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Workflow: Einfache HDR-Bilder mit HDR Efex Pro und Lightroom erstellen

Ich selber mag HDR-Bilder sehr. Manchmal gefallen mir die schlichten gut, manchmal aber auch die mit den abstrakten Effekten. HDR-Bilder haben einfach etwas. Seitdem die NIK-Collection von Google kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, spiele ich immer mal wieder mit HDR Efex Pro rum, welches ja Teil der gesamten Collection ist. Die gesamte Kollektion lässt sich dabei super in Lightroom integrieren und nutzen. Ich zeige dir jetzt mal einen schnellen und einfachen Workflow, wie du tolle HDR-Bilder mit Lightroom und HDR Efex Pro zauberst.

Am Anfang brauchen wir mindestens drei verschiedene Belichtungen von einem Motiv. Wenn ich auf Tour bin, mache ich das schon vollkommen automatisch. Es hat sich einfach so eingebrannt bei mir, dass manche Motive nicht nur als einzelnes Bild abgelichtet werden sollten, sondern gleich direkt als Belichtungsreihe. Dann schießt die Kamera drei Bilder in verschiedenen Belichtungen: Überbelichtet, Unterbelichtet und normal belichtet. Diese drei Fotos – es können selbstverständlich auch mehr sein – markieren wir in Lightroom und klicken anschließend auf „Exportieren“ und dann „HDR Efex Pro“. Man kann den Dialog auch über den Rechtsklick starten und dann auf „Exportieren“ und auf „HDR Efex Pro“ klicken. So mache ich das häufig. Anschließend öffnet Lightroom automatisch das Bearbeitungsprogramm aus der Nik Collection.

Auswählen der Belichtungsreihe in Adobe Lightroom
Auswählen der Belichtungsreihe in Adobe Lightroom

Los gehts in HDR Efex Pro

Der erste Schritt in HDR Efex Pro ist eines der Bild auszusuchen, welches als sogenanntes „Ghosting-Referenzbild“ dient. Das bedeutet, es wird ein Bild ausgesucht, welches als Vorlage genommen wird um den „Ghosting Effekt“ zu minimieren. Der Ghosting-Effekt entsteht bei der Aufnahme einer Belichtungsreihe, wenn die Kamera sich bewegt. Es können schon die kleinsten Bewegungen dazu führen, weshalb ich immer empfehle, den Ghosting-Effekt zu reduzieren, was HDR Efex Pro vollkommen automatisch macht. Wir müssen nur ein geeignetes Bild als Referenzbild aussuchen.

Das gute ist, dass sich in diesem Dialogfenster auch direkt die Chromatische Aberration entfernen lässt. Mittels der Lupe, die sich im Fenster unten rechts im Bild finden lässt, kann man ganz genau hinsehen und ins Bild reinzoomen, um die chromatischen Aberrationen zu finden und zu eleminieren. Rechts im Dialog finden sich Regler mit denen sich die Farbe der Aberrationen einstellen lässt, damit diese dann automatisch entfernt werden. Anschließend klicken wir auf „HDR erstellen“ und HDR Efex Pro übernimmt automatisch die Zusammenführung der Bilder.

Auswählen des Referenzbildes für die Reduzierung des Ghosting-Effekts
Auswählen des Referenzbildes für die Reduzierung des Ghosting-Effekts

Presets von HDR Efex Pro nutzen und tolle Effekte erzeugen

Ich bin ein Fan von der Software, weil es eine Menge an Presets gibt, die mir die Arbeit abnehmen. Diese Presets sind Voreinstellungen, die auf das Bild angewendet werden können. Sie reichen von realistisch bis surreal. Man muss nur wissen was man möchte. Das gute ist, dass man sich in HDR Efex Pro in Ruhe durchklicken und sich dann entscheiden kann. Außerdem haben wir anschließend noch die Möglichkeit, selber Hand anzulegen und das Bild von Hand weiter zu bearbeiten. HDR Efex Pro bietet nämlich mehr als nur die Presets, sondern lässt uns die Bilder bis ins kleinste Detail bearbeiten.

Wähle einen Preset aus. Ich wähle "dramatisch" weil es zu den Lost Places passt
Wähle einen Preset aus. Ich wähle „dramatisch“ weil es zu den Lost Places passt

Für mein Beispiel wähle ich das Preset „Dramatisch“. Dieser hat es mir bei meinen letzten Bearbeitungen in HDR Efex Pro schon ein wenig angetan. Irgendwie stehe ich auf den Style einfach. Auch „Düster“ zieht ziemlich cool aus. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Stimmung einfach zu verlassenen Ortschaften passt. Wer weiß.

Tonwerte in HDR Efex Pro anpassen

Wer möchte, kann sein HDR-Bild aus HDR Efex Pro jetzt schon abspeichern. Ich selber schaue ab und zu dass ich noch die Tonwerte nach belieben verändere und somit dem Bild eine persönliche Note gebe. Die HDR-Software bietet zum Glück etliche Funktionen an, mit denen ich das Bild vollkommen individualisieren und meinem Geschmack nach anpassen kann. Damit ihr mal einen unterschied seht, gibt es nun einmal ein Vorher-Bild.

Vorher-Bild: So sieht mein HDR-Bild vor der Tonwertkorrektur aus
Vorher-Bild: So sieht mein HDR-Bild vor der Tonwertkorrektur aus

So, anschließend gab es die Tonwertkorrektur aus meinen Händen. Man muss dazu sagen, dass jeder seine Bilder anders mag und jeder seinen eigenen Style hat. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Schaut euch mein Nachher-Bild an und vergleicht mal. Ihr könnt ja gerne in die Kommentare schreiben, welches euch besser gefällt: Das Vorher-Bild oder das Nachher-Bild?

Mein HDR-Bild aus HDR-Efex Pro nach der Tonwertkorrektur und Bildbearbeitung
Mein HDR-Bild aus HDR-Efex Pro nach der Tonwertkorrektur und Bildbearbeitung

Sodele. Das war mein Nachher-Bild. Ich habe ein wenig die Belichtung runtergeschraubt, die Spitzlichter ebenfalls. Der Kontrast wurde auch drastisch runtergedreht, ebenso wie der Weiß-Ton. Der Schwarz-Ton wurde nach oben gedreht, damit die dunklen Ecken des Bildes ein wenig heller werden. Die Struktur bekam einen Wert von -66%, damit das Bild – wie ich finde – ein wenig glatter und künstlerischer wirkt. Und ganz zum Schluss gab es für das Bild noch eine Vignette. Ich fand, dass es passte. Was sagt ihr dazu?

Speichern und das HDR-Bild in Lightroom einfügen

Nun speichern wir das Bild mit einem Klick auf den Button „Speichern“. Da Lightroom und HDR Efex Pro zusammenarbeiten, findet man das Bild dann auch in der Lightroom-Bibliothek. Übrigens: Das Bild wird genau an diesem Ort abgespeichert, von dem es auch genommen wurde. Bei mir liegen die Daten zum Beispiel auf einer externen Festplatte in einem Ordner „Preventorium Dolhain„, der sich wiederum in einem Ordner „Lost Place Fotografie“ befindet. Das zusammengesetzte HDR-Bild findet sich nun im Ordner „Preventorium Dolhain“, weil sich da auch meine originalen Bilddateien befinden an denen sich Lightroom bedient.

Und so sieht mein fertiges HDR-Bild dank Lightroom und HDR Efex Pro aus!
Und so sieht mein fertiges HDR-Bild dank Lightroom und HDR Efex Pro aus!

Leider findet man das Bild nicht direkt in der Sammlung wieder, sondern muss es aus mit Lightroom aus dem Ordner in die Sammlung schieben. Ich hätte es noch toll gefunden, wenn Lightroom erkannt hätte aus welcher Sammlung das Bild stammt und das zusammengesetzte HDR-Bild dann auch direkt in die Sammlung geworfen hätte. Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben im Leben.

Anschließend könnte man das HDR-Bild noch in Lightroom weiterentwickeln, aber darauf verzichte ich meistens. Ich habe ja schließlich meine Arbeit schon in HDR Efex Pro getan. Wer möchte, kann aber Lightroom gut dazu nutzen.

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Über Christian

Begeistert von Lost Places, Fotografie und Videografie – alles miteinander zu verbinden ist mein großes Hobby! Mit Lost-Place.org betreibe ich einen Blog rund um Lost Places, wo ich aber nicht nur meine Fotos und Videos veröffentlichen möchte, sondern auch gerne Tipps zu Lost Places gebe.

Ein Kommentar

  1. Klasse,erstmals nach deiner super Anleitung,habe ich es auch verstanden
    Dankeschön

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