Kein Eingang in ein Lost Place gefunden – was nun?

Nicht jede Tür ist auf und lässt sich öffnen
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Rückschläge gehören zum Urban Exploring dazu – genau so wie erfolge. Wie oft stand man schon vor einer interessanten Location und hat keinen Eingang gefunden? Das nervt nicht nur, sondern ist auch schade, nicht selten nimmt man einige Kilometer auf sich und nimmt sich viel Zeit, um zu einer interessanten Location zu fahren. Und dann steht man davor und findet keinen Eingang. Mir ist das schon genau so passiert – aber was tut man in einer solchen Situation?

Ich habe schon hunderte, wenn nicht sogar tausende Kilometer auf mich genommen, nur um einen interessanten Lost Place zu besuchen. Neben den vielen Kilometern, die mich ja auch Geld in Form von Sprit, Verschleiss und Verpflegung kosten, kommt dazu auch noch die Zeit die ich dafür aufbringe. Gut, jetzt könnte man Argumentieren mit „Es ist aber dein Hobby“. Genau. Und deswegen mache ich es gerne. Aber: Dann steht man vor dieser Location und kommt nicht rein. Türen und Fenster sind zugemauert oder mit Brettern zugeschraubt oder erst gar nicht offen. Zäune sind in Ordnung und hoch. Tore verschlossen. Mauern zu hoch. Es gibt keine Möglichkeit reinzukommen. Aber was nun?

Was verschlossen ist, bleibt verschlossen

Fenster bleiben zu - wenn sie zu sind!
Fenster bleiben zu – wenn sie zu sind!

Regel Nummer 1: Was verschlossen ist, bleibt verschlossen. Wir befinden uns sowieso schon in einer blöden Situation, da muss man das ganze nicht noch schlimmer machen. Auch wenn man Kilometer fährt und sich enorm viel Zeit nimmt, ist das kein Grund, sich selbst einen Zugang zu verschaffen. Das ist nicht nur blöd, sondern auch verboten. Wenn es keinen Eingang gibt, dann hat man ein paar Möglichkeiten: Entweder sucht man weiter, natürlich mit der Gefahr, dass man den Eingang einfach nicht findet. Wenn man die Location getauscht hat, kann man die Person mit der man die Location getauscht hat, einfach nachfragen wo genau sich der Eingang befindet. Wenn ich eine Location tausche, frage ich sowieso immer nach, wo sich der Eingang befindet. Längeres rumrennen mit der Ausrüstung ist nicht nur anstrengend, sondern auch auffällig. Somit kann man gezielt zum Eingang gehen und verschwindet schnell aus dem Sichtfeld.

Wenn ich selber eine Location gefunden habe, und dass kommt ja nicht selten vor, dann schaue ich nicht tagsüber nach einem Eingang, sondern dann wenn ich ein wenig mehr Ruhe habe. Meistens Abends im Schutze der Dunkelheit. Dann kann ich ruhig mal ein wenig mehr rumschleichen und einen Eingang suchen. Aber: Natürlich ohne das Gebäude zu betreten. Im Dunkeln wäre das viel zu gefährlich.

Findet man wirklich nichts, hakt man die Location erst einmal ab. Natürlich löscht man die Daten (Adressen) nicht, sondern behält sie. Es kann ja immer noch sein, dass es zu einem späteren Zeitpunkt einen Zugang gibt. Oder ich einfach nur etwas übersehen habe. Ich verschwinde dann Konsequent wieder nachdem ich mich versichert habe, dass es wirklich keinen Eingang gibt. Und schaue dann ein paar Wochen später nochmal vorbei oder warte bis Fotos aus der Location in einem der Foren oder Communitys geteilt werden, um dann nach einen Eingang zu fragen, die Location habe ich ja schon. Um Eingänge wird meistens weniger ein Geheimnis gemacht, da nur die Location wichtig ist. Hat man diese, braucht man nur noch den Eingang.

Geduld – und lernen Rückschläge zu erleiden

Nicht jede Tür ist auf und lässt sich öffnen
Nicht jede Tür ist auf und lässt sich öffnen

Es passiert eigentlich recht oft dass man keinen Eingang findet. Nicht jeder Lost Place ist so löchrig wie ein Schweizer Käse. Daher muss man als Urbexer eben auch lernen mit den Rückschlägen umzugehen und sich in Geduld auszuüben. Das ist am Anfang natürlich etwas bitter, da man unbedingt in eine Location rein möchte, aber man lernt es mit der Zeit zu sagen: „Okay, heute hätte es nicht sein sollen“. Das ist nunmal so.

Geduld ist sowieso ein wichtiges Thema beim Urban Exploring, denn man möchte ja nicht durch die Lost Places rennen wie bei einem Wettlauf, sondern braucht auch wenn man mit einer oder zwei Personen unterwegs ist, ein wenig Geduld bis alle ihre Fotos gemacht haben und man weitergehen kann. Genauso wie du Geduld brauchst, wenn du gerade mal keinen Eingang findest und ein paar Wochen wartest, bis du wieder mal vorbeifährst und einen Eingang findest – oder auch nicht. Wichtig ist dabei den Urbex-Codex zu befolgen und verschlossene Türen sowie Fenster auch verschlossen zu lassen. Drinnen sowie draussen.

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