Verwaltung von verlassenen Orten

Lost Places: Ich verwalte sie mittlerweile in Google Earth
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Urbexer kennen es: Die Verwaltung der Lost Places die man schon besucht hat, die man gefunden hat, die man gerne noch besuchen möchten und so weiter. Es geht ums Organisieren, sortieren und verwalten von Daten. Als ich mit dem Urban Exploring angefangen habe, war mir dass noch gar nicht so bewusst, aber Daten und Locations sind Gold wert. Also habe ich eine Location nicht weiter abgespeichert, sondern hatte einfach im Kopf wo es ungefähr war. Und dann? Dann kamen die ersten Tauschanfragen und man musste mühselig auf Google Maps oder in Google Earth nach den Adressen suchen.

Auch wenn ich noch nicht lange beim Urban Exploring dabei bin, habe ich es mir schnell angewöhnt, Daten zu speichern. Einfach um einfacher und schneller Zugriff auf meine Locations zu haben. Wenn dann mal ein Tausch ansteht, muss ich nicht lange suchen, sondern kann direkt auf die gespeicherten Daten zugreifen. Die einen nutzen die Favoritenleiste, die anderen nutzen Google Earth, andere nutzen einfach nur eine Textdatei. Es gibt die verschiedensten Methoden, Lost Places zu verwalten, die perfekte Methode gibt es dabei nicht. Für jeden ist seine Methode am besten, weil er sie nutzt. Ich möchte mal kurz erläutern wie ich das mache und warum.

Ich verwalte meine verlassenen Orte in Google Drive

Google Drive ist eine gute Möglichkeit etwas abzuspeichern. Hier bekommt man nicht einfach nur Speicherplatz, sondern auch Tools angeboten mit denen man Office-Arbeiten erledigen kann. Online-Tools wie Excel, Word oder Powerpoint – nur eben von Google und unter anderen Namen. Ich habe mir einfach eine Tabelle in Googles Version von Excel angelegt, in dem ich verschiedene Spalten habe:

  • Name der Location
  • Art der Location
  • Ort der Location
  • Genaue Adresse der Location
  • Link zu Google Maps
  • Link zur Bildergallerie

Das hat folgenden Vorteil: Ich habe pro Spalte diverse Informationen eines Lost Places. Und pro Zeile genau einen Lost Place. Die Links haben den Sinn und Zweck, dass ich mit einem Klick zu Google Maps gelange und mir das Kartenprogramm direkt anzeigt wo der Lost Place ist. Denn: Ich habe ihn vorher auf Google Maps gesucht, markiert und dann einen Kurzlink generiert – funktioniert alles über Google Maps. Der Link zur Bildergallerie hat den Sinn und Zweck, dass ich schnell Bilder anschauen und vergleichen kann. Wenn mich jemand fragt wo was ich und ich ungefähr eine Ahnung habe, dann kann ich schnell nochmal vergleichen.

Bisher kann ich mich nicht beklagen: Es klappt wunderbar, Google ist ein zuverlässiger Anbieter – klar, ist ja auch die größte Suchmaschine und zählt zu den am häufigsten besuchten Webseiten der Welt – und es ist einfach. Ich will mir da keinen großen Stress machen oder etwas aufwändiger gestalten als man es muss. Zwar handelt es sich hier um mein Hobby, aber es geht eigentlich „nur“ um Adressen.

Mehrere Listen, mehrere Einsatzorte

Du kannst dir mit Sicherheit vorstellen, dass ich nicht nur eine Liste dieser Art besitze und verwalte. Ich habe mehrere. Das hat auch einen Sinn: Ich habe noch eine Liste mit Lost Places und Adressen die ich noch nicht besucht habe, aber noch besuchen möchte. Es gibt Tage, da bekomme ich 3-4 oder mehr Locations zugespielt oder tausche sie. Die kann ich natürlich nicht alle sofort besuchen – also speichere ich sie mir, damit ich sie nicht verliere oder vergesse. Selbst wenn Daten in einem Chat-Protokoll aufgehoben werden, muss dass ja nicht zwangsläufig bedeuten dass sie auch dort bleiben. Manchmal löschen Nutzer ihre Accounts und somit sind auch die Chatverläufe weg. Zudem habe ich so alles auf einem Blick.

Außerdem habe ich noch eine abgespeckte Version der ersten Liste mit meinen besuchten Lost Places erstellt. Dort finden sich nur Name, Link zur Bildergallerie und Art der Location. Diese Liste teile ich manchmal mit den Personen, mit denen ich tauschen möchte. Ich kann nicht immer 1000 Links zu Bildern posten oder möchte nicht lange drum herum reden – dann lasse ich mir einfach den Google Account oder ähnliches geben und gebe ihm oder ihr die Datei frei. Hat bisher super funktioniert. Da ich keine genauen Angaben zu den Locations mache, bin ich auch auf der sicheren Seite – die Locations können also nicht wirklich gefunden werden. Entsprechende Angaben fehlen ja noch.

Verwalten von Lost Places in Google Earth
Verwalten von Lost Places in Google Earth

Google Earth ist auch eine gute Methode

Ich besitze einige Dateien für Google Earth, die ich einfach mit dem Programm öffne und schon bekomme ich hunderte von Lost Places angezeigt. Diese Dateien habe ich mal zugeschickt bekommen, dort finden sich Pins auf den Maps und entsprechende Angaben zu Eingängen, Status und mehr. Ich könnte mir auch vorstellen eine eigene Liste für Google Earth anzulegen für die Lost Places die ich schon besucht habe, allerdings habe ich dann dass Problem dass ich die Daten nicht so schnell teilen kann wie mit meiner Lösung.

Mich würde mal interessieren wie ihr eure Lost Places verwaltet und sortiert. Vielleicht macht ihr es ja anders als ich und vielleicht macht ihr es ja genau gleich. Vielleicht gibt es noch Verbesserungen bei meiner Methode. Schreibt mir einfach mal was in die Kommentare!

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7 Kommentare
  1. Jochen Bake schreibt:

    Hallo Christian,
    auch ich habe lange gesucht bist ich eine für mich optimale Lösung gefunden habe. Angefangen von einer Excel Tabelle mit Link zu Google Maps und zu den Bildern, bis zu Google Earth hat mich nichts zufrieden gestellt. Erst durch einen Tipp von einem Geocacher bin ich auf Locus Pro aufmerksam geworden. Hier die Vorteile auszuzählen würde den Rahmen sprengen, weshalb ich mir erlaube einen Link zu meinen Artikel zu setzen.

    http://www.jochenbake.de/lost-place-koordinaten-verwalten-mit-locus-pro/

    1. Christian schreibt:

      Danke dir, schaue ich mir natürlich sehr gerne an! Danke für den Tipp!

      Grüße,
      Christian

      1. Daniel schreibt:

        Kann man über maps verlassen orte einsehen ?

        1. Christian schreibt:

          Hallo Daniel,

          nein, kann man nicht. Urbexer verraten ihre Locations nicht 😉

          Grüße

  2. Oliver Sorge schreibt:

    Aktuell arbeite ich nur mit Google Earth. Bin aber auf der Suche nach einer performanteren Lösung. Wenn ich alle Pins einblende, ist ein flüssiges Arbeiten nicht mal ansatzweise möglich.

  3. Kim schreibt:

    Hey Christian sag mal kannst du mir vielleicht die liste mit den lost Places schicken kann sie irgendwie nicht Downloden.

    Ganz lieben Dank
    Kim

    1. Christian schreibt:

      Hey Kim,

      Sorry, aber bei der Karte handelte es sich um einen Aprilscherz! 😉
      Echte Urbexer geben ihre Locations niemals raus.

      Grüße,
      Christian

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