Final Cut Pro X Tipp #001: Flüssige Zeitlupe dank „Optischer Fluss“

Final Cut Pro X Tipp: Optischer Fluss bringt flüssigere Zeitlupen
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Wie viele ja bereits von euch wissen, filme ich auch gerne – besonders in Lost Places. Da ich aber in diesem Bereich ein totaler Laie bin, lerne ich bei jedem neuen Video dazu. Und weil ich das nicht nur so geil finde, sondern auch noch meine Erfahrungen mit euch teilen möchte (hier geht es ja nicht nur um verlassene Orte, sondern auch um die Fotografie und die Videografie), möchte ich neben meinen Lightroom Tipps nun auch noch die Serie „Final Cut Pro X Tipps“ ins Leben rufen. Irgendwie hat es mir das Programm angetan und ich schneide damit meine Videos zusammen. Heute geht es um die flüssigen Zeitlupen und wie man sie erstellt.

Ab und zu kommt es vor, dass eine Zeitlupe in Videos nicht nur einen geilen Effekt bringt, sondern auch nötig ist, um entsprechende Motive darzustellen. Bisher hatte ich immer folgendes Problem: Ich nehme meist in 30FPS auf, manchmal auch in 60FPS und schraube es dann in der Nachbearbeitung runter. Jetzt hatte ich einen Clip in 30FPS aufgenommen, den ich gerne in Zeitlupe darstellen wollte – weil die Hintergrund Musik die entsprechende Möglichkeit dazu bot und das ganze auch im Video cooler rüberkam. Also schnell die Geschwindigkeit auf 50% in Final Cut Pro X gesetzt und ab ging es. Das Problem: Dann werden aus 30FPS mal eben 15FPS – schließlich ziehe ich den Clip ja auch in die Länge und mehr Bilder stehen einfach nicht zur Verfügung. Das Ergebnis: Die Zeitlupe (Slow Motion) ruckelte, weil keine 30 Bilder mehr pro Sekunde zur Verfügung standen.

Final Cut Pro X Tipp: Optischer Fluss bringt flüssigere Zeitlupen
Final Cut Pro X Tipp: Optischer Fluss bringt flüssigere Zeitlupen

Zeitlupe glätten und Bildsprünge ausmerzen in Final Cut Pro X

Das Zauberwort lautet: „Optischer Fluss“. Das ist eine Funktion von Apples Final Cut Pro X, die ich jetzt für mich gefunden habe und auch in einen meiner letzten Videos angewendet habe. Das Video könnt ihr euch weiter unten anschauen. Zuerst möchte ich erklären wie es funktioniert. Das Ergebnis findet ihr ab Minute 1:29. Springt einfach dahin und ihr seht, wie das Endergebnis aussieht.

Wenn ihr einen Clip in die Länge zieht und somit eine Slow Motion erstellt, wählt ihr anschließend den Clip aus und geht in die Retiming-Optionen. Dort findet ihr die Option „Videoqualität“. Dahinter verstecken sich drei Optionen:

  • Normal
  • Bildüberblendung
  • Optischer Fluss

Ich habe für meinen Clip den optischen Fluss ausgewählt. Dabei analysiert Final Cut Pro X den Clip und fügt anschließend Zwischenbilder ein. Das lässt die Slow-Motion deutlich smoother wirken, also deutlich glatter. Die Übergänge zwischen den Bilder sind nicht mehr so stotterhaft, sondern wirken gleich viel flüssiger. Für mich eine Option, die ich auch in Zukunft nutzen werde. So und damit wir hier nicht dumm aus dem Artikel rausgehen, möchte ich kurz auf die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten eingehen und was sie bewirken.

Video / Embed

Videoqualität: Normal

Hierbei handelt es sich um eine Standardvoreinstellung, bei der Bilder einfach nur dupliziert werden. Dadurch ist kein Rendern notwendig und auch keine Analyse seitens Final Cut Pro X aus dem Hause Apple. Es wird auch keine Bildüberblendung angewendet.

Videoqualität: Bildüberblendung

Final Cut Pro X legt Zwischenbilder an, die in den Clip gelegt werden. Diese werden aus den einzelnen Pixeln der benachbarten Frames erzeugt. Die Zeitlupe soll um einiges Smoother wirken, also deutlich flüssiger. Ein Rendern ist erforderlich, weil Zwischenbilder in den Clip gelegt werden.

Videoqualität: Optischer Fluss

Für mich die beste Option. Apples Final Cut Pro X analysiert den Clip mit einem Algorithmus, der dann Zwischenbilder erzeugt und in den Clip legt. Warum es für mich die beste Lösung ist? Der Algorithmus analysiert die Bewegungen der Pixel – auf Grund dieser Daten werden dann automatisch neue Zwischenbilder erzeugt. Das wirkt dann deutlich glatter und flüssiger in der Zeitlupe. In meinem Video gab es mit dem optischen Fluss das beste Ergebnis. Schaut es euch oben selber an (ab Minute 1:29).

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