GoPro Karma – Die Drohne aus dem Hause GoPro kommt 2016

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Ich freu mich gerade wie ein kleines Kind, denn GoPro nun ein weiteres mal den Mund aufgemacht in Richtung eigene Drohne. Bislang besitze ich eine DJI Phantom 2, aber die GoPro Drohne, genannt „GoPro Karma“ wäre schon eine interessante Alternative für mich. Nicht nur weil es den Anschein macht, dass der Hersteller seine Drohne robust konstruiert, sondern wird es auch bestimmt ein perfektes Zusammenspiel mit den GoPro Actioncams geben.

GoPro Karma scheint also der Name der GoPro Drohne. Das Unternehmen, welches ja bekannt für seine Actioncams ist, hat nun einen ersten Schritt in die Öffentlichkeit gewagt. Zwar gab es schon ein Video mit Aufnahmen die von der Drohne aus gemacht wurden, jetzt hat man den Namen verraten und bekannt gegeben, dass man die Drohne 2016 auf den Markt bringen möchte. Eigens dazu hat man eine entsprechende Seite aufgesetzt, die du dir hier anschauen kannst.

Was wird die GoPro Drohne können?

Überall ließt man, GoPro brauche dringend etwas neues um weiter bestehen zu können. Die Actioncams sind zwar beliebt wie immer, dennoch gibt es viel Konkurrenz, die langsam immer mehr Marktanteile einnimmt. Also muss GoPro sich neu erfinden, ein neues Produkt – am besten passend zu den Kameras – auf den Markt bringen und am besten auch noch eine neue GoPro, die extrem Leistungsfähig sein wird. Aber dazu möchte ich mir gerade keine Gedanken machen. Mir geht es um die Drohnen, denn neben Lost Places liebe ich es Luftaufnahmen zu machen. Eine besondere Perspektive, die bis vor einigen Jahren nur den Profis vorbehalten war.

Beispielaufnahme von der GoPro Drohne // Quelle: GoPro
Beispielaufnahme von der GoPro Drohne // Quelle: GoPro

Aber was muss eine neue Drohne, die sich am Markt beweisen soll, eigentlich können? Schauen wir mal was der Marktführer im Petto hat: Mit der DJI Phantom gibt es eine Serie an Quadrocoptern, die verschiedenes erfüllen: Einmal gibt es die normale DJI Phantom 2, an die ein Gimbal angeschlossen werden kann. Der Gimbal ist für GoPro-Kameras ausgelegt. Dann gibt es noch die Phantom 2 Vision Plus, die eine eigene Kamera besitzt und Livestreaming auf das iPad (oder Android Gerät) ermöglicht. Und dann gibt es noch die DJI Phantom 3 Standard, Advanced und Pro. Standard ist die mit der kleinsten Kamera, Advanced ermöglicht hier schon mehr und die Pro kann sogar 4K. Dann gibt es noch die extrem teure und reichweitenstarke DJI Inspire, welche nicht nur eine 4K-Kamera an Bord hat, sondern auch ein Update bekommen hat und nun eine Kamera erhalten hat, welches ein Wechselobjektiv besitzt.

Aber auch die Konkurrenz schläft nicht: Follow-Me Modi, automatisches Umkreisen von Motiven und vieles mehr unterstützen die Geräte bislang. Das einzige Problem welches ich bisher sehe, ist dass die aktuellen Drohnen anfällig sind. Anfällig gegen Wind (gut, dass wird im Zweifel jede Drohne!), gegen Regen und Schnee. Die Chips müssen gekühlt werden und brauchen Luftzufuhr – was aber auch bedeutet, dass ich schon beim kleinsten Regen aufhören muss zu drehen bzw. fliegen.

Wird die GoPro Drohne Wasserdicht sein?

Ich glaube nicht dass die neue GoPro Drohne mit den Namen „GoPro Karma“ komplett Wasserdicht sein wird. Es steckt viele Elektronik in einer solchen Drohne, die gekühlt werden muss. Ich glaube dass es da ganz schön warm wird, weil ja auch die Motoren hohe Leistungen erbringen und Wärme erzeugen. Aber ich glaube, dass der GoPro Quadrokopter ganz schön beständig gegen schlechtes Wetter sein wird. Wie ich darauf komme? Nun der Sprecher im Video, welches erste Aufnahmen die mit der Drohne gemacht wurden zeigt, spricht von Schnee und Regen. Ein Zufall dass GoPro darauf anspielt? Mit Sicherheit nicht, in meinen Augen ist das Unternehmen ziemlich geschickt in Sachen Marketing – sonst wäre man nicht zum Marktführer in Sachen Actioncams geworden.

Schöne Bilder aus der Luft: Mit GoPro Karma // Quelle: GoPro
Schöne Bilder aus der Luft: Mit GoPro Karma // Quelle: GoPro

Aber ich glaube dass man nicht nur eine wetterbeständige Drohne auf den Markt bringen wird. Ich glaube auch, dass GoPro Karma perfekt mit der GoPro zusammenspielen wird. Ich hoffe mal, dass man ein Livebild übertragen bekommt. Ich habe bisher schlechte Erfahrungen damit gemacht. Ich besitze selber eine DJI Phantom 2 mit einem Zenmuse H4-3D Gimbal. Beides von DJI. Der Zenmuse H4-3D ist ein für die GoPro Hero 4 ausgelegter Gimbal, welcher unter dem Phantom 2 geschraubt wird. Nun bekommt man aber kein Livebild, WiFi darf man wegen der Störungen mit der Fernbedienung auch nicht einschalten. Dann habe ich mir ein sogenanntes FPV (First Person View) gekauft, bestehend aus Sender, Empfänger, Kabelsatz und Bildschirm. Damit wollte ich ein Livebild bekommen, damit ich sehe was ich Filme und nicht vermuten muss wie der Bildausschnitt wirkt. Und was passierte? Die GoPro stürzte mehrfach ab. Eine Lösung habe ich bisher nicht gefunden, weder DJI konnte mir helfen, noch GoPro.

Nun, wieso sollte das gleiche Problem bei einer von GoPro entwickelten Drohne auftreten? Ich hoffe, dass die Komponenten so gut zusammenarbeiten, dass sowas nicht passiert. Schließlich sollte man die eigenen Kameras kennen. Und dann wäre ich auch wieder glücklicher wenn es in Richtung Luftaufnahmen gehen würde.

Meine Wunschliste an Anforderungen für die GoPro Karma Drohne

  • Livebild in guter Qualität
  • Livebild am liebsten auf ein Smartphone oder Tablet
  • Die GoPro sollte über eine App steuerbar sein (ähnlich die die GoPro App)
  • Gimbal ausgelegt auf die GoPro
  • Der Gimbal soll steuerbar sein (Neigen)
  • Diverse Flugmodi wie Follow Me oder Umkreisen eines Motivs
  • Lange Akkulaufzeit
  • Hohe Reichweite

Das wäre erst einmal das, was ich mir wünschen würde, wenn ich die Anforderungen an die neue Drohne stellen würde. Eine lange Akkulaufzeit wäre für mich sehr wichtig, weil ich nicht ständig den Akku wechseln will – und natürlich das zusätzliche Gewicht der Akkus mit mir tragen möchte. Dann kommt noch die Reichweite dazu. Eine hohe Reichweite ist für mich wichtig, um entsprechende Sicherheit zu haben. Wenn ich mit einer Billig-Drohne fliege, die eine Reichweite von 50 Metern hat, habe ich ständig Angst, dass ich die 50 Meter erreicht habe und der Kontakt gleich abbricht. Das würde extrem störend bei Aufnahmen sein – besonders weil man 50 Meter schwer einschätzen kann. Wenn ich aber eine Drohne fliege die eine Reichweite von 1000 Metern hat, habe ich auch bei 100 Metern noch keine Angst vor einem Verbindungsabbruch und hab eine Sorge im Kopf weniger und ich kann mich auf das Filmen konzentrieren.

Dann ist ein Thema für mich aber noch wichtiger: Das fernsteuern der GoPro. Das wäre für mich ein extrem wichtiges Feature, welches GoPro unbedingt einbauen sollte. DJI kann das schon. App starten, Livebild empfangen und die Kamera steuern bzw. einstellen. Zwischen Fotomodus und Videomodus umschalten. Einstellungen treffen. Und so weiter. So muss ich die Drohne nicht immer landen und an der GoPro die Einstellungen treffen, sondern kann das bequem in der Luft machen.

Ihr könnt gerne in die Kommentare eure Anforderungen für einen Quadrocopter aus dem Hause GoPro schreiben. Vielleicht habe ich ja was wichtiges vergessen!

Wann kommt die GoPro Drohne und was wird sie kosten?

Die einzige Info die das Unternehmen bisher veröffentlicht hat ist dass man 2016 den Copter auf den Markt bringen möchte. Ein genaues Veröffentlichungsdatum ist leider nicht bekannt. Auch einen Preis nannte man nicht. Bekannt ist nur, dass es ein Gewinnspiel von GoPro gibt, bei dem ein Bundle verlost wird. Dazu muss man einfach auf der GoPro Karma Webseite seine E-Mail Adresse eintragen. Schon nimmst du am Gewinnspiel teil. Ein Bundle mit Drohne und mehr. Man spricht von einem „GoPro Prize Package“ – insgesamt soll der Gewinn einen Wert von 2000 Euro haben. Man bekommt also nicht nur eine Drohne von GoPro, sondern auch noch weiteres Zubehör. Ich gehe davon aus, dass man neben der Drohne noch einen zusätzlichen Akku, eine GoPro Actioncam und diverses Zubehör bekommt.

Hier ein Beispiel meiner eigenen Luftaufnahmen: Gezeigt wird die Ronsdorfer Talsperre.

Video / Embed

Da offizielles GoPro Zubehör recht teuer im Vergleich zu nicht offiziellen Zubehör, denke ich dass man alleine für die Drohne 1200 Euro veranschlagen kann. Dann kommt dazu noch eine GoPro – und hier gehe ich davon aus, dass man das derzeitige Top-Modell verlost, also die GoPro Hero 4 Black. Die kostet rund 399 Euro. Wäre wir bei einem Preis von 1599 Euro, runden wir auf sind wir bei 1600 Euro. Dann ein Zusatzakku für die Drohne, rechnen wir mal mit 100 Euro, damit finde ich wären wir bei einem guten Preis. 1700 Euro insgesamt. Dann bleiben 300 Euro für Zubehör. Vielleicht noch ein Rucksack oder Koffer zum transportieren der Drohne. Würde ich auch mit 100 Euro, vielleicht ein wenig mehr auch, veranschlagen. Wären wir bei 1800 Euro bis 1900 Euro. Und dann noch ein wenig Zubehör.

Bitte: Dies ist nur eine Beispielrechnung! Ich weiß nicht was das Preis Paket von GoPro beinhaltet, ich wollte lediglich schauen, wie teuer die GoPro Drohne sein könnte. Und ich rechne mit einem Preis zwischen 1000 und 1200 Euro. Wenn wir ein wenig Glück haben, wird es auch deutlich weniger, einfach um sich Marktanteile zu sichern – aber auch im günstigen Segment gibt es einige gute Quadrocopter, die gute Dienste leisten. Wie gesagt: Ich kenne den Preis nicht und werde ihn auch erst erfahren, wenn GoPro ihn veröffentlicht. Es ist bloß eine Schätzung.

Fazit

Ich freue mich jetzt schon auf 2016 und die Veröffentlichung der GoPro Drohne. Vorher werden mit Sicherheit noch einige Details bekannt, welche ich dann hier veröffentlichen werde. Und sollte es wirklich eine gute Alternative zur DJI Phantom 3 sein, auf die ich schon ein Auge geworfen habe, dann werde ich mich entscheiden müssen. Aber erst einmal warte ich ab, was GoPro sonst noch von sich gibt und was die Drohne können wird.

Was sagt ihr zu einer Drohne aus dem Hause GoPro und was möchtet ihr gerne sehen was der Copter können muss? Was wäre ein Preis, der für euch interessant wäre? Schreibt mir einfach in die Kommentare!

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