Zecken: Tipps zum Schutz und entfernen & vor Krankheiten

Zecken können Viren übertragen
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Die Temperaturen werden wärmer, die Lust auf Lost Places steigt. Man krabbelt durch Gebüsche, schmale Gänge und sieht schöne Locations. Doch wir haben auch einen kleinen Gegner. Die Zecke. Jedes Jahr haben die Zecken ihre Saison, ungefähr von März bis Oktober, wobei es hier ja auch auf die Temperaturen ankommt. Gerade wenn wir unterwegs sind, unsere Lost Place Touren machen, steigt die Chance, von einer Zecke gebissen zu werden. Mit diesem Artikel möchte ich nicht nur auf die Zecken aufmerksam machen, sondern dir auch Tipps geben, wie du einen Zeckenbiss verhinderst und damit umgehst.

Unser Hobby „Urban Exploration“ ist für uns etwas schönes. Aber wir müssen uns auch die Gefahren im Kopf behalten: Marodes Holz, gerosteter Stahl, mögliche Sturzstellen. Aber nicht nur die Lost Places selber können Gefährlich werden, wir haben auch einen kleinen Feind, der wirklich klein ist: Die Zecke. So harmlos sich das anhören mag, ein Biss von einer Zecke (richtig wäre übrigens „Stich“) kann folgen haben: Borreliose, Ehrlichiose, Neoehrlichiose und Rickettsiosen. Da gibt es mit Sicherheit noch viel mehr. Und es kann sogar zu einer Gehirnhautentzündung kommen. Der Spaß hört nämlich dann auf, wenn man von einer Zecke infiziert wurde, denn die kleinen Viecher können schnell mal eben eine Krankheit übertragen.

Zecken können gefährlich werden – schützt euch!

Zeckenbisse können auch im Haar auf der Kopfhaut sein
Zeckenbisse können auch im Haar auf der Kopfhaut sein

An dieser Stelle möchte ich daran erinnern, sich zu schützen. Der Biss bzw. Stich einer Zecke tut nicht weh, man merkt ihn eigentlich überhaupt nicht. Trotzdem wird er dadurch nicht harmlos. Oben stehen schon ein paar Folgen, die durch einen Zeckenbiss auftreten können. Deswegen ist ein Schutz gegen die kleinen Zecken enorm wichtig. Am besten ist immer, wenn man sich entsprechend kleidet: Auch wenn es wirklich warm ist und man ins schwitzen kommt, ist lange Kleidung Pflicht. Hosen sollten ja sowieso immer lang sein, man weiß ja nie wo man durch muss, aber eben auch als Schutz vor der Zecke. Sie lauern nämlich nicht nur auf Bäumen, sondern auch in Pflanzen auf Beinhöhe. Besonders wohl fühlen sich Zecken übrigens im Laubstreu im Wald. Auch lange Grashalme werden von der Zecke genutzt – deswegen immer schön Vorsichtig sein. Der Pullover schützt natürlich auch. Auch wenn es extrem warm werden kann, ist ein Pullover wichtig um die Arme zu schützen.

Hier ein paar Tipps, wie man sich vor Zecken schützen kann:

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  • Lange Hosen tragen und Hosen evtl. in die Socken stecken
  • Pullover tragen, dieser Schützt die Arme
  • Helle Kleidung tragen, dort sieht man die Zecken besser
  • Kopfbedeckung tragen, denn Zecken können auch die Kopfhaut als Ziel sehen

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Zusätzlich zu diesen Tipps, empfehle ich das einreiben ungeschützter Körperstellen mit Mückenspray, welches auch gegen Zecken getestet wurde. Es gibt auch viele Anti-Zecken Mittel, die von der Stiftung-Warentest getestet wurden. Eine entsprechende Tabelle mit Bewertungen findet man hier.

Bist du durch einen Wald gekommen oder kamst durch Wiese und Gebüsch, heißt es erst einmal: Den Körper nach Zecken absuchen. Erst die Kleidung, anschließend am Körper fühlen, ob irgendwo eine Zecke zugeschlagen hat. Man sollte eine Zecke, die zugebissen hat, nämlich so schnell wie möglich entfernen. Auch wenn es Zeit kostet, ich finde es gerade in den warmen Monaten extrem wichtig, den Körper nach Zecken zu untersuchen. Da die kleinen Blutsauger vor allem Stellen mit dünner Haut mögen, sollten diese abgesucht werden: Kopfhaut, Haaransatz, Ohren, Hals, Gelenkbeugen, Hände und Füße. Das letzte sollte sich übrigens durch festes und geschlossenes Schuhwerk erübrigen.

Ich wurde von einer Zecke gebissen: Was soll ich jetzt tun?

Auf keinen Fall die Zecke abknibbeln oder ähnliches. Ich habe in den Sommermonaten immer eine Zeckenzange bei mir. Die sind nicht groß, nehmen kleinen Platz weg und sind in diesen Fällen wichtige Helfer. Zum Glück kam sie noch nicht zum Einsatz, aber gerade bei Lost Places heißt es ja sowieso immer: Lieber Vorsicht als Nachsicht. Eine Zeckenzange ist auch nicht teuer, kostet in Apotheken oder bei Amazon nur ein paar Euro. Wer keine zur Hand hat, für den reicht auch eine normale Pinzette.

Die Zecke sollte am besten mit einer Zeckenzange entfernt werden
Die Zecke sollte am besten mit einer Zeckenzange entfernt werden

Beim entfernen der Zecke ist darauf zu achten, dann man wirklich Hautnah greift, also am Kopf der Zecke. Drückt man nämlich den Körper, so kann man Krankheitserreger in den gebissenen Körper drücken. Und das wollen wir ja vermeiden! Hat man sie gepackt, wird sie einfach rauszogen. Einfach ist ein gutes Wort: Es ist aufgrund der kleinen Körpergröße der Zecke enorm schwierig sie richtig zu packen. Dabei gilt es auch die Zecke nicht rauszudrehen, da dabei der Kopf der Zecke abreissen kann. Also muss sie gerade aus der Bissstelle herausgezogen werden. Anschließend die gebissene Stelle mit Alkohol oder Jod desinfizieren.

Nach dem Zeckenbiss: Auf Symptome des Körpers achten

Zecken können Viren übertragen
Zecken können Viren übertragen

Übertragene Krankheiten sieht man nicht – man bekommt sie mit. Deswegen ist es nach einem Zeckenbiss sinnvoll, auf die Symptome zu achten. Auch sollte man sich die Bissstelle merken, denn bei vielen Borreliose-Infizierten rötete sich die Stelle und nahm mit der Zeit am Umfang zu. Wenn du sowas bei dir auch beobachtest, solltest du auf jeden Fall deinen Arzt aufsuchen! Zu diesem Zeitpunkt ist die Borreliose noch unproblematisch mit Antibiotika zu behandeln.

Weiterhin können Zecken auch FSME-Viren übertragen. FSME steht hier für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Diese Erkrankung geht soweit, dass man sogar Lähmungen bekommen kann. Bei einem sehr geringen Anteil kommt es sogar zum Tot. Du solltest unbedingt auf folgende Symptome nach einem Zeckenbiss achten:

  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Schnupfen

Das hört sich wie eine Sommergrippe an, aber hattest du einen Zeckenbiss und bekommst solche Symptome (die Inkubationszeit kann bis zu 7-14 Tagen betragen!), solltest du den Arzt aufsuchen. Auch wenn es dir nach dieser vermeindlichen Sommergrippe, die ja eigentlich keine ist, besser geht, so kommt nach rund einer Woche der nächste Krankheitsschub mit Fieber und extrem starken Kopfschmerzen. Das nennt sich dann die Manifestationsphase. Es ist wichtig, genau auf solche Symptome zu achten und lieber zum Arzt zu gehen. Lieber lässt man sich doch vom Arzt ausstellen, dass man wirklich nur eine Sommergrippe hat, statt dass man an der Frühsommer-Meningoenzephalitis erkrankt ist bzw. von den FSME-Viren infiziert wurde. Lieber einmal zu früh den Arzt aufsuchen, statt zu spät!

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