Lightroom Tipp #007: Lightroom schneller machen

Lightroom schneller machen: Optimiere deinen Katalog
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Ich liebe Adobe Lightroom und habe da nicht nur alle meine Bilder drin sortiert und geordnet, sondern bearbeite und entwickle ich damit auch meine Bilder. Dafür ist die Software schließlich da. Ich glaube ich war selten mit einem Programm so zu frieden. Es ist mega umfangreich, denn Lightroom ist ja nicht nur fürs Hobby gemacht, sondern auch für Profis – vor allem für Profis! Und deswegen gibt es noch tausende Funktionen, die ich nichtmal kenne. Was ich aber kenne: Das Geschwindigkeitsproblem von Lightroom, besonders wenn man keine aktuelle High-End Hardware besitzt. Aus diesem Grund möchte ich dir jetzt in meinen Lightroom-Tipps zeigen, wie du Lightroom schneller machen kannst.

Jede Software hat seine Stärken und Schwächen. Lightroom hat fast nur Stärken, aber ich finde, dass die Software recht langsam ist. Das kann man aber ein wenig ändern, denn von Seite der Software lassen sich ein paar Einstellungen treffen, die Lightroom schneller machen. Und wer möchte nicht mit einer schnelleren Software arbeiten? Ich gebe dir folgend ein paar Tipps, wie du Lightroom schneller machen kannst – ohne deine Hardware aufzustocken!

1) Den Lightroom-Katalog optimieren

Adobe Lightroom sammelt die Daten unserer Bilder die in Lightroom sind. Das ist auch nichts verkehrtes, aber leider führt Lightroom keine selbständige Optimierung durch. Heißt: Ab und zu müssen die Informationen unserer Bilder neu sortiert werden, damit Lightroom einfacher und somit auch schneller drauf zugreifen kann. Das macht die Bildbearbeitungssoftware leider nicht selbstständig. Doch was heißt hier leider: Würde Lightroom das ganze selbstständig erledigen, würde ich mich wahrscheinlich darüber aufregen, weil es ja wieder Zeit kosten würde. Wir können die Aktion aber manuell anstoßen und durchführen lassen, dazu sind auch nur wenige Klicks nötig.

Lightroom schneller machen: Optimiere deinen Katalog
Lightroom schneller machen: Optimiere deinen Katalog

Um den Lightroom Katalog zu optimieren, braucht man in Lightroom nur auf „Datei“ -> „Katalog optimieren“ klicken und schon gehts los. Die Software zeigt sogar den Zeitpunkt der letzten Optimierung an und sagt, dass die Leistung von Adobe Lightroom verbessert werden kann, wenn die letzte Optimierung des Katalogs schon ein wenig zurück liegt. Auf deutsch heißt das: „Lightroom kann schneller werden, wenn die deinen Katalog optimierst“. Der Vorgang kann ein paar Minuten dauern. Bei mir hat die Optimierung des Katalogs nichtmal 30 Sekunden gedauert. Habe aber auch nur 1700 Bilder in Lightroom.

2. Erweitere den RAW-Cache von Adobe Lightroom

Ein weiterer Tipp um Lightroom schneller machen zu können ist die Erweiterung des RAW-Caches innerhalb der Einstellungen. Lightroom soll den RAW-Cache nutzen, um die Vorschaubilder der bearbeiteten Bilder zu speichern. Hierbei handelt es sich um eine Datei, die vom Katalog getrennt ist – also auch nicht durch eine Katalog-Optimierung wie im ersten Schritt verbessert wird. Als Standard wird diesem Speicher insgesamt 1GB zur Verfügung gestellt. Für Anwender mit kleinen Festplatten eine Größe die nicht zu stark ins Gewicht fällt. Aber: Man kann das ganze trotzdem noch optimieren.

Ist dieser eine Gigabyte voll, überschreibt Lightroom die alten Daten einfach mit den neuen Informationen. Den RAW-Cache kann man bis zu 50GB hochschrauben. Das tue ich nicht, weil meine Festplatte auf dem MacBook Air nur 128GB groß ist. Bald soll aber ein neues Gerät her (ein iMac 27 Zoll, 5K mit deutlich größerer Festplatte), dann werde ich den Wert auch entsprechend vergrößern. Bisher habe ich ihn auf 3GB beschränkt. Aber Vorsicht: Hierbei soll es sich nicht um einen Trick handeln der Lightroom deutlich schneller macht, sondern sich auf lange Zeit auszahlen soll.

In den Voreinstellungen kannst du den RAW-Cache vergrößern
In den Voreinstellungen kannst du den RAW-Cache vergrößern

Ändern könnt ihr den RAW-Cache in Adobe Lightroom mit wenigen Klicks: Einfach in die Voreinstellungen gehen, dann auf den Reiter „Dateiverwaltung“. Dort kann man den RAW-Cache dann seinen Wünschen entsprechend anpassen. Außerdem kann man hier auch den Cache mit nur einem Klick leeren.

3. Vorschau erstellen beim Import auf 1:1

Wenn man in Lightroom Bilder importiert, erstellt die Software automatisch Vorschaudateien. Diese sieht man, wenn man durch die interne Bibliothek von Lightroom scrollt. Das schlimme: Öffnet man Bilder, wird nicht die Vorschau gezeigt, sondern Lightroom rendert das gesamte Bild. Das kostet Zeit. Jedes mal wird jedes einzelne Bild gerendert. Je nach Bildgröße kann das ganze dann schon dauern, bis die Schieberegler freigemacht werden, das Bild fertig ausgelesen wurde und Lightroom uns das gesamte Bild zeigt.

Auch hier gibt es eine Optimierung, die Lightroom schneller macht: Schon beim Import einfach das Vorschaubild ändern. Das kann man zum Glück auch noch nachträglich machen, kostet dann je nach Kataloggröße ein wenig Zeit. Auch beim Import dauert es nun länger, bis die Bilder in Lightroom importiert sind, aber dass soll nicht stören. Da müssen wir dann eben ein wenig mehr Geduld haben, sind dann aber im täglichen Gebrauch deutlich schneller.

a) Schon vorhandene Vorschaudateien auf 1:1 rendern

Wenn man schon eine ordentliche Bildersammlung hat, kann man deren Vorschaubilder nachträglich ändern. Das geht auch recht einfach und ist mit wenigen Klicks erledigt. Einfach alle Bilder der Bibliothek auswählen (sofern alle geändert werden sollen) und dann auf „Bibliothek“ -> „Vorschauen“ -> „1:1 Vorschauen erstellen“ klicken. Jetzt heißt es erst einmal zurücklehnen und Lightroom arbeiten lassen. Das kann je nach Größe und Anzahl der Bilder schon etwas Zeit in Anspruch nehmen, bringt aber im Nachhinein sehr viel wie ich rausgefunden habe.

So renderst du die Vorschauen vorhandener Bilder in Lightroom neu
So renderst du die Vorschauen vorhandener Bilder in Lightroom neu

b) Beim neuen Import die Vorschauen auch auf 1:1 rendern

Damit du nicht immer die gesamte Bibliothek auswählen und neu rendern musst, kannst du schon beim Importvorgang die Vorschauen in 1:1 rendern lassen. Dadurch dauert zwar der Import ein wenig länger, was meiner Meinung nach aber nicht schlimm ist, da ich zum Beispiel mehr mit der Software arbeite statt zu importieren. Wenn du dich im Importdialog befindest, kannst du oben rechts auswählen, wie deine Vorschaubilder erstellt werden sollen. Dort auch einfach 1:1 Vorschaudateien auswählen.

Lightroom schneller machen dank der 1:1 Vorschau beim Import neuer Bilder
Lightroom schneller machen dank der 1:1 Vorschau beim Import neuer Bilder

4) Änderungen nicht in XMP speichern

Wahrscheinlich kennen viele diese Funktion gar nicht und wahrscheinlich ist sie bei den meisten auch deaktiviert: Gemeint ist die Speicherung der Änderungen in XMP-Dateien. Was bedeutet das? Ganz einfach: Wenn ich ein Bild in Adobe Lightroom bearbeite, speichert Lightroom die entsprechenden Daten im internen Katalog. Gleichzeitig setzt die Software aber auch automatisch eine XMP-Datei an, welche mit den Informationen gefüttert wird. Das hat den Vorteil, dass alle Daten von allen anderen Bildbearbeitungsprogrammen gelesen werden können. Sprich: Andere Programme können sehen, welche Bearbeitungsschritte du in Lightroom gemacht hast und wie das Bild nun aussehen soll.

XMP-Dateien sollten nicht erstellt werden, wenn man ein schnelles Lightroom möchte
XMP-Dateien sollten nicht erstellt werden, wenn man ein schnelles Lightroom möchte

Das Problem hierbei ist, dass das speichern der XMP-Datei Ressourcen vom Rechner kostet – und Lightroom dabei langsamer werden kann. Also empfehle ich, sofern man nur mit Lightroom arbeitet oder die Bilddaten nicht in einer XMP benötigt, diese Funktion zu deaktivieren. Normalerweise hat Lightroom das auch vom Hause aus, eine Kontrolle schadet aber nicht. Zu finden ist der Punkt in den Katalogeinstellungen und dann unter dem Reiter „Metadaten“. Dort kannst du nachschauen, ob die Funktion bei dir aktiviert und deaktiviert ist.

Ganz bewusst habe ich verzichtet auf…

…Punkte wie zum Beispiel „schnellere Hardware“ oder „SSD benutzen“. Das sind Dinge, die man wissen sollte, denn je besser die Hardware, desto schneller läuft auch das System und Software wie Lightroom. Ich zum Beispiel arbeite wie schon geschrieben an meinem MacBook Air und ich weiß auch dass ich mal neue Hardware bräuchte. Nicht nur wegen der Bildbearbeitung, sondern auch wegen der Videobearbeitung. Aber alles mit seiner Zeit. Schließlich möchte ich ja was aktuelles, was dann auch wieder ein paar Jahre hält.

Außerdem ging es hier darum, seitens der Software entsprechende Einstellungen zu treffen, um Adobe Lightroom zu verschnellern und das arbeiten damit ein wenig zu beschleunigen. Ich finde, dass man wissen sollte, dass auch andere Programme beenden ein nützlicher Punkt ist, weil so mehr Ressourcen für Lightroom eingesetzt werden können. Passt aber auch nicht so ganz in die Softwareseitigen Tipps rein. Trotzdem hoffe ich dir helfen gekonnt zu haben um dein Lightroom schneller machen zu können!

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