Günstige 4K Drohne: Die Xiaomi Mi Drone

Xiaomi MI Drone: Eine günstige 4K-Drohne
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Drohnen bzw. Quadrocopter sind immer mehr im Gespräch. Kein Wunder: Die Geräte sind längst nicht mehr extrem teuer und nur noch den Profis vorenthalten. Zwar macht das auch sorgen, wie man derzeit überall lesen kann, denn auf einmal kann jeder seine Drohne in die Luft schicken, Videos machen und damit auch die Luftfahrt gefährden, aber auf dieses Thema möchte ich jetzt gerade gar nicht eingehen. Erst vor wenigen Tagen hat Xiaomi die Mi Drone bekanntgegeben, eine Drohne die 4K-Aufnahmen machen und zu einem extrem günstigen Preis verfügbar sein soll.

Ich möchte nicht sagen dass Quadrocopter, auch bekannt als „Drohnen“, günstig sind. Aber sie sind eben auch nicht mehr so teuer dass sie nur noch von großen Filmproduktionen gekauft werden können. Jetzt wird es aber spannend, denn der chinesische Hersteller „Xiaomi“ hat eine eigene Drohne vorgestellt, die es in sich hat: Bis zu 4K-Aufnahmen, 27 Minuten Flugzeit, Gimbal, GPS und so weiter. Weitere technische Fakten zeige ich gleich auf. Das wirklich krasse an dieser 4K-Drohne ist der Preis: Rund 460 Dollar werden wohl nur für diese Drohne anfallen. Wer eine ähnlich ausgestattete Drohne sucht, die ebenfalls mit einer ordentlichen Kamera um die Ecke kommt, der muss bei anderen Marken schon etwas mehr auf den Tisch legen. Bei DJI zum Beispiel kann man mit rund 800-1000 Euro locker rechnen.

Xiaomi MI Drone: Eine günstige 4K-Drohne
Xiaomi MI Drone: Eine günstige 4K-Drohne

Die Kamera der Xiaomi Mi 4K-Drone

Das wohl wichtigste für die meisten ist die Kamera, denn sie ist das, was alles festhält. Sie liefert die Aufnahmen. Und dafür ist sie auch interessant für mich, denn wer meinen Blog verfolgt, der weiß dass ich nicht nur selber eine Drohne besitze, sondern mich auch mit dem Thema Videografie auseinandersetze. Die Xiaomi Mi Drone kommt mit zwei verschiedenen Kamera-Variationen. Am interessantesten dürfte wohl die 4K-Variante sein. Hier setzt Xiaomi auf einen 12,4 Megapixel Chip aus dem Hause Sony, die sich ja bekanntlich auch mit Kameras auskennen. Die Kamera ist an einem 3-Achsen Gimbal befestigt, wird also während dem Flug automatisch ausgeglichen und nimmt wackelfreie Videos auf. Angeblich sollen bis zu 30FPS möglich sein – im 4K-Modus!

Wer aus der Luft Fotos schießen möchte, hat die Möglichkeit das RAW-Format auszuwählen, was dann schon wieder mehr Möglichkeiten in der Nachbearbeitung anbietet. Gerade für mich, der sich ja auch für die Fotografie beschäftigt, ein spannendes Thema. Die andere Variante der Xiaomi Mi Drone wird wohl eine 1080p-Variante sein. Dazu habe ich aber leider keine genaueren Informationen gefunden.

Die Kamera der Xiaomi MI Drohne hängt an einem 3-Achsen Gimbal
Die Kamera der Xiaomi MI Drohne hängt an einem 3-Achsen Gimbal

Das schöne ist, dass man eine Liveübertragung der Kamera hat. Das ganze nennt sich „FPV“, also First Person View und bedeutet nichts anderes als dass man aus dem Auge der Drohne schauen kann. Also aus der Kamera. Das ist bei den aktuellen Modellen im gutem Segment gang und gebe und finde ich persönlich, wenn es um das aufnehmen schöner und ansehnlicher Videos geht, extrem wichtig! Denn nur so kann man auch sehen, was man wirklich filmt. Unter, neben oder in der Nähe der Drohne zu stehen und abzuschätzen was man filmt – das wird sehr schwierig! Ich spreche aus Erfahrung, ich hab es versucht. Die Liveübertragung wird in 720p angeboten, also in HD. Das tun mittlerweile sehr viele Drohnen, auch die aus dem Hause DJI, die wohl am bekanntesten sein dürften. Die Liveübertragung der Xiaomi Mi Drone kann man sich dann auf seinem Smartphone anschauen, welches in die Halterung auf der Fernbedienung gesteckt werden kann.

Xiaomi Mi Drone: Flugeigenschaften, weitere Informationen

Xiaomi selber gibt an, dass man mit der MI Drone bis zu 27 Minuten fliegen kann. Das ist schon eine beachtliche Zeit. Länger bekommen es andere Hersteller auch nicht unbedingt hin. Zur Fluggeschwindigkeit gibt es leider noch keine Informationen, dafür aber zu den Flugmodi. Die Xiaomi Mi Drone verfügt über GPS und VPS. GPS sollte bekannt sein, VPS ist ein „Vision Positioning System“ und kann man sich wie zwei Augen an der Drohne vorstellen, die Abstände messen. Mit GPS kann die Drohne mittels GPS an der gleichen Stelle schweben, während VPS dafür da ist, dass wenn kein GPS zur Verfügung steht. Dann kann die günstige 4K-Drohne mittels VPS auf der Stelle schweben – ohne Hilfe durch die Fernbedienung.

Außerdem verfügt die günstige 4K-Drohne den Flugmodus, dass sie automatisch ein Objekt umkreist und es dabei immer in der Mitte der Kamera behält. Sie dreht sich dabei selber um das Objekt herum und um die eigene Achse, um das Objekt nicht aus den Augen zu verlieren. Mit diesem Flugmodus bekommt man schöne Aufnahmen eines Motivs hin, die schön sauber geflogen werden. Ohne diesen Modus ist viel Training nötig, um einen sauberen Zirkel zu fliegen.

Auch eine Route kann geplant werden: Die Xiaomi Mi Drone bietet es nämlich an, eine Route abzufliegen und zu filmen. Auch ein schöner Modus um schöne Aufnahmen aus der Luft zu bekommen. Zwar habe ich selber diesen Modus noch nie genutzt (auch weil meine Drohne ihn nicht beherrscht), aber ich kann mir vorstellen dass er schöne Aufnahmen zulässt.

Die kleine und handliche Fernbedienung der Xiaomi 4K-Drohne
Die kleine und handliche Fernbedienung der Xiaomi 4K-Drohne

Die Reichweite dieser 4K-Drohne soll bei 2 Kilometern liegen – laut Hersteller. Solche Angaben sind immer mit Vorsicht zu genießen, weil man ja nie weiß wie gemessen wurde. Außerdem können Störsignale in gewissen Gegenden dafür sorgen dass die Reichweite deutlich unter 2 Kilometern liegt. Da man in Deutschland aber sowieso nur „auf Sicht“ fliegen darf, also so weit fliegen darf wie man die Drohne mit dem bloßem Auge erkennt, sind diese 2 Kilometer total irrelevant. Die Fernbedienung dieses 4K-Quadrocopters ist scheinbar extrem simpel aufgebaut: Zwei Sticks zum Steuern des Geräts, eine Taste zum Starten und Landen und eine weitere Taste für die automatische Rückkehr der Drohne. Somit denke ich, dass die Kamera via Smartphone bedient und gesteuert werden muss – und hier wird es knifflig: Wenn man beide Hände dafür benutzt, die Xiaomi Mi Drone zu steuern, wie soll man dann noch die Kamera via Smartphone steuern? Ich empfehle: Immer eine zweite Person mit dabei haben.

Wann genau die Xiaomi Mi 4K-Drohne auf den Markt kommen soll, ist noch unklar – leider. Die 1080p-Variante soll scheinbar über ein Crowdfunding verkauft werden und soll angeblich preislich bei rund 380 Dollar liegen. Die 4K-Variante der Xiaomi Mi Drone liegt preislich bei 460 Dollar und soll ab Ende Juli über ein offenes Beta Tester Programm zur Verfügung stehen. Was das genau bedeutet, weiß ich selber momentan noch nicht. Vielleicht kann man die Drohne dann schon kaufen, aber sie befindet sich eben erst im Beta-Stadium. Wenn ich mehr weiß, informiere ich natürlich gerne drüber.

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1 Kommentar
  1. Eugen schreibt:

    Schon auf den Markt! Wann die Drohne in Deutschland erhältlich ist, ist fraglich. Sie wäre schon eine sehr gute Alternative für P3. Schade, dass man sie nur in China bestellen kann 🙁 Den somit ist man eigentlich bei den gleichen Preis wie die P3 wenn man Steuern etc. einberechnet.

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