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3 typische Gefahren in Lost Places und wie du sie umgehst

Dass wir Urbexer ein Hobby haben, welches nicht ungefährlich ist, wissen wir selber. Jeder Lost Place birgt gefahren, auf wenn sie manchmal nicht direkt zu sehen sind. Wenn man mit geöffneten Augen durch den Lost Place geht, passiert in der Regel auch nichts. Dennoch muss man gefahren kennen um sie überhaupt sehen zu können. Ich möchte in diesem Beitrag mal drei typische Gefahren aufzeigen, die mir immer wieder in Lost Places begegnen und auch zeigen wie man sie umgehen kann.

Ich selber bin ein sehr vorsichtiger Mensch und passe auch in Lost Places gut auf. Ich schaue mich oft um und beuge so Unfällen vor. Wir wollen uns ja schließlich nicht verletzen, sondern uns nur den Ort anschauen, fotografieren und ohne Schaden wieder gehen. Das einzige was wir davontragen möchten ist unser Equipment und schöne Fotos. So, dann legen wir mal mit den drei typischen Gefahren in verlassenen Orten los.

1. Glassplitter & zerbrochene Fensterscheiben

Was mir schon sehr häufig aufgefallen ist, ist dass in vielen Lost Places die Scheiben eingeschlagen worden sind. Da wo randaliert wird, werden natürlich auch Fenster zerstört. Und hier haben wir dann eine potenzielle Gefahrenquelle, denn Glasscherben sind Spitz und haben scharfe Kanten. Hier kann man sich sehr schnell dran verletzen. Besonders wenn man durch Glastüren steigen muss, die zwar abgeschlossen, aber deren Gläser eingeschlagen oder eingetreten wurden. Dann muss man schon genau hinschauen, wie man denn dort durch kommt.

Zerbrochene Glasscheiben sind immer gefährlich
Zerbrochene Glasscheiben sind immer gefährlich

Aber auch beim durchgehen des Lost Places selber kann es immer wieder passieren dass mann an abstehenden Scherben vorbei schrabt. Deswegen gilt: Die Augen immer geöffnet halten, sich vorher einen Überblick über Fenster und Türen machen und auch mal an die Decke schauen. In einem der letzten Lost Places in denen ich war, gab es zum Beispiel Dachluken, die aber auch schon zerstört waren. Dort hingen einzelne Scherben runter, die jederzeit hätten runterfallen können. Hier ist extreme Vorsicht geboten!

2. Löcher im Boden & Schächte

Es gibt genug Storys im Netz, in denen von Unfällen in verlassenen Gebäuden berichtet wird. Ich kann mich an eine Geschichte erinnern, in der ein Junge einen Aufzugsschacht runtergefallen ist, weil er Rückwärts gegangen ist. Man denkt sich mit Sicherheit jetzt „Sowas passiert mir nicht“, aber sowas kann verdammt schnell passieren, Augen im Hinterkopf haben wir ja schließlich alle nicht. Deswegen gilt: Niemals einfach so Rückwärts gehen. Dann soll lieber eine zweite Person darauf achten dass dir nichts passiert oder du hältst genug Abstand zu Schächten.

Löcher im Boden können ein böses Ende haben
Löcher im Boden können ein böses Ende haben

Genau so gefährlich sind aber auch Löcher im Boden, die man aus vielen Lost Places kennt. Ich hab dabei immer die Bilder von der verlassenen Papierfabrik in Düsseldorf im Kopf. Da waren echt große Löcher im Boden und dann ging es einfach mal Berg ab in Richtung Erdgeschoss. Ein Sturz hätte mit Sicherheit keinen Spaß gebracht. Auch kleine Löcher wie zum Beispiel von Gullis, können schon Verletzungen hervorrufen. Deshalb gilt auch hier: Immer Augen geöffnet haben und dahin schauen wohin man tritt. Eine Fußverletzung macht keinen Spaß, besonders nicht in einem Lost Place.

3. Die Decken

Was mir immer wieder Auffällt: Die Beschaffenheit der Decken in einigen Lost Places ist nicht die beste. Durch die Witterung und durch Nässe kann es immer wieder passieren dass eine Decke absackt oder gar einstürzt. Das habe ich schon oft gesehen in verlassenen Orten und mir immer wieder gedacht: „In diesen Raum gehe ich besser nicht“. Denn es kann jede Sekunde passieren dass die Decke nachgibt und mich praktisch lebendig begräbt. Das muss ja wohl echt nicht sein.

Genauso gilt es dann aber auch auf den Fußboden zu achten, denn wenn Decken nachgeben, heißt dass im Umkehrschluss auch, dass Böden nachgeben können. Denn manchmal ist eine Decke ja auch ein Boden. Also muss man auch hier aufpassen, ob man irgendwas bemerkt oder ob es sich komisch anfühlt. Da hab ich schon einige Erfahrungen gemacht, auch im Kloster der Benedikterinnen. Da fühlte man in einigen Räumen schon dass der Boden nicht mehr im besten Zustand war. Und bevor man dann seine Gesundheit riskiert um ein Foto zu bekommen, lasse ich es lieber.

Herabstürzende Decken können sehr gefährlich werden
Herabstürzende Decken können sehr gefährlich werden

Ein paar Tipps von mir an euch

Haltet die Augen immer offen! Wirklich jetzt. Nicht damit ihr ein tolles Motiv verpasst, sondern auch damit euch nichts passiert. Schaut euch die Decken und die Böden an. Schaut euch an wo ihr langgeht. Es kann immer mal was sein. Es kann man etwas von der Decke hängen, es kann immer Splitter und Scherben geben. Auch wenn ihr ein Fotos aus einer tieferen Perspektive machen möchtet und euch hinkniet, schaut euch den Boden an. Nicht dass ihr auf einmal einen dicken Splitter im Knie habt.

  • Schaut euch die Beschaffenheit der Decken und Böden an
  • Schaut hin wo ihr hinlauft und hintretet
  • Bevor ihr durch Glastüren steigt, schaut euch an, wie ihr dort am besten durchkommt
  • Schaut euch an ob es Dachluken gibt mit zerbrochenen Fensterscheiben
  • Schaut euch an wo ihr euch hinkniet

Behaltet auch eure Finger bei euch. Einfach irgendwo blind reinzugreifen ist glaube ich das dümmste was man machen kann. Man muss auch nicht alles berühren. Da bin ich ein viel zu vorsichtiger Mensch geworden und behalte dann lieber meine Hände und Finger bei mir – gehe dafür aber auf Nummer sicher.

Ich glaube man könnte tausende Dinge aufzählen, aber alle haben letztlich eins gemeinsam: Seid Vorsichtig und schaut euch an was ihr macht und wo ihr seid. Es gibt überall Gefahrenquellen, auch wenn sie manchmal gar nicht so ersichtlich sind. Immerhin stehen die Gebäude teilweise schon eine sehr lange Zeit leer, was bedeutet dass die Witterung hier ordentlich zugeschlagen haben kann. Man muss also ständig aufpassen und die Augen geöffnet haben. Dann sollte bei einem Besuch in einem verlassenem Gebäude auch nichts passieren.

 

Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie - alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

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