem viel ist. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei diesem Sony-Objektiv extrem gut und ich bin froh es gekauft zu haben. Ich habe es eigentlich immer mit dabei wenn die Kamera dabei ist, nur leider kommt es eben nicht immer zum Einsatz. Aber: Ich werds nicht abgeben und es kommt mit Sicherheit noch oft zum Einsatz – nicht nur bei Model-Shootings (die ich natürlich weiter probieren möchte).

Es hat eine gute Schärfe, die nicht nur in der Bildmitte zu erkennen ist, sondern auch am Bildrand. Außerdem ist das Bokeh schön weich und bietet mit somit viele Gestaltungsmöglichkeiten beim fotografieren. Eine tolles Objektiv, welches ich für Sony-Fotografen empfehlen kann! Meine Bilder in diesem Test wurden mit meiner Sony SLT-A58 geschossen, einer Kamera mit APS-C Sensor. Dafür ist auch dieses Objektiv gemacht. Wer also eine Vollformat-Kamera aus dem Hause Sony hat, muss auf ein anderes Objektiv ausweichen.

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Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie – alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

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