4 Tipps wie du Lost Places finden kannst

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Lost Places sind unter Fotografen beliebt, denn dort hat man in der Regel seine Ruhe, man sieht neue Dinge und die Motive sind wirklich einzigartig. Doch gerade Neulinge, die sich für dieses Thema interessieren, tuen sich schwer dabei Lost Places zu finden. Dabei ist es eigentlich gar nicht mal so schwer, Lost Places gibt es wirklich überall. Ich möchte dir 4 Tipps geben, wie du erfolgreich Lost Places finden kannst.

Einen Lost Place zu finden und der erste darin sein – dass ist das Ziel jeden Urbexers! Warum? Denn wenn man der erste in einer Location ist, dann sind noch keine Fotos im Umlauf, man erkundet praktisch Gebiet, was vorher nur sehr wenige Menschen gesehen haben. Doch leider ist es nicht immer einfach einen Lost Place zu finden, oder doch? Es gibt verschiedene Wege, wie man einen Lost Place ausfindig machen kann – man darf nur nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt gehen!

1. Finde selber einen Lost Place

Gezielt rumfahren und nach Lost Places suchen bringt nichts. Dir wird nicht nur erstens ziemlich langweilig im Auto, sondern ist es auch verschwendete Zeit. Wichtiger ist, die Augen offen zu halten während du Unterwegs bist. Egal ob du mit freunden Unterwegs bist, oder alleine oder etwas erledigen musst: Augen offen halten und auch mal rechts und links die Gebäude anschauen. Oft findet man so schon sehr viele Lost Places, vor allem die, die praktisch unberührt sind.

Sagen wir, du fährst einkaufen – dann fährst du an jeder Menge Gebäude vorbei, wo du einfach mal hinschauen kannst. Man erkennt ja schon recht schnell ob es sich um einen Lost Place handelt oder nicht. Und wenn man sich nicht sicher ist, dann markiert man den Standort einfach (oder merkt ihn sich) und fährt in den kommenden Tage nochmal hin um zu schauen ob das Gelände und Gebäude wirklich verlassen ist.

2. Schau in Facebook-Gruppen auf Bildern genau hin

Es gibt diverse Facebook-Gruppen zum Thema Lost Places, wo Fotografen und Hobby-Fotografen ihre Bilder und Erlebnisse miteinander teilen und kommentieren können. Eine sinnvolle Einrichtung. Und genau solche Gruppen solltest du in den sozialen Netzwerken – und Facebook eignet sich hier nunmal am besten – nutzen. Schau dir die Bilder genau an und schau nach Hinweisen, wo sich dieser Lost Place, der dich interessiert befindet. Man findet zwar in der Regel keine Adressen auf den Bildern, aber nicht selten geben die Personen, die ihre Fotos teilen, kleine Hinweise mit, Beispielsweise so: „Eine verlassene Kaserne in Ruhrgebiet“. Dann weißt du schonmal zwei wichtige Eckpunkte: Dass dieser Lost Place im Ruhrgebiet liegt und dass es sich um eine alte verlassene Kaserne handelt.

Auf diesem Wege kannst du schonmal mit deiner Suche beginnen, Google ist hier ein ziemlich guter Ratgeber. Besonders wenn man schon einige Eckpunkte hat. Wenn du jetzt noch auf den Bildern weitere Informationen sieht, wie zum Beispiel einen alten Kalender, dann weißt du in der Regel auch schon, was das letzte Jahr war, wo diese Kaserne noch intakt war. Ein Vorteil, denn über Google findet man nun noch mehr Informationen, die noch gezielter sind. Wieso sollte man sich auch einen alten Kalender aufhängen? Man möchte ja aktuelle Termine haben. Und so kannst du immer weiter verfahren, bis du schließlich deinen Lost Place gefunden hast.

3. Nachfragen!

Du kannst, wenn du durch Punkt 2 nicht erfolgreich gewesen bist, auch einfach mal nachfragen. Ich empfehle dir allerdings nicht öffentlich nachzufragen, da wirst du keine Antwort bekommen. In den meisten Facebook-Gruppen ist es so, dass keine öffentlichen Ortsangaben gemacht werden dürfen – daran sollte man sich auch halten. Wenn du aber die Nachrichten-Funktion nutzt um die Person anzuschreiben, die Bilder in die Facebook Gruppen gepostet hat, kannst du schon viel mehr erreichen. Schreib aber eine ordentliche Nachricht, denn eine „Hey“ wird dir nichts bringen. Sei freundlich und biete vielleicht auch Lost Places an die du gefunden hast, dass man praktisch die Locations tauscht.

Weil Nachrichten von fremden Personen auf Facebook in den „Sonstiges“-Ordner verschoben werden, macht es durchaus Sinn, wenn du unter den Post mit den Bilder den Beitragsersteller markierst (funktioniert in Gruppen auch ohne dass ihr befreundet seid) und ihn darauf aufmerksam machst, dass du ihm oder ihr eine Nachricht hast zukommen lassen. Die meisten schauen dann auch direkt nach und schauen automatisch auch in den Ordner „Sonstiges“.

4. Über Google recherchieren

Google ist dein Freund – eine alte bekannte Weisheit unter Urbexern, denn über Google findet man schon eine Menge. Dort gibt es nicht nur Online-Magazine und Blogs, sondern auch Foren, Facebook und alle weiteren Ergebnisse. Über Google findest du mit den richtigen Suchanfragen schon enorm viele Lost Places in deiner Umgebung, wenn du viel Glück hast sogar auch in deiner Stadt. Übrigens: Auch mal die Meldungen über Insolvenz-Anträge checken, denn die meisten Lost Places entstehen durch Pleiten der ansässigen Firmen 😉

So, dass waren jetzt 4 Tipps, wie du selbst Lost Places finden kannst. Ich bin mir sicher, dass du diese Tipps gebrauchen kannst und hoffe, dass du erfolgreich sein wirst! Wenn du noch weitere Tipps hast, kannst du diese gerne in die Kommentare packen!

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3 Kommentare
  1. Lukas schreibt:

    Hallo wie findet man am besten Lost places im wald?

    1. Christian schreibt:

      Durch Augen offen halten 😉 Das sind meist wirklich Zufallsentdeckungen oder durch Unterhaltungen mit anderen Urbexern.

  2. Tobias R. schreibt:

    Muss ganz ehrlich sagen ich habe mit vielen gesprochen die urbexen da ich auch 1 – 2 Orte kenne dachte ich, ich tausche mich ihnen aus aber nichts absolut gar nichts bekommt man als Dank….
    Ich will lediglich ein paar Aufnahmen machen mehr nicht aber immer wird man vor den Kopf gestoßen ließt sich jetzt wie mimimimimi aber es ist eine traurige Tatsache.

    Der „Codex“ hin oder her wir sind hier nicht bei den Piraten oder Freimaurern, es gibt halt nun Mal Personen die nicht mobil sind und selten Gelegenheit haben so etwas sehen zu dürfen geschweige denn Gelegenheit haben neue Orte zu entdecken also bitte wir sind doch keinen 10 mehr…. Natürlich gibt es Vandalismus und das ist schlecht aber dann hält man halt bei diversen Personen eben mal die Klappe und macht nicht auf Urbexer Geheimbund aller Illuminati.
    Entschuldigung wenn ich das so offen Schreibe aber das ist meine persönliche Erfahrung da es ausnahmslos immer so war und ich auch aus diesem Grund nichts mehr an Urbexer weiter gebe wenn ich welche treffen sollte in Zukunft.

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