Sony SEL1018F4 OSS im Test: Sonys 10-18mm Weitwinkel-Objektiv

Das Sony SEL 10-18mm F4 Weitwinkel-Objektiv
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Seit einiger Zeit besitze ich nun meine Sony Alpha a6300 und wollte mir für meine Lost Place Touren auch ein Weitwinkel-Objektiv kaufen. Seitdem ich das Sigma 10-20mm an meiner alten Kamera hatte, wollte ich auf diesen Weitwinkel einfach nicht mehr verzichten. Nach einigen Tagen Recherche, welche Weitwinkel-Objektive es für den E-Mount denn gibt, habe ich mich dann für das Sony SEL1018F4 entschieden, ein Objektiv mit einer Brennweite von 10-18mm und einer durchgehenden Blende von F4.

Nun ist es schon einige Tage in meinem Besitz und hat auch schon einiges mitgemacht. Ob ich es nun für Architekturfotografie, Landschaftsfotografie oder für Fotos in Lost Places benutze ist egal: Ich bin von Anfang an zufrieden mit diesem Objektiv gewesen. Da es sich um ein APS-C Objektiv handelt und die Alpha a6300 einen APS-C Sensor hat, muss dazu gesagt werden, dass die Brennweite die wir sehen von 15mm bis 27mm reicht. Sony hat einen Crop-Faktor von 1,5. Das spielt aber keine Rolle, denn die Brennweite ist schon echt super für Innenaufnahmen in verlassenen Gebäuden.

Im Test: Das Sony SEL 10-18mm F4 Weitwinkel-Objektiv
Im Test: Das Sony SEL 10-18mm F4 Weitwinkel-Objektiv

Sony SEL1018F4 OSS im Praxistest: Meine Erfahrungen

Bevor ich nun weiter über das Sony Weitwinkel-Objektiv schreibe, möchte ich anmerken dass dieser Testbericht auf meinen eigenen Erfahrungen beruht. Bei mir findest du keine Skalen und Werte. Wer einen MTF Graphen sucht, ist hier an der falschen Adresse. Es geht bei mir nämlich um die Praxis und wie sich das Objektiv auf Fototouren schlägt.

Ich muss sagen: Ich bin durchweg zufrieden mit diesem Objektiv. Als ich es mir geholt habe, habe ich erst beim Preis (immerhin über 700 Euro hab ich bezahlt!) geschluckt, aber sind wir mal ganz ehrlich: Gute Objektive kostet auch gutes Geld. Ich bereue bis heute nichts. Bevor ich aber nun schon mein halbes Fazit schreibe, möchte ich euch noch ein wenig über das Objektiv erzählen. Kommen wir erstmal zu den technischen Daten.

Teschnische Daten vom Sony SEL 10-18mm F4

  • Bajonett: E-Mount
  • Brennweite: 10-18mm (KB-Äquivalent: 15-27mm)
  • Blende: F4 (durchgehend)
  • Anzahl Blendenlamellen: 7 Stück
  • Bildstabilisator: Ja
  • Filtergewinde: 62mm
  • Gewicht: 225g

Das Objektiv ist wirklich leicht im Gegensatz zu anderen Objektiven. Besonders im Vergleich zu meinem Sigma 10-20mm Objektiv ist es doch wirklich leicht. Und es ist auch nicht groß. Es nimmt also auch nicht sonderlich viel Platz weg im Fotorucksack oder in der Fototasche. Außerdem wirkt es wirklich sehr hochwertig verarbeitet. Das Bajonett ist aus Metall, das Objektiv selber aber aus einem sehr hochwertigem Kunststoff. Die mitgelieferte Gegenlichtblende ist ebenfalls aus Plastik, macht aber dennoch einen sehr gut verarbeiteten Eindruck. Sie lässt sich in beide Richtungen auf das Objektiv befestigen.

So schlägt sich das Sony SEL 10-18mm F4 OSS in der Praxis

Natürlich ging es auch direkt mit dem neuen Weitwinkel-Objektiv aus dem Hause Sony auf Fototour. Das Objektiv durfte nun schon einige male mit – unter anderem auch in zwei Lost Places. Einmal in das Theatre Jeusette und einmal ins Lycee V. Beide befinden sich übrigens in Belgien. Natürlich hat das Objektiv auch schon einiges außerhalb von verlassenen Orten fotografiert. Um ehrlich zu sein habe ich sogar mehr Fotos außerhalb von Lost Places mit diesem Objektiv geschossen.

Die Schärfe

Beginnen wir mal mit der Schärfe des Objektivs. Dies ist ja immer so ein Thema, vor allem bei Zoom-Objektiven und Weitwinkel-Objektiven. Als ich das Sony SEL 10-18mm F4 OSS getestet habe, war ich begeistert. Es ist wirklich sehr scharf und bietet eine außerordentlich gute Abbildungsleistung. Sony hat hier sehr viel Wert auf Qualität gelegt und zeigt, dass man auch im Weitwinkel-Bereich ein wirklich gutes Objektiv mit einer sehr guten Schärfe anbieten möchte. Als Beispiel habe ich euch mal ein Bild eingefügt.

Das Sony SEL 10-18mm F4 OSS im Test: Die Schärfe ist echt super!
Das Sony SEL 10-18mm F4 OSS im Test: Die Schärfe ist echt super!

Anmerkung: Ja, es ist bearbeitet. Das mache ich generell, da es sich um Beispielbilder handelt. Ihr wollt ja sehen, was mit dem Objektiv möglich ist. Ihr solltet auch immer bedenken, dass die Bilder im Blog skaliert werden. Um sie euch in der Originalgröße ansehen zu können, reicht ein Rechtsklick und dann ein Klick auf „Bild in neuem Tab öffnen“.

Man sieht, dass die Schärfe wirklich gut ist. Fotografiert habe ich das Bild übrigens bei einer Brennweite von 10mm, ISO100, Blende F10 und einer Verschlusszeit von 1/10 Sekunden. Bei der Blende habe ich übrigens die höchste Tiefenschärfe festgestellt, so dass ich das komplette Gebäude schön scharf darstellen konnte.

Verzeichnung

Weitwinkel-Objektive haben oft eine Verzeichnung. Das heißt, dass nicht alles gerade dargestellt wird. Das liegt an der Linse und ist vollkommen normal. Beim Sony SEL1018F4 OSS ist mir allerdings eine geringere Verzeichnung im Vergleich zu meinem Sigma Weitwinkel-Objektiv aufgefallen. Außerdem kann man die Verzeichnung mit Lightroom oder Photoshop ausbügeln. Da ich von Anfang an wusste, dass ein Weitwinkel-Objektiv eine Verzeichnung hat, wusste ich auch worauf ich mich einlassen. Da sich das bei diesem Sony-Objektiv aber im Rahmen hält, bin ich mehr als zufrieden.

Verzeichnung beim Sony SEL 10-18mm F4 OSS
Verzeichnung beim Sony SEL 10-18mm F4 OSS

Außerdem kommt es auch immer drauf an, wie man fotografiert, wo man steht und wie die Kamera ausgerichtet ist. Durch neigen der Kamera und des Objektivs kann man die Verzeichnung verstärken aber auch minimieren. Und wenn man dann noch mit Lightroom oder Photoshop arbeitet und das Bild ordentlich begradigt, sieht man auch von der Verzeichnung nichts mehr.

Autofokus & manueller Fokus

Ich fokussiere größtenteils automatisch. Ab und zu nehme ich auch die Fokusvergrößerung zur Hilfe. Und ganz selten fokussiere ich manuell. Beim Sony SEL1018F4 OSS lässt sich der Fokusring angenehm drehen. Leider verfügt es nicht über eine Entfernungsskala und hat auch keinen Anschlag. Der Fokusring lässt sich also unendlich drehen. Aber: Mehr kann ich gar nicht zum manuellen Fokus sagen, denn bislang habe ich nur den Autofokus an diesem Objektiv genutzt.

Und der arbeitet wirklich gut. Er ist treffsicher und arbeitet schnell. In dunkleren Umgebungen dauert der Autofokus zwar etwas länger, aber dass tut er bei jedem anderem Objektiv auch. Schließlich muss der Sensor den Kontrast erkennen und scharf stellen. Insgesamt bin ich also auch mit dem Autofokus zufrieden.

Bildstabilisator

Zuletzt noch ein Thema: Der Bildstabilisator. Über einen solchen verfügt das Sony SEL 10-18mm F4 nämlich. Das erkennt man daran, dass OSS auf dem Objektiv steht bzw. im Namen des Objektivs steht. OSS bedeutet „Optical Steady Shot“ und ist der optische Bildstabilisator vom Hersteller Sony. Bei den meisten Systemkameras findet man nämlich keinen Bildstabilisator mehr im Body (Gehäuse) der Kamera, sondern in den Objektiven – sofern man sich OSS-Varianten kauft.

Der Bildstabilisator in diesem Weitwinkel-Objektiv arbeitet gut soweit ich das beurteilen kann. In der Regel fotografiere ich nämlich mit einem Stativ. Und auf einem Stativ sollte man den Bildstabilisator ausschalten. Ist übrigens ein Tipp für schärfere Fotos von mir!

Weitere Beispielbilder vom Sony SEL 10-18mm F4

Natürlich möchte ich dir in diesem Testbericht auch weitere Beispielbilder zeigen, die ich mit dem Sony Weitwinkel-Objektiv geschossen habe. Du sollst ja auch einen Einblick bekommen, wie gut sich das Objektiv geschlagen hat und wie gut seine Qualität ist. Übrigens: Ja, die Bilder sind auch bearbeitet. Du sollst ja sehen was möglich ist!

Fazit zum SEL1018F4 OSS

Das Sony SEL 10-18mm F4 ist ein wirklich tolles Objektiv und möchte ich nicht mehr missen. Auf meiner Sony Alpha a6300 macht es eine gute Figur, aber auch auf anderen APS-C Kameras mit E-Mount (wie zum Beispiel der Alpha a6000 und der Alpha a6500) wird es ebenso genial sein. Ich fotografiere unheimlich gerne damit. Die Verarbeitung ist super, die Schärfe ist toll und der Fokus sitzt auch treffsicher. Mit diesem E-Mount Weitwinkel-Objektiv aus dem Hause Sony kann eigentlich nichts schiefgehen!

Für jeden der auf der Suche nach einem Weitwinkel-Objektiv für seine Sony E-Mount Kamera ist, ist dieses Objektiv wirklich nur zu empfehlen. Besonders die Brennweite von 10mm ist wirklich perfekt für verschiedene Motive geeignet: Lost Places, Architektur und Landschaften sind nur drei davon. Alternativen gibt es zwar auch, wie zum Beispiel das beliebte Samyang 12mm F2.8, aber dazu habe ich leider keinen Vergleich. Und ich fand ein Original Sony einfach die bessere Variante. Aber wer weiß, vielleicht ist das Samyang auch super und irgendwann mal in meinem Besitz. Dann kann ich einen Vergleich ziehen und sagen, ob es eine Alternative ist oder nicht.

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